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Mittwoch, 03.03.2021

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Geflügelpest in Bayern: Verendete Vögel in fränkischem Tierpark

Bislang nur Tiere in geschlossenen Gehegen von Vogelgrippe betroffen - 23.02.2021 16:58 Uhr

Die Lage: Aktuell ändert sich jedenfalls nichts an der am 2. Februar für die Stadt und Landkreis erlassenen Allgemeinverfügung, heißt es aus dem Rathaus. Auslöser war der Ausbruch der Krankheit in einem Hühnerstall in Pottenstein Ende Januar. Danach müssen kleinere Betriebe Sicherheitsmaßnahmen beachten, für Geflügel besteht eine sogenannte Aufstallungspflicht. Sprich: Die Tiere müssen von oben gegen den Kot von Wildvögeln geschützt, die Gehege müssen eingezäunt sein.


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Wie das Stadtgartenamt reagiert: Das für den Röhrensee-Tierpark zuständige Stadtgartenamt kam der Stallpflicht umgehend nach, brachte Vögel, soweit sie von der Geflügelpest betroffen sein können, in Sicherheit. "Wir waren schon gewappnet und darauf vorbereitet, hatten bereits Räume im Innenbereich für diesen Zweck vorbereitet", sagt Leiter Robert Pfeifer.

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Die Vogelgrippe hat bereits Hunderttausende Tiere das Leben gekostet - nicht nur, weil Hühner oder Puten meist innerhalb weniger Tage an der Infektion sterben, sondern auch weil in betroffenen Nutztierbetrieben der gesamte Bestand gekeult werden muss. Das Virus ist aber nicht nur für Vögel gefährlich.


Es gehe dabei ausschließlich um Tiere im Gehege, nicht um Teichhühner, Enten oder Gänse, die sich im See tummeln – "das sind alles Wildvögel." Betroffen seien vielmehr die Flamingos, die Fasane, die Ibisse, die Wellensittiche oder die Kraniche auf der Insel. All diese Tiere sind nun in geschlossenen Bereichen oder unter einem Foliendach in Volieren untergebracht, einige auch in einem leer stehenden Gewächshaus am Standort des Gartenamtes in Meyernberg. Viele Vögel sind damit für Besucher auch nicht mehr sichtbar. Beachtet werden auch alle Hygienevorgaben akribisch, sagt Pfeifer. So habe man die Mitarbeiter in Teams getrennt, "wer unten am See ist, füttert nicht oben". Beim Betreten des Innenbereiches ziehen Beschäftigten "Füßlinge" über, auch würden die Schuhe regelmäßig desinfiziert.


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Weitere Entwicklung unklar

Aus Pfeifers Sicht werde "alles Menschenmögliche" getan, um das Virus aus den Gehegen fernzuhalten, "eine hundertprozentige Gewissheit hat man natürlich nie". Zumal keiner wisse, wie die Lage weiter entwickle. Zur Untersuchung eingeschickt wurde neben der erwähnten Stockente auch eine frei fliegende Nonnengans, die ebenfalls verendet war." Da steht das Ergebnis noch aus", sagt Pfeifer. Das war Ende vergangener Woche.

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Inzwischen wurde ein halbes Dutzend weiterer toter Wildvögel entdeckt. Diese wurden laut Pfeifer in Abstimmung mit dem Veterinäramt eingesammelt und zur Tierkörperentsorgung gebracht, weitere Proben machten keinen Sinn, wenn die Ursache offensichtlich sei. Pfeifers Hoffnung ist nun, "dass unsere Tiere in den Gehegen verschont bleiben".


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Hintergrund: In Deutschland wurden bisher nach Stand vom Montag 625 Fälle bei Wildvögeln und 65 Fälle bei Hausgeflügel offiziell bestätigt. Bisher gebe es keine Hinweise darauf, dass die zurzeit vorhandenen Viren auf den Menschen übertragen werden können, teilt die Stadt mit.

Sie bittet die Bürger, die einzeln verendete Wasservögel wie Enten und Gänse oder mehrere tote Wildvögel an einem Ort finden, dies dem Veterinäramt unter der Telefonnummer 09 21/1 50 40 66 oder per Mail zu melden. Die toten Vögel sollten nicht berührt werden. Die Allgemeinverfügung ist auf der Homepage der Stadt zu finden.

Stefan Brand

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