Gerücht zu Brücke nicht bestätigt

Cold Case noch nicht gelöst: Suche nach Lieselotte Lauer geht weiter

Isabel-Marie Köppel
Isabel-Marie Köppel

Lokalredaktion Gunzenhausen

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22.11.2021, 12:47 Uhr
Dietmar Kroepel mit Flintstone: Die Sucheinsätze kosten auch dem Knochen-Spürhund viel Kraft.

Dietmar Kroepel mit Flintstone: Die Sucheinsätze kosten auch dem Knochen-Spürhund viel Kraft. © Isabel-Marie Köppel, NN

"Sie waren den ganzen Tag unterwegs. Mit dem Einbruch der Dunkelheit und der zunehmenden Erschöpfung des Hundes wurde die Suche abgebrochen", teilt Polizeisprecher Michael Petzold mit. Zu einem späteren Zeitpunkt soll diese aber fortgesetzt werden: "Dafür müssen wir noch einen Termin vereinbaren. Flintstone ist ja ein gefragter Hund."

Ausgangspunkt für die Suchaktion war der Gunzenhäuser Ortsteil Aha. Zu Beginn gingen Dietmar Kroepel und sein Hund Flintstone ein Stück die Bundesstraße 13 in Richtung Unterasbach entlang. Der Altdeutsche Hütehund hat bemerkenswerte Fähigkeiten und kann Knochen noch in mehreren Metern Tiefe erschnüffeln. 24 Funde könne er für die Polizei schon vorweisen.

Die abgesuchte Straße wurde vor 30 Jahren gebaut, Lieselotte Lauer verschwand vor über 29 Jahren am 1. Juli 1992. "Im Gebiet rund um Aha", so Petzold, fand die Suche statt - genauer wollte er nicht werden. Und auch bei der nächsten Absuche liege dieser Bereich im Fokus.

Polizei bestätigt Brücken-Gerücht nicht

Dass der Knochen-Spürhund besonderes Interesse an einer 1992 gebauten Brücke gezeigt haben soll, wie die Bild berichtet, will Petzold nicht bestätigen. Er stellt klar, dass auch die Kollegen der Bild - wie alle anderen Journalistinnen und Journalisten - die Suchaktion nicht begleiten durften. "Wenn wir etwas Stichhaltiges hätten, dann würden wir das jetzt auch sagen", so der Polizeisprecher. Nur weil der Hund etwas angezeigt hat, muss das nicht gleich etwas bedeuten, schätzt Petzold die Lage ein.

Flintstone habe zwar eine sehr hohe Trefferquote von über 90 Prozent, wie Herrchen Kroepel am Samstag sagte, doch er erklärte auch, dass es meistens ein Prozess sei, "und den muss man interpretieren". In den seltensten Fällen sei es so eindeutig, dass der Hund sofort laut losbelle oder gar nicht reagiere. Dennoch kursiert auch in der Bevölkerung schon seit langem das Gerücht, das Lieselotte Lauers Leichnam damals in eine Brücke einbetoniert wurde.

Nachdem der ungelöste Fall um Lissy Lauer, die damals in Haundorf lebte, vergangenen Mittwoch bei "Aktenzeichen XY... ungelöst" ausgestrahlt wurde, sind laut Petzold mittlerweile gut 30 Hinweise zu dem Cold Case eingegangen.

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