20 Jahre Stadtbus in Gunzenhausen

30.8.2019, 17:15 Uhr
Als Erfolgsgeschichte sehen die Stadtwerke den von ihr seit 20 Jahren betriebenen Stadtbusverkehr.

Als Erfolgsgeschichte sehen die Stadtwerke den von ihr seit 20 Jahren betriebenen Stadtbusverkehr. © Stadtwerke Gunzenhausen

Das Linienkonzept hat bereits vor 20 Jahren auf einen klaren Takt, naheliegende Haltestellen und einfache Umstiegsmöglichkeiten an den Rendezvous-Haltestellen gesetzt. Auch dass alle wichtigen Orte wie etwa das Krankenhaus, die Stadtbücherei und die meisten Einkaufsmöglichkeiten angefahren wurden, hat sich bis heute bewährt.

Die Stadtverwaltung hatte damals die Verantwortung des öffentlichen Nahverkehrs in die Hände der Stadtwerke Gunzenhausen gelegt. In den 20 Jahren konnte die GmbH, die zu hundert Prozent der Stadt gehört, den Stadtverkehr stets weiter entwickeln, berichtet Verkehrsleiter Christian Reichenthaler. Und weiter: "Bereits 2001 haben wir in den Abendstunden ein Anrufsammeltaxi angeboten. Im Sommer 2002 wurde ein Konzept für ein Linienbedarfstaxi (LBT) entwickelt, das die Altmühlseeklinik Hensoltshöhe an den Stadtverkehr anbinden sollte. Leider wurden die Linien mangels Nachfrage wieder eingestellt." Seit 1999 legten die Busse des Stadtverkehrs über eine Million Kilometer zurück. In dieser Zeit wurden zirka fünf Millionen Fahrgäste sicher an ihr Ziel gebracht.

Schulverkehr verbessert

Der Schulverkehr, der überwiegend durch die Linie 640.1 abgedeckt wird, wurde so verbessert, dass auch die ein- oder auspendelnden Schüler zu den sechs Schulstandorten in Gunzenhausen oder ihren Umstieg zu den Regionalbussen und Nahverkehrszügen bequem erreichen.

Das Stadtbusbüro haben die Stadtwerke SWG so ausgebaut, dass nicht nur Fahrkarten verkauft werden, sondern das gesamte Portfolio der Mobilitätsnachfrage im VGN-Gebiet abgedeckt wird. Seit 2015 können die Kunden auch ihre Fahrkarte im Büro der Tourist-Information kaufen.

Der Stadtbusverkehr hat viele Ideen umgesetzt: Mit den Beschleunigungsmaßnahmen an den Lichtsignalanlagen und weiteren vielen Kleinigkeiten konnte der Linienbetrieb sicher und zuverlässig gestaltet werden. Bereits 1999 setzte der Stadtbusverkehr auf Barrierefreiheit in den Bussen.

Mit der Neigetechnik in den Fahrzeugen, einer optischen und akustischen Haltestellenanzeige und ausgewiesenen Sitzplätzen für Fahrgäste, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, habe man Zeichen gesetzt. "Das Wohl der Fahrgäste war in den 20 Jahren stets ein wichtiger Bestandteil des ÖPNV-Konzeptes in Gunzenhausen", betont Reichenthaler.

Mit dem WLAN-Angebot in den Bussen kam man der Digitalisierung entgegen. Alle Kunden, die ein Smartphone nutzen, können in den Stadtbussen mit den eingebauten Hotspots kostenfrei surfen.

Mit der Einführung des Rufbusses (RBu) für die Ortsteile von Gunzenhausen, der als Ergänzung zu den Regionalbuslinien eingesetzt ist, haben die Bürger der Ortsteile ein fast stündliches Fahrangebot, um ins Stadtzentrum zu gelangen. Über das Onlineportal www.gunzenhausen-mobil.de können die Fahrgäste seit April 2019 ihren Rufbus online bestellen.

Zum Fahrplanwechsel will der Betreiber die Fahrpläne der fünf Rufbuslinien anpassen, sodass das Rufbusangebot weiter attraktive Fahrtmöglichkeiten für die Fahrgäste vorsieht. Ein Schwerpunkt wird hier auf die Pendler gelegt.

"Große Herausforderungen"

In den nächsten Jahren steht der Stadtbusverkehr laut Pressemitteilung "vor großen Herausforderungen".

Der barrierefreie Umbau aller Haltestellen im Stadtgebiet und in den Ortsteilen ist ein großes Projekt für den Straßenbaulastträger. Hier werden der Stadtbusverkehr und die Stadtverwaltung Gunzenhausen tatkräftig zusammenarbeiten. Darüber hinaus wird die Einführung des eTickets im VGN auch im Stadtverkehr einige Veränderungen erfordern.

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