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Sonntag, 18.08.2019

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Großeinsatz in Nürnberg: Konkrete Drohung gegen einen ICE

Polizei war mit Spürhunden vor Ort - Verkehr in Franken beeinträchtigt - 07.01.2019 19:54 Uhr

Die Polizei sperrte das Gleis 7 am Nürnberger Hauptbahnhof ab. © Daniel Karmann/dpa


Gegen 15.30 Uhr ging die Drohung anonym bei der Bundespolizei ein, wie ein Sprecher bestätigte. Der ICE, der auf dem Weg nach Hamburg-Altona war, wurde sofort gestoppt und hielt gut eine Viertelstunde in der Nähe der S-Bahn-Haltestelle Dürrenhof. Man habe den Zug in den Nürnberger Hauptbahnhof fahren lassen, erklärte ein Polizeisprecher. Dort, auf dem Bahnsteig 7, wurde der ICE geräumt. Die rund 350 Fahrgäste harrten gut eine Stunde in der proppenvollen Mittelhalle aus. "Nach unserem jetzigen Kenntnisstand können sie mit dem Zug demnächst nach Hamburg weiterfahren", sagte der Sprecher.

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Nach Bombendrohung: Zug-Durchsuchung und Pendlerchaos in Nürnberg

Nichts ging mehr am wichtigsten Knotenpunkt für Pendler in der Region: Wegen einer konkreten Drohung gegen ist am Montagnachmittag ein ICE im Nürnberger Hauptbahnhof durchsucht worden. Spürhunde und Einsatzkräfte fanden keine Hinweise auf Sprengstoff im Zug, die Auswirkungen auf den ÖPNV waren aber dennoch enorm.


Fünf speziell ausgebildete Bombenspürhunde durchkämmten den ICE 706, Gang für Gang, Waggon für Waggon - und das gleich zwei Mal. Rund 40 Polizisten waren im Einsatz. Dabei haben sich aber keine Hinweise auf Sprengstoff in dem Zug ergeben. Vor dem Hauptbahnhof hielten sich mehrere Kräfte der Feuerwehr und der Rettungsdienste bereit - für den Ernstfall. Hinweise auf den Absender der Drohung habe die Polizei bislang keine. Die Ermittlungen laufen.

"Versuchen umzuleiten, so gut es geht"

Hunderte Fahrgäste warten in der Mittelhalle des Nürnberger Hauptbahnhofes. © Alexander Brock


Die Drohung hatte massive Auswirkungen auf den Zugverkehr in Franken. Zwischenzeitlich blieben die Gleise fünf bis acht am Nürnberger Hauptbahnhof gesperrt. Richtung Osten fuhr nichts, so die Bahn am Montagnachmittag. "Wir versuchen umzuleiten, so gut es geht", sagte der Sprecher. Pendler mussten sich über die App oder die Homepage der Deutschen Bahn informieren. Die Folgeverzögerungen hielten bis in den Abend an. 

In den vergangenen Wochen gab es mehrere konkrete Anschlagsdrohungen gegen die Deutsche Bahn, auch in Franken. Bei Allersberg spannten Unbekannte ein Drahtseil über die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Nürnberg und München. In Tatortnähe fand die Polizei einen Brief in arabischer Schrift. "Wir ermitteln in alle Richtungen", erklärte das bayerische Landeskriminalamt (LKA) erst kürzlich. 50 Ermittler befassen sich aktuell mit dem Vorfall, darunter auch Experten des Bundeskriminalamtes.


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Uns geht es nicht darum, den Zug der Zeit ins negative Licht zu rücken, sondern zu dokumentieren, wie das Leben in und mit der Bahn aktuell funktioniert. Was ist gut, was läuft verkehrt? Die Ergebnisse fassen wir zusammen und liefern Hintergrundberichte. 

tl

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