Sonntag, 12.07.2020

|

zum Thema

Gefährlicher Foto-Tourismus: Nationalpark Berchtesgaden ermahnt Influencerin

Die Natur werde aufgrund der Instagram-Posts zerstört - 06.06.2020 13:03 Uhr

Eine Influencerin, die auf Instagram über 1,2 Millionen Follower hat, postete am Freitag ein Foto beim Baden in einem der Pools. In den sozialen Netzwerken finden sich unzählige Fotos in diesen Becken, ein Ausflug an diesen Foto-Hotspot kann aber fatale Konsequenzen nach sich ziehen: Im April letzten Jahres sind zwei Männer aus Sachsen in einer dieser sogenannten Gumpen durch die Strömung und das starke Schmelzwasser getötet worden.

Bilderstrecke zum Thema

Mit Hashtag und Pose: Das sind die beliebtesten Instagram-Hotspots in Nürnberg

Der Rummel um die App Instagram bleibt ungebrochen. Einwohner und Touristen inszenieren sich in der Stadt gerne für etwaige Postings und Stories. Aber eines fällt auf: Die Hintergründe sind fast immer die gleichen. Diese Orte sind in der Frankenmetropole besonders beliebt fürs nächste Insta-Foto.


Der Nationalpark Berchtesgaden bat die Influencerin, das Posting zu löschen, um noch mehr Nachahmer zu vermeiden: "Es hat im Pool bereits Tote gegeben. Die Natur wird aufgrund der Posts auf Instagram zerstört". Weiter ermahnten sie, welche Folgen der Foto-Tourismus für die Natur hat: "Die Ufervegetation ist bereits komplett zertreten, Berge von Müll werden hinterlassen und illegale Lagerfeuer gemacht. Unbelehrbare campieren im Schutzgebiet, hinterlassen sogar ihre Billig-Zelte und Schlafsäcke".

dpa

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Region

vor 11 Stunden