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20 Lesetipps für nass-trübe Osterfeiertage in Gunzenhausen

Im Literaturcafé in der Stadtbücherei stellten Bücherwürmer ihre Empfehlungen vor - 28.03.2018 06:00 Uhr

Kerstin Zels hatte zur Buchvorstellung von „Was ein Mann ist“ eine kleine Männerparade mitgebracht. © Foto: Stadt Gunzenhausen


Um schwierige Vater-Tochter-Beziehungen geht es im Roman "Töchter", den Ulrike Fischer auch wegen Lucy Frickes gelungener Balance zwischen Trauer und Komik empfahl: In der Kindheit glänzen die Väter durch Abwesenheit, im Rentenalter finden sie Zeit und die Töchter dürfen ihnen das Internet erklären.

Historisches Geheimnis

Melena Renner übernahm die Verteidigung Bernhard Schlinks. Dieser hat zwar mit "Olga" einen Bestseller gelandet, wurde aber von der Kritik vor allem deshalb gescholten, weil er im ersten Teil des Romans zu viel Tempo vorlegt und – so Melena Renner — "durch das Leben seiner Protagonistin Olga prescht". Dieses Tempo werde aber im zweiten Teil des historischen Romans aufgefangen, wo die Entdeckung von Olgas Briefen an den Mann ihres Lebens ein Geheimnis offenlegt.

Der tote Commendatore

Auf Haruki Murakamis neuen Roman "Eine Idee erscheint – die Ermordung des Commendatore" hat weltweit eine große Fangemeinde gewartet. Und gleich nach Erscheinen des Romans geht das Warten weiter, informierte Christine Höller bei ihrer Vorstellung des Romans. Der endet nämlich mit einem Cliffhanger – und einer ganzen Reihe offener Fragen.

Farbige Milch und Raub am Strand

Zwei weitere historische Romane waren diesmal in der Auswahl: Zena Wiehn stellte ausführlich "Die Farbe von Milch" der englischen Autorin Nell Leyshon vor. Und Gisela Szonn hat in ihrem Buch einen bislang wenig bekannten Frauenberuf entdeckt: "Die Strandräuberin" ist die Heldin in Ines Thorns gut recherchiertem historischen Abenteuer.

Bruderzwist

Woher kommt der Hass zwischen den ungleichen Brüdern Olof und Carl? Hat die Bevorzugung des jüngeren Sohnes Carl durch die Mutter den Keim des Unfriedens gesät? Am Sterbebett der Mutter treffen die Brüder nach Jahren der Trennung wieder zusammen. Der Autor Johan Bargum schafft es in seiner von Carolin Bayer vorgestellten Novelle, in die Abgründe von Familienbeziehungen zu führen.

Männerparade auf Papier

Der Romantitel "Was ein Mann ist" macht ausgesprochen neugierig. Kerstin Zels machte mit den neun im Buch von David Szalay vorgestellten Männern bekannt. Zur Illustration ihrer munteren Porträts hatte sie eine kleine Männerparade aus Papier mitgebracht, und man hatte nach ihrer Leseempfehlung Gewissheit: Die weiß jetzt, was ein Mann ist…

Tod an der Elbe

"Spannend und in einem Rutsch zu lesen", lobte Wolfgang Höller Romy Fölcks ersten Elbmarsch-Krimi "Totenweg". Die junge Polizistin Frida kehrt auf den Obstbauernhof ihrer Eltern zurück. Ihr Vater ist dort hinterrücks niedergeschlagen worden. Ein ungelöster Mordfall von früher spielt wohl immer noch eine Rolle.

Rätsel um ein totes Baby

Mit einem kleinen Book-Slam riss Babett Guthmann die Geschichte um die Leiche eines nach Jahrzehnten auf einer Baustelle entdeckten Neugeborenen an. Beim Book-Slam treten die Figuren aus dem Roman heraus und bekommen eine eigene Stimme. Vier Frauen werden in Fiona Bartons Roman "The Child" mit der Nachricht von dem Baustellenbaby konfrontiert, alle sind in den Fall verwickelt. Gisela Szonn, Zena Wiehn, Kerstin Zels und Babett Guthmann übernahmen die vier Rollen und machten neugierig auf eine komplizierte Konstellation, hinter der auch ein Verbrechen stecken könnte.

Frei von den Fesseln der Gewohnheit

Die Geheimnisse im Leben seiner Frau lüftet Arthur Pepper erst nach dem Tod seiner Gattin und entkommt auf seiner Suche den Fesseln seiner alten Gewohnheiten. Bernd Guthmann war positiv überrascht von Phedra Patricks Roman mit dem ellenlangen Titel "Wie Arthur Pepper sich vor seiner Nachbarin versteckte und dann doch noch sein Glück fand".

Clever leben, clever arbeiten

Ein Sachbuch voller origineller Finanzplanungs-Ideen hatte Jürgen Huber entdeckt: Die jungen Autoren Elias Vorpahl und Dominik Lang von "3-Tage-Woche" werben mit dem Untertitel "Weniger Arbeit – mehr Geld" für eine absolut ausgeglichene Work-Life-Balance.

Die komplette Buchtipp-Liste aus dem Literaturcafé gibt es in der Stadt- und Schulbücherei. 

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