19°

Samstag, 08.08.2020

|

Dachstuhl brennt aus: Hoher Schaden in Gunzenhausen

Keine Verletzten - Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen - 08.06.2017 07:41 Uhr

Ein Raub der Flammen wurde der Dachstuhl dieses Einfamilienhauses in Gunzenhausen. Die drei Bewohner des Hauses konnten sich selbst aus dem brennenden Gebäude retten.

© Andreas Seegmüller


Die Freiwillige Feuerwehr Gunzenhausen war gegen 0.15 Uhr alarmiert worden und rückte innerhalb kürzester Zeit mit drei Löschfahrzeugen und der Drehleiter aus. Gleichzeitig veranlassten die zuerst eingetroffenen Kräfte wegen des weit fortgeschrittenen Brandes und der hoch aus dem Dachstuhl schlagenden Flammen eine Nachalarmierung der Frickenfelder Kollegen, die ihrerseits rasch mit einem Löschfahrzeug an der Einsatzstelle eintraf und vor Ort wertvolle Atemschutzunterstützung leistete.

Die Bewohner des brennenden Hauses, darunter zwei Kinder, konnten sich glücklicherweise aus eigener Kraft und unbeschadet rechtzeitig in Sicherheit bringen und kamen bei Nachbarn unter.

Bilderstrecke zum Thema

150.000 Schaden nach Dachstuhlbrand in Gunzenhausen

Ein Feuer im Dachstuhl eines Einfamilienhauses im Gunzenhausen hat das Gebäude schwer beschädigt. Der Brand war in der Nacht zum Donnerstag aus zunächst ungeklärter Ursache im Dachgeschoss ausgebrochen. Verletzt wurde niemand.


Trotz der schnell eingeleiteten Löschmaßnahmen wurde das Dachgeschoss von den Flammen komplett zerstört. Eine weitere Ausbreitung des Feuers auf die darunter liegende Wohnung oder gar auf Nachbarhäuser konnten die insgesamt rund 50 Feuerwehrmänner und -frauen um Kommandant Swen Müller jedoch mit ihrem beherzten Eingreifen verhindern. Durch die schwierige bauliche Situation zogen sich die Nachlöscharbeiten und Bekämpfung der letzten Glutnester bis in die Morgenstunden hin.

Zur Einsatzunterstützung und Absicherung befanden sich auch zehn Kräfte des Rettungsdienstes und der Bereitschaft Gunzenhausen vor Ort. Kreisbrandinspektor Eduard Ott und Kreisbrandmeister Matthias Endres machten sich vor Ort ein Bild von der Lage.

Am Morgen kräuselt nur noch ein kleiner Rauchfaden aus dem Dachstuhlgerippe. Die zur Brandwache zurückgebliebenen Einsatzkräfte sitzen zum Teil erschöpft am Straßenrand. Ihre Aufgabe ist es nun, bei Bedarf nachzulöschen und mögliche Glutnester zu beseitigen.

Dass es schon 8 Uhr ist, ist den wenigsten bewusst. "Das geht so schnell, da vergeht die Zeit im Flug“, erzählt beispielsweise Ilona Kanzler. Sie ist seit sieben Jahren Mitglied der Gunzenhäuser Feuerwehr, und dank eines verständnisvollen Arbeitgebers in der Lage, nach dieser langen Nacht nun auch noch die Brandwache mit zu übernehmen.

Auf dem Dachbodenboden überprüft ein Kollege mit Atemschutzmaske die Lage. Er muss sich absolut vorsichtig bewegen, denn der Boden wurde durch den Brand beschädigt. Welche Arbeiten noch erledigt werden müssen, das hat Gruppenführer Christian Kirchmeyer im Blick. Über die Brandursache kann auch er keine Auskunft geben, das ist, erläutert er, Sache der Kriminalpolizei. Die hat die Ermittlungen bereits aufgenommen. Der entstandene Sachschaden beträgt nach erster Schätzung circa 150.000 Euro.

 


Hier geht es zu allen aktuellen Polizeimeldungen.


 

ANDREAS SEEGMÜLLER/MARIANNE NATALIS/schiem E-Mail

Seite drucken

Seite versenden


weitere Meldungen aus: Gunzenhausen