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Fränkisches Seenland: Schweres Corona-Jahr, dennoch glimpflich davongekommen

Übernachtungen sind um 20 Prozent zurückgegangen - 30.12.2020 17:16 Uhr

Das Fränkische Seenland, hier der Strand der Absberger Badehalbinsel, hatte touristisch gesehen einen guten Hochsommer. Vorher jedoch ging der Fremdenverkehr wegen der Pandemie stark zurück. Diese Verluste waren nicht mehr wettzumachen. Unser Bild stammt vom August.

28.12.2020 © Foto: Christian Pohler


Das zu Ende gehende Jahr stellte die Urlaubsregion vor große Herausforderungen, so Geschäftsführer Hans-Dieter Niederprüm. Rund 20 Prozent weniger Übernachtungen wurde verzeichnet. Dennoch stellte Niederprüm fest: "Im bayernweiten Vergleich stehen wir gut da." In ganz Bayern brachen die Übernachtungszahlen von Januar bis September 2020 um über 35 Prozent ein, in Franken waren es sogar mehr als 37 Prozent. "Es hätte noch deutlich schlimmer kommen können", kommentierte Niederprüm diese Zahlen.


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Während der Lockerungen im Sommer sei es dem Fränkischen Seenland sogar gelungen, seine Trümpfe voll auszuspielen und neue Gäste zu gewinnen. So stiegen im Juli die Übernachtungszahlen um 4,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Damit gehörte die Urlaubslandschaft zu den fünf deutschen Regionen mit der positivsten Entwicklung.

Großes Interesse am Fränkischen Seenland

Die Zugriffszahlen der Website belegen außerdem eindrucksvoll das große Interesse am Urlaub im Fränkischen Seenland: Noch nie waren sie so hoch wie 2020. Bei den Tagesausflüglern wirkte sich vor allem der Wegfall des in normalen Jahren umfangreichen Veranstaltungsprogramms rund um die Seen negativ aus. Viele Gäste begeisterten sich aber für andere Angebote in der Region, so der Geschäftsführer. Vor allem Wandern, Radeln sowie der Besuch von Landschafts- und Naturattraktionen standen heuer bei den Ausflüglern hoch im Kurs.

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"Trotz der Verluste blicken wir optimistisch in die Zukunft", erklärte Niederprüm. Das gelte auch bei der Messeplanung. Einige große Messen wurden zwar bereits abgesagt oder verschoben, im März und April ist der Messekalender dennoch voll. Unter anderem will sich das Fränkische Seenland auf der virtuell stattfindenden ITB Berlin, auf der Messe f.re.e in München und auf dem Mannheimer Maimarkt präsentieren. Für den 13. und 14. März ist die zwölfte Infobörse des Fränkischen Seenlands geplant.


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Im Mai brechen die Seenland-Mitarbeiter – wenn alles gut läuft – wieder zu einer Werbetour auf. Dann wird der Tourismusverband einen Mitgliedsort mehr bewerben, denn Burgsalach wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung neu aufgenommen.

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