Mittwoch, 11.12.2019

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Erfolgreiche Saison für das Naturfreibad in Merkendorf

Viele Badegäste und Wohnmobilfreunde haben die Weißbachmühle für sich entdeckt - 31.08.2019 12:15 Uhr

Die Wellenrutsche ist nach wie vor der Renner bei den Kindern. Die völlig entspannte Atmosphäre im Naturfreibad – egal ob am Strand, im Wasser oder auf der Seeterrasse – ist bei den Gästen gut angekommen. Vor allem die Wohnmobilfreunde haben die Einrichtung für sich entdeckt. © Axel Mai


Rund zehn Jahre hatten die Verantwortlichen an der Neugestaltung des Merkendorfer Naturfreibades gefeilt, es war für Popp eine echte "Herzensangelegenheit". Nun ist das runderneuerte und im Juni 2018 offiziell eröffnete Freizeitzentrum etabliert und wird gern angenommen. Freilich sind heuer nicht ganz so viele Besucher gekommen wie im vergangenen Eröffnungsjahr.

Keine Wasserprobleme

Das liegt laut Popp zum einen daran, dass der Reiz des Neuen ein wenig verflogen ist, zum anderen aber auch am Wetter: Der lange Vorjahressommer konnte nicht getoppt werden. Doch Popp ist trotzdem mehr als zufrieden: "Jetzt hatten wir genau das Besucherszenario, das wir uns von Anfang an gewünscht haben."

Denn auf den Liegenwiesen und am Sandstrand herrschte eine völlig entspannte Atmosphäre, und der Wasserqualität hat die Situation auch ganz gut getan. Wöchentlich werde das Badewasser untersucht, so Popp, und zusätzlich nähmen Mitarbeiter des Landratsamts Ansbach Proben. Es habe aber keinerlei Probleme gegeben.

Wie viele Besucher genau das Freizeitzentrum mit seinem Zelt- und Wohnmobilplatz besucht haben, kann nicht ermittelt werden, weil es ohne Eintritt offen zugänglich für jedermann ist. Aber die Gebühren für die Autostellplätze, die Camper und Wohnmobilisten sind ein gewisser Anhaltspunkt. So haben vor allem die Wohnmobilfreunde das Bad für sich entdeckt. Es gab mehr denn je, der vorgesehene Stellplatz hat oft gar nicht ausgereicht.

Popp schätzt, dass es in dieser Saison rund 2000 Übernachtungen von Fahrzeugen geben wird. Geht man davon aus, dass jeweils zwei Personen im Mobil wohnen, wären das insgesamt etwa 4000 Besucher. Noch Kapazitäten frei sind auf dem Jugend- und Familienzeltplatz. Hier rechnet der Bürgermeister in dieser Saison mit etwa 5000 Übernachtungen. Das ist mehr als im Vorjahr, könnte aber laut Popp noch ausgebaut werden. Auf diesem Platz tummeln sich viele Gruppen, angefangen von Sportvereinen und Jugendfeuerwehren bis hin zu Kindergartengruppen und Musikvereinen. Aber auch viele Familien campieren dort, und nicht selten wird das Areal für große familiäre Treffs mit gleich mehreren Zelten genutzt. Popp: "Das ist ja auch ein tolles Erlebnis für Leute aus der Stadt mitten in der Natur und direkt am Wasser."

Auch wer das Naturerlebnis sucht, kommt im Freizeitzentrum Weißbachmühle auf seine Kosten. © Axel Mai


Die Besucherzahlen speziell für das Bad können in gewissem Maße auch anhand der Parkgebühren für die Autos geschätzt werden. Grob gerechnet kommt Popp so auf rund 9000 autofahrende Gäste, allerdings sind die vielen Fahrradfahrer, Fußgänger und Motorradfahrer dabei immer noch nicht erfasst.

Doch was hat sich in diesem Sommer im Freizeitbad verändert? Ganz offensichtlich sind es eben die Kraftfahrzeugstellplätze, die nun viel mehr Raum außerhalb des Geländes einnehmen. Neu ist auch der Ordnungsdienst im Freizeitzentrum. Zwei Leute plus zusätzliche Helfer schauen bei Hochbetrieb an den Sprungtürmen und der Rutsche nach dem Rechten, sind auf dem Zeltplatz Ansprechpartner, schreiben Parksünder auf oder helfen bei Arbeiten am Wasser. Der Plan, eine Gruppe der Wasserwacht neu ins Leben zu rufen, hat sich laut Popp jedoch "leider nicht realisieren lassen".

Gymnastik und Musik

Aber es gibt ja noch andere Projekte, die nach Ansicht des Bürgermeisters im Freizeitbad möglich wären. So hat sich etwa die Wassergymnastik, die zweimal pro Woche angeboten wird, gut eingespielt. Auch der kleine Musikabend mit einer Abordnung des Ansbacher Akkordeonorchesters war ein Erfolg. Solche oder ähnliche Aktionen ließen sich noch ausbauen, ist Popp sicher. Denkbar wäre seiner Meinung nach beispielsweise, das Badareal für Ferienprogramme zu nutzen oder überhaupt Jugendangebote zu installieren. Darüber hinaus wäre es ihm ein Anliegen, Kinder, die nicht schwimmen können, zu schulen.

Als Bürgermeister wird er all das gleichwohl nicht mehr ins Rollen bringen, denn in der nächsten Freibadsaison hat er dieses Amt nicht mehr inne. Hans Popp wird dann vielmehr "nur" noch Badegast sein. Aber sein Plan steht: "Als Rentner gehe ich jeden Morgen zum Schwimmen ins Bad."

PETRA MAI E-Mail

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