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Corona: Diese Regeln gelten jetzt am Klinikum Altmühlfranken

Häuser in Gunzenhausen und Weißenburg erlassen strengere Besuchsregeln - 23.10.2020 06:03 Uhr

Erstmals seit Monaten wieder mit Corona-Patienten beschäftigt: Im Gunzenhäuser Krankenhaus liegen derzeit zwei Infizierte, im Haus in Weißenburg ist es, Stand gestern, ein einziger.

22.10.2020 © Foto: Julia Kamann


Patienten dürfen ab Samstag, 24. Oktober, nur noch einen – absolut symptomfreien – Besucher pro Tag für maximal eine Stunde empfangen. Und das auch nur zwischen 14 und 19 Uhr. Währenddessen muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, und jeder Besucher muss sich beim Rein- und Rausgehen registrieren. Eine Ausnahme gibt es für Väter, die ungehindert im Kreißsaal, gegebenenfalls im OP und der Entbindungsstation dabei sein dürfen. Sie müssen eine FFP2-Maske tragen, die sie vor Ort bekommen. Alle Regelungen gelten für beide Standorte in Gunzenhausen und Weißenburg.


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Für Patienten, bei denen die Krankenhäuser eine Covid-19-Erkrankung noch nicht ausschließen können, gilt ein Besuchsverbot. "Wir testen jeden stationären Patienten und wer mit Termin kommt, muss sich zwei Tage vorher testen lassen", erklärt der Vorstand des Klinikums, Christoph Schneidewin. Neben dem Personal müssen auch alle Patienten eine Maske tragen. Zum Auswerten der Tests arbeitet das Klinikum mit zwei Laborpartnern zusammen.

"Die erste Welle haben wir gut überstanden"

"Die erste Welle im Frühjahr haben wir gut überstanden", sagt Schneidewin. Monatelang musste nun kein Covid-19-Fall mehr in einem der beiden Häuser behandelt werden. Aktuell liegen zwei Corona-Patienten in Gunzenhausen und einer in Weißenburg – alle auf Normalstation, so der Vorstand. Man habe mit steigenden Zahlen in naher Zukunft gerechnet, doch noch machten sich diese in den Krankenhäusern nicht bemerkbar. Ab fünf Corona-Patienten pro Haus richtet das Klinikum Altmühlfranken eine Isolationsstation ein, wo diese gesammelt von einem festen Team betreut werden.

Erwartet die „zweite Welle“: Klinikums-Vorstand Christoph Schneidewin.

22.10.2020 © Foto: Barbara Formann


Mittlerweile sind alle 16 Intensivbetten, die sich je zur Hälfte auf die beiden Standorte aufteilen, mit einem Beatmungsgerät ausgestattet. Genügend Personal, das die normale Anzahl an Intensivpatienten betreuen kann, sei auch vorhanden. Aber Schneidewin betont auch: "Alles hat seine Grenzen, das ist klar."

Doch das Klinikum hat Ärzte in der Hinterhand, die aushelfen könnten, falls sich die Situation zuspitzen sollte. Die Einrichtung könne auf niedergelassene oder Ärzte im Ruhestand zurückgreifen, so Schneidewin. Zudem habe man andere Mitarbeiter, etwa aus dem OP-Bereich, auf Intensiv geschult, "sodass wir eine Versorgung sicherstellen können". Maßnahmen wie im Frühjahr, dass OPs verschoben werden oder Ähnliches, gibt es derzeit noch nicht. "Wenn es aber zu einer großen Zahl an Intensivpatienten kommt, müssen wir die Sachlage neu bewerten", sagt der Vorstand.

Desinfektionsmittel und Schutzausrüstung sind ausreichend vorhanden, lediglich bei speziellen Untersuchungshandschuhen mit längeren Stulpen gibt es einen Engpass – da ist der Markt generell leer, weiß der Klinik-Chef. Die Ausrüstung ist nach wie vor teuer, aber im Vergleich zum Frühjahr sind die Preise wieder etwas gesunken.

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In bayerischen Regionen mit hohen Corona-Zahlen gelten strikte Beschränkungen für private Kontakte. Zudem wird die Maskenpflicht in den betroffenen Städten und Landkreisen deutlich ausgeweitet. Das hat das Kabinett am 15. Oktober 2020 beschlossen und eine Woche später um eine weitere Warnstufe erweitert.


Um die Mitarbeiter zu schützen, tragen alle im direkten Umgang mit Patienten FFP2-Masken, und die allgemeinen AHA-Regeln würden ebenfalls alle beachten, so Schneidewin. Bei Bedarf werde auch das Personal auf das Coronavirus getestet.


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