Samstag, 07.12.2019

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Erfolge in der Rosenau

Bei den Bayerischen Meisterschaften in Augsburg räumen Amelie-Sophie Lederer und Oliver Naaß ab - 17.07.2019 06:56 Uhr

Amelie-Sophie Lederer bleibt Bayerns „Speed-Queen“. Bei den Bayerischen Meisterschaften in Augsburg sicherte sich die Sprinterin aus Ornbau die Titel über die 100 und 200 Meter. © Foto: Theo Kiefner


Bei den Frauen enteilte die für das LAC Quelle Fürth startende Lederer zunächst am ersten Wettkampftag im altehrwürdigen Augsburger Rosenaustadion der Konkurrenz über 100 Meter und stand mit einer Zeit von 11,60 Sekunden ganz oben auf dem Stockerl. Am zweiten Tag ließ die 25-jährige Sprinterin auch über die 200 Meter nichts anbrennen und holte in 23,97 Sekunden den Titel. Damit kam sie allerdings nicht ganz an ihre Zeit aus dem Vorlauf (23,66) heran.

Waren die Auftritte von Amelie-Sophie Lederer aufgrund der Leistungen im Vorfeld (wir berichteten) nicht die größte Überraschung, kann man die Darbietung von Oliver Naaß doch als solche interpretieren.

Die Saison 2019 lief für Oliver Naaß (hier in einem anderen Wettbewerb) nicht rund, doch in Augsburg platzte der Knoten. Mit 4,90 Metern wurde der Haundorfer Bayerischer Meister im Stabhochsprung. © Foto: Theo Kiefner


"Nicht so toll gelaufen" seien die Wettkämpfe in der Freiluftsaison 2019 bislang, sagt Oliver Naaß über seine bisherigen Auftritte. 4,77 Meter bei einem Wettkampf am Tegernsee waren die Bestleistung des Haundorfers in diesem Jahr. Doch in Augsburg zeigte der TV-Springer sein Potenzial. Mit einer starken Höhe von 4,90 Metern räumte er den Titel Bayerischer Meister bei den Männern ab. Dabei kam der 19-Jährige schwer rein in den Wettbewerb, "bei 4,60 Meter hatte ich schon sechs Sprünge", berichtet Naaß. Doch die spätere Siegerhöhe von 4,90 Meter meisterte er im zweiten Versuch – und scheiterte dann nach eigener Aussage dreimal nur relativ knapp an den fünf Metern. Sein Konkurrent Julian Meuer von TSV Gräfelfing übersprang zwar ebenfalls die 4,90 Meter, aber eben erst im dritten Anlauf.

"Je mehr Sprünge, desto besser"

Die fünf Meter wären dann auch die Krönung gewesen, war Oliver Naaß doch schon mit den 4,90 Metern hörbar zufrieden. Denn bei dieser Höhe liegt die persönliche Bestleistung des Studenten, aufgestellt allerdings unter dem Hallendach. Im Freien sprang er noch nie so hoch, das Resultat vom vergangenen Sonntag war also zugleich die persönliche Freiluft-Bestleistung und auch die beste Leistung in dieser Saison.

Warum es in Augsburg besser lief als in den Wettkämpfen zuvor? "Die Sprünge davor waren von der Höhe her auch nicht so schlecht, mir hat es nur an der Tiefe gefehlt, deshalb habe ich die Stange gerissen", sagt Naaß, "und je mehr Sprünge ich mache, desto besser wird es immer."

Das lässt den Stabhochspringer des TV Gunzenhausen freilich für die nächsten Wettkämpfe hoffen. Am kommenden Wochenende steht die Bayerische Meisterschaft der U 23-Junioren in Regensburg auf dem Plan, am 27. Juli tritt Oliver Naaß bei der Deutschen Meisterschaft der U 20-Junioren in Ulm an.

Mathias Hochreuther Altmühl-Bote E-Mail

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