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Center Parcs in Franken: Naturschützer wollen Ausverkauf stoppen

Landesverband des Bund Naturschutz fordert ein Verkaufsstopp - 24.10.2020 19:26 Uhr

Auf dem rund 150 Hektar großen Gelände zwischen Langlau und Brombachsee war bis Ende 2007 die Munitionsanstalt (Muna) der Bundeswehr und bis 1992 das Corps Depot der U.S. Army untergebracht. Nun will hier Center Parcs eine Ferienanlage bauen.

23.08.2020 © Limes-Luftbild.de


In dem Schreiben des BN-Landesvorsitzenden Richard Mergner beruft dieser sich auf eine erst im Oktober 2020 zwischen BImA und Umweltbundesamt vereinbarte stärkere Zusammenarbeit beim Schutz von Bundesflächen für den Naturschutz. Ebenso verweist der Bund Naturschutz auf frühere Planungen, die Muna für Ausgleichsmaßnahmen des Autobahnbaus heranzuziehen, konkret für den Ausbau der A 6.


Weiter Zoff um Center Parcs: BN-Kreisvorsitzender wirft hin


Diese vom BN zu begrüßende Zukunft des Muna-Waldes sei politisch ausgebremst worden, nachdem etwa 2017 ein Gespräch in der Bayerischen Staatskanzlei zu Center Parcs mit dem ehemaligen Landrat Gerhard Wägemann und dem ehemaligen Bürgermeister Willi Renner stattgefunden hatte. Beide waren und sind Verfechter einer Ansiedlung von Center Parcs, stellt der BN in seiner Pressemitteilung fest.

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Zu Besuch in Leutkirch: So könnte ein Center Parc am Brombachsee aussehen

Der "Center Parcs Park Allgäu" wurde im Oktober 2018 eröffnet und umfasst 1000 Ferienhäuser verschiedener Ausstattung und Größe. Auf über 180 Hektar erstreckt sich das Feriendorf, das 350 Millionen Euro kostete. Wie das Areal bei Langlau handelt es sich um eine ehemalige Munitionsanstalt. Auch deshalb kann man ihn als Vorbild für eine Center Parcs-Anlage auf dem Muna-Gelände am Brombachsee sehen.


Zwischenzeitlich durften fünf Vertreter des BN am 22. Oktober das Gelände der Muna Langlau besichtigen. Der Ortstermin habe die Vermutung bestätigt, dass es sich bei der Muna um einen schutzwürdigen Wald handele.

"Uraltbäume über bunt gemischtem Waldaufwuchs"

"Im Seenland hat der Muna-Wald eine absolute Sonderstellung, weil hier die Kiefern- und Fichtenwälder seit Jahrzehnten in Mischwälder umgewandelt wurden", so Dr. Ralf Straußberger, Waldreferent des BN. "Waldumbau und Naturverjüngung sind vorbildlich auf den Weg gebracht: Uraltbäume über bunt gemischtem Waldaufwuchs." Gerade in Zeiten der Klimakrise ist dieser Wald für den Schutz des Lokalklimas unersetzlich. Als wichtiger Kohlenstoffspeicher von weit über 100.000 Tonnen CO₂ dürfe er nicht zerstört werden.

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Center Parcs baut im Seenland: Fragen und Antworten

Der Kreistag Weißenburg-Gunzenhausen und der Zweckverband Brombachsee luden zur Infofahrt. In Leutkirchen besichtigte man den jüngsten Center Parc und bekam einige Antworten auf brennende Fragen, was die umstrittene Ansiedlung eines neuen Center Parcs am Brombachsee betraf. Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten für Sie gesammelt:


Es gehe hier um die Sicherung der Lebensgrundlagen für Mensch und Natur. Center Parcs gehe es um ein Filetstück am Brombachsee. "Vermutlich soll durch den späteren Verkauf der Häuser an Private das große Geld verdient werden. In keinem Wohnbaugebiet des Landkreises ließen sich solche großen Wohnbaugrundstücke durchsetzen. Nur über solch ein Projekt wäre das möglich. Letztlich geht es hier um den Ausverkauf der Heimat", so Brigitte Löffler, Vorsitzende der BN-Kreisgruppe Weißenburg-Gunzenhausen.


Säuberung der Muna in Langlau wird teurer


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