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Mittwoch, 15.07.2020

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An Pfingsten geht es los

Verspäteter Saisonbeginn für die MS Altmühlsee. Zweckverband will der Krise trotzen. - 25.05.2020 17:25 Uhr

So sah es über viele Wochen im April und Mai aus: Das Wetter war gut, die MS Altmühlsee hätte unterwegs sein sollen, aber wegen der Corona-Krise lief nichts. Also blieb das Schiff am Muhrer Ufer auf dem Trockenen. © Wolfgang Dressler


"Wir ziehen es durch", sagte Vorsitzender Karl-Heinz Fitz in der jüngsten Sitzung des Zweckverbands. Laut den neuesten Mitteilungen aus München werde dann in Bayern die öffentliche Schifffahrt wieder möglich sein, wenngleich derzeit die Einschränkungen durch Corona noch nicht im Einzelnen bekannt seien. Man müsse damit rechnen, dass ähnliche Regeln wie in der Gastronomie auch auf der MS Altmühlsee eingehalten werden müssten.

Es gelte jetzt, auf Synergien zu setzen. Fitz meinte damit, dass die Nutzer der Schifffahrt vielleicht auch die Gastronomie rund um den See besuchen und zugleich mit ihren Parkgebühren den finanziell gebeutelten ZVA ein wenig entlasten werden. Deshalb sei es richtig und geboten, "das Pfingstwochenende mitzunehmen". Und vielleicht sähen im weiteren Verlauf des Sommerhalbjahres die Zahlen dann doch nicht ganz so schlecht aus, wie es sich im Moment darstelle.

Der ZVA hatte bereits im Februar seinen Haushalt für das laufende Jahr aufgestellt. Stadtkämmerer Siegfried Ehalt, der auch für den ZVA zuständig ist, hatte den Entwurf fertig, dieser hätte im April verabschiedet werden sollen. Dann kam Corona, und fast alle Zahlen waren nur noch Makulatur. Diese Entwicklung sei doch "sehr ernüchternd" gewesen, stellte nun Karl-Heinz Fitz (der ja auch Bürgermeister von Gunzenhausen ist) fest. Zugleich bekräftigte er mehrmals in der Sitzung in der Stadthalle, man dürfe jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern müsse das Beste aus dem bisher unter einem ungünstigen Stern stehenden Jahr 2020 machen.

Bei der Schifffahrtslinie konnte man bislang von einem moderaten Jahresminus von 46 000 Euro ausgehen. Nach dem neuen Ansatz könnten es tatsächlich über 168 000 Euro werden – ein herber Schlag. Das Schiff einfach an Land zu lassen, wäre aber auch mit Kosten verbunden. Fitz nannte hier 140 000 Euro.

Wie bereits berichtet, hat der ZVA wegen Corona Kurzarbeit beantragenmüssen. Das gilt teilweise für den Bauhof und die Verwaltung und zu 100 Prozent für das Personal der MS Altmühlsee.

Dabei konnten die ZVA-Führungskräfte eigentlich zuletzt mit ihrer Schifffahrtslinie mehr als zufrieden sein. Das Jahr 2019 erwies sich als gut, es gab höhere Einnahmen gerade bei den Linienfahrten. Das Schiff war zur Saison 2019 aufwendig modernisiert worden.

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