Samstag, 07.12.2019

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Bei Frauen kommt "Ballboo" gut an

Absberger Erfinder des Nasen- und Ohrhaarrasierers plant für sein Produkt eine Crowdfunding-Aktion - 20.10.2019 07:00 Uhr

Er ist Schreinermeister, Imker, Firmengründer und Erfinder: Tobias Wagner aus Absberg mit dem Nasen- und Ohrhaarrasierer „Ballboo“. © Hanna Greta Schmidt


Dabei geht es Wagner nicht so sehr um die monetäre Seite einer solchen Aktion zur "Schwarmfinanzierung", vielmehr will er sein Produkt noch bekannter machen. Zu bieten hat der 42-Jährige eine etwas haarige Angelegenheit, und das im wahrsten Sinne des Wortes: Im Dezember 2017 gründete er die Firma Shaveball und brachte seinen Nasen- und Ohrhaarrasierer "Ballboo" auf den Markt. Mithilfe der kleinen, kugelförmigen und sehr scharfe Klinge kann man sich ganz ohne Strom von lästigen kleinen Härchen befreien.

Hintergrund für seine Erfindung waren seine eigenen Erfahrungen: Die Nagelschere war ihm zu umständlich geworden, mit einer Pinzette verletzt man leicht die Schleimhäute. So machte er sich mit einer gehörigen Portion Idealismus ans Werk und tüftelte sieben Jahre lang an seinem kleinen Gerät aus medizinischem Stahl, bis er damit zufrieden war und "unter die Leute ging". "Ballboo" aus Kunststoff herzustellen oder in Kunststoff zu verpacken, war für Wagner nie ein Thema.

Da er den Rasierer überwiegend verschickt, musste auch eine passende und umweltfreundliche Verpackung her. Hochwertig, nachhaltig und regional sollte sie sein. Kurzerhand steckte er den "Ballboo" in eine silberne Zigarrenhülse, die in den Werkstätten von Regens Wagner Absberg mit dem Firmenlogo bedruckt wird. Dazu fertigt Wagner – als gelernter Schreiner kein Problem – Etuis aus Holz an. Kurze Wege, das macht er im Gespräch klar, sind ihm ein großes Anliegen

In der Region hat er sich mit seinem Produkt mittlerweile einen Namen gemacht – etwa auf dem Kunsthandwerkermarkt in Großbreitenbronn, dem Seenlandmarkt in Absberg oder auch dem StijlMarkt in Nürnberg. "Vor allem die Frauen sind sehr offen für Ballboo", erzählt der Start-up-Unternehmer, der daher längst nicht nur Männer zu seinen Kunden zählen darf. "Die jüngste Kundin ist 17, die älteste 84."

Die Stückzahl erhöhen

Nun sei es Zeit, sein kleines Unternehmen weiter zu entwicklen und auszubauen, die Produktionsabläufe zu optimieren und schließlich die Stückzahl zu erhöhen. Crowdfunding heißt hier das Zauberwort, über das der Absberger die Finanzierung in Angriff nehmen will. Bis Mitte November können Interessierte über die Plattform Startnext ihr Scherflein dazu beitragen. "Einsteigen kann man ab einem Cent, nach oben gibt es keine Grenze", grinst Tobias Wagner und verspricht kleine Gastgeschenke als eine Art Gegenleistung. "Das ist ein Geben und Nehmen", erklärt er.

Nachhaltig, hochwertig und regional: der Nasen- und Ohrhaarrasierer der Absberger Firma Shaveball. Mit Hilfe einer Crowdfunding-Kampagne soll die Vermarktung der Erfindung weiter angekurbelt werden. © Shaveball


Doch auch, wenn sein Geschäft wachsen können soll, in großen Drogerien sieht er seine Herzensangelegenheit "Ballboo" noch nicht. "Das könnte ich so aktuell gar nicht leisten", bleibt er realistisch.

InfoWer beim Crowdfunding mitmachen möchte, findet alle Informationen unter www.startnext.com/shaveball-com

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