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"Gault & Millau": Diese Gastronomen aus Franken sahnen ab

Guide gelangte vor Erscheinungstermin in die Hände der Gastronomen - 11.11.2018 18:00 Uhr

Das Restaurant "Kupferpfanne" darf sich über 15 Punkte freuen. © Günter B. Kögler


In der Region sind die meisten Gastronomen hocherfreut über ihre Auszeichnungen. Erst vor ein paar Monaten eröffneten Maximilian Eder und Küchenchef Jan Reichel ihr Restaurant “Estus” in Zirndorf. Eder Schwester Hanna teilt sich im Restaurant die Chefkoch-Stelle mit Reichel. Dass das schöne Lokal, das tagsüber “Cafe Eder” heißt, nun so schnell in den Gourmet-Führer aufgenommen wurde, überraschte Maximilian Eder doch. „Ich war völlig aus dem Häuschen, dass wir mit 14 Punkten drin sind, hammerhart!“, sagt er. Auch Valentin Rottner ("Waidwerk"), der es in die Rubrik "Junge Talente 2019" auf die vorderen Seiten geschafft hat und gleich mit 16 Punkten einsteigt, freut sich. Wenn da nicht der kleine Druckfehler im Bewertungsteil wäre: Dort bekommt das "Waidwerk" nur 15 Punkte. "Schon ärgerlich", sagt Rottner, der sich trotzdem "megamäßig" über die doppelte Auszeichnung freut. Er strebe laut "Gault & Millau" eine "moderne fränkisch verwurzelte Küche mit Weitblick an." Ihre 18 Punkte halten Andree Köthe und Yves Ollech vom Zwei-Sterne-Restaurant "Essigbrätlein" in Nürnberg seit vielen Jahren: "Sie bieten in ihrer unangestrengt brillant wirkenden gemüsebetonten Küche den Spargel roh, gekocht, getrocknet und gemahlen als Creme von natürlich süß bis natürlich herb an," schreiben die anonymen Kritiker.

Das Sterne-Restaurant "SoSein" samt Küchenchef Felix Schneider in Heroldsberg freut sich über 17 bestätigte Punkte, 16 Punkte erhalten neben dem "Waidwerk" die Restaurants "Wonka" von Christian Wonka und "Würzhaus" von Diana Burkel in Nürnberg, der "Keidenzeller Hof" in Langenzenn und Alexander Herrmanns Restaurant in Wirsberg. "Zum vierten Mal in Folge 15 Punkte im Gault & Millau. Danke an alle!", postete Fabian Denninger, Sterne-Restaurant "Entenstuben" in Nürnberg, auf Facebook.

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"Gault & Millau": Diese Restaurants aus Franken sahnen ab

Ob das "SoulFood" in Auerbach, das "Kropf" in Bamberg oder die Kupferpfanne in Fürth: Die nordbayerischen Restaurants haben was zu feiern. Sie konnten Punkte in der renommierten Genuss-Fiebel "Gault & Millau" ergattern.


"Wir haben nicht damit gerechnet"

Seit Januar 2017 kocht René Stein im "Schwarzen Adler" in Kraftshof. © Michael Matejka


Auch René Stein, Küchenchef im Restaurant "Schwarzer Adler" in Kraftshof, freut sich wieder über 15 Punkte. Sebastian Kunkel erfuhr durch einen Bekannten, dass seine Nürnberger "Zirbelstube" es wieder in den Führer geschafft hat. Und überdies mit 15 Punkten, einem Punkt mehr als im vergangenen Jahr. Weiter bestätigt wurden je 15 Punkte für die "Kupferpfanne" in Fürth, für die Sterne-Restaurants "ZweiSinn" von Stefan Meier in Nürnberg und "Soulfood" von Michael Laus in Auerbach. Auch Wolfgang Reisinger bekam den Guide zu früh – dafür war die Freude um so größer, dass sein Restaurant "" in Spalt, das er gemeinsam mit seiner Frau Andrea Hoffmann-Reisinger betreibt, mit 14 Punkten unter den Neuzugängen gelistet ist.

"Wir haben nicht damit gerechnet und waren echt ein bisschen geschockt. Wahnsinn!" Ebenfalls 14 Punkte erhielten "Einzimmer Küche Bar" von Tim Kohler und "Koch und Kellner" von Franz Mackert in Nürnberg, das "Basilikum + Wein“ in Erlangen sowie der "Landgasthof Meier" in Hilzhofen. Die "Wirtschaft von Johann Gerner" in Hessdorf sowie der "Landgasthof zur Linde" in Pleinfeld konnte ihre 13 Punkte halten, neu kam der "Landgasthof Siebenkäs“, ebenfalls in Pleinfeld, hinzu (13 Punkte). Das neue Lokal "Imperial by Alexander Herrmann" in Nürnberg wurde erstmalig mit 13 Punkten bewertet. 

Auch Nürnberger Restaurants gewürdigt

Außerdem ist eine neue Rubrik hinzugekommen, die sich an Gourmets mit kleinerem Geldbeutel richtet. Mit dem POP-Signet werden 70 Restaurants gewürdigt, die zwar nicht im "Gault&Millau" punkten, wo aber begeisterte Gastgeber ihre Vorstellungen von unkompliziertem Genuss umsetzen. In Nürnberg sind das "" von Daniela und Daniel Pfeiffer , das japanische Restaurant "Kokoro" und das "Globo" von Tim Kohler darunter. "Koch des Jahres" sind Jan-Philipp Berner und Johannes King als Doppelspitze aus dem Sylter Söl'ring Hof, "Gastgeber des Jahres" wird Nils Blümke, "Francais" aus Frankfurt, “Aufsteiger des Jahres” darf sich Daniel Schimkowitsch aus dem “L.A. Jordan” nennen.

Sommelière 2019 wird Stephanie Hehn aus dem neuen "Lakeside" in Hamburg und Tatsuya Shimizu aus dem "Steinheuers" an der Ahr erhält die Auszeichnung “Pâtissier des Jahres” . Insgesamt beschreibt und bewertet der Gault&Millau in seiner neuen Ausgabe für Deutschland 1026 Adressen, darunter 216 neu aufgenommene. 848 Gourmetlokalen und Landgasthöfen, Bistros und Hotelrestaurants verleihen die 32 Tester die begehrten Kochmützen. 

Der Guide erscheint im Münchner ZS Verlag (768 Seiten, 39.99 €). 

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