Dienstag, 12.11.2019

|

Bayerische Wollkönigin kommt aus Markt Berolzheim

Die 18-jährige Franziska Lechner repräsentiert die nächsten zwei Jahre den Schäferberuf - 04.09.2019 06:13 Uhr

Des Beifalls ihrer Vorgängerin Simone Ostermeier konnte sich die neue Bayerische Wollkönigin Franziska Lechner sicher sein, als sie von Thalmässings Bürgermeister Georg Küttinger (von links) die Krone aufgesetzt bekam. © Jürgen Leykamm


Die 21-Jährige aus Schönsee (Oberpfalz) griff zu und unterstützte die Gruppe unter anderem bei der "südböhmischen Polka" und der "Dixi-Parade". Zu sitzen kam die Hoheit dabei just neben Martin Bernreuther alias "Gustl", der sich derzeit auf Brautschau befinde, wie Landrat Herbert Eckstein augenzwinkernd verriet.

Musikalisch meisterte die Studentin der Wirtschaftswissenschaften die Herausforderung indes spielend. Küttingers Klarinette sei "noch nie so schön gespielt worden", lobte Eckstein, und auch "Gustl" habe neben der Blaublütigen festgestellt, "was er eigentlich leisten könnte".

Simone Ostermeier blickte auf "zwei wunderschöne Jahre mit zahlreichen Begegnungen mit bemerkenswerten Personen" zurück. Insgesamt sei sie als Hoheit 9000 Kilometer unterwegs gewesen, um bis nach Berlin die Schafhaltung in allen Facetten zu repräsentieren.

Das hohe Amt selbst rotiere zwischen den Bezirken, und so sei diesmal nach der Oberpfalz Mittelfranken an der Reihe, erläuterte Martin Brickel als Vorsitzender der Bayerischen Wollerzeugergemeinschaft. Die neue Wollkönigin ist freilich nicht nur Mittel-, sondern sogar Altmühlfränkin, stammt aus Markt Berolzheim und heißt Franziska Lechner. Die 18-Jährige beginnt gerade ein duales Studium zur Verwaltungswirtin.

Sie sei "von Kindesbeinen mit dem Schäferberuf vertraut", betonte die neue Majestät, werde dieser doch in ihrer Familie "seit zehn Generationen weitervererbt". Vor 10 000 Jahren schon habe der Mensch begonnen, das Schaf zu domestizieren und neben dem Fleisch auch die Wolle für die Bekleidung wertzuschätzen.

Heutzutage verfolgten die Berufsvertreter ein gesamtgesellschaftliches Interesse, was auch ausreichend honoriert werden sollte. Dem erfolgreichen Volksbegehren "Artenschutz – Rettet die Bienen" müsste eigentlich eines zur Rettung der Schäfer folgen, denn die seien – im Gegensatz zu besagtem Insekt – "tatsächlich vom Aussterben bedroht".

JÜRGEN LEYKAMM E-Mail

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Markt Berolzheim, Markt Berolzheim, Markt Berolzheim