Freitag, 22.11.2019

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Bienenpakt Altmühlfranken: Sportplätze sollen blühen

Projekt "Blühender Sportverein" auf dem Gelände des FC Aha gestartet - 27.06.2019 17:34 Uhr

Imkerverbands-Präsident Stefan Spiegl, Stefan Neuhäuser (Vorsitzender FC Aha), Claudia Menhorn von der Raiba Weißenburg-Gunzenhausen und MdL Manuel Westphal (Vordergrund, von links) nahmen vor interessiertem Publikum in Aha das Ansäen der ersten „Sport-Blühfläche“ in Angriff. © Uli Gruber


Die Idee des "Blühenden Sportvereins" sieht vor, dass brach liegende Flächen an den Rändern der jeweiligen Übungsareale als Blühwiesen genutzt werden können. MdL Westphal nahm dazu die BLSV-Kreisvorsitzende Brigitte Brand mit ins Boot. Die Funktionärin erklärte sich spontan zum Mitmachen bereit und stellte das Konzept den Vereinen im Kreis vor. Neben den "Ohmern" offenbarten die DJK Fiegenstall, der SV Unterwurmbach sowie der FSV Hechlingen Interesse an der Aktion für eine "gute Sache" und nahmen Kontakt auf zu Westphal.

Stefan Neuhäuser, einer von drei Vorsitzenden des FC Aha, erläuterte zum Auftakt: "Wir alle möchten etwas für die Artenvielfalt und den Umweltschutz leisten. Durch unsere Mitglieder und Veranstaltungen auf dem Sportgelände sind wir sicherlich ein guter Multiplikator und können auch nach außen zeigen, dass in der Region etwas für den Umweltschutz geleistet wird." Damit sprach er den anderen Vereinsvertretern wohl aus der Seele.

Darüber hinaus beteiligt sich die Raiffeisenbank Weißenburg-Gunzenhausen an dem Projekt. Für die beteiligten Vereine gibt es die Blühsamenmischungen zum Nulltarif. Entsprechend wohlwollend äußerte sich die Bereichsleiterin Marketing, Claudia Menhorn: "Wir unterstützen die Aktion des Bienenpakts sehr gerne. Schließlich soll man nicht nur über den Erhalt der Artenvielfalt sprechen, sondern auch ganz aktiv etwas dazu beitragen. Ich hoffe, dass noch viele weitere Vereine dem Beispiel folgen werden."

Übergreifende Zusammenarbeit bei Bienenpakt erwünscht

Um Verständnis, Sensibilität und einen entsprechend fairen Umgang mit den Belangen der Landwirtschaft bat der stellvertretende Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands, Erwin Auernhammer. "Die Landwirtschaft dürfe nicht allein in die Pflicht genommen werden", so seine Forderung. Im Übrigen sei der Komplex Umwelt-, Naturschutz und "Bienenpakt" bei den meisten Landwirten schon Thema gewesen, "als er noch nicht in aller Munde war". Für Stefan Spiegl, dem ehrenamtlichen Präsidenten des Bayerischen Imkerverbands, stellt die Initiative ein richtungsweisendes Signal dar. Er wünscht sich ein übergreifendes Zusammenwirken von Politik, Behörden, Verbänden und Vereinen in stetem Austausch mit den Bürgern.

In diesem Punkt dürfte Westphal dem Vertreter des Imkerverbands beipflichten. Der Meinheimer Politiker hatte noch einige Hinweise parat: "Gemeinsam mit den anderen Bienenpakt-Initiatoren stehe ich den teilnehmenden Vereinen beratend zur Verfügung. Die Blühmischung kann jetzt fünf Jahre stehen gelassen werden und bietet einen hervorragenden Lebensraum für Bienen und andere Insekten. Unsere Region geht mit gutem Beispiel voran und leistet einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität."

Mehr Informationen zu diesem Projekt gibt es auf der Homepage.

cw/uli E-Mail

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