Es gab stehende Ovationen

Für 19 Jahre Amtszeit als Bürgermeister: Stefan Maul geehrt

20.9.2021, 16:08 Uhr
Urkunde und Ehrentitel für Stefan Maul (rechts): Die 2. Bürgermeisterin Mitteleschenbachs, Kerstin Seitz-Knechtlein, und Rathauschef Stefan Bußinger zeichnen den neuen Alt-Bürgermeister aus.

Urkunde und Ehrentitel für Stefan Maul (rechts): Die 2. Bürgermeisterin Mitteleschenbachs, Kerstin Seitz-Knechtlein, und Rathauschef Stefan Bußinger zeichnen den neuen Alt-Bürgermeister aus. © Foto: Alexander Biernoth

In der Mönchswaldhalle erhielt der ehemalige Rathauschef von seinem Nachfolger Stefan Bußinger die Ernennungsurkunde zum "Altbürgermeister" überreicht. Außerdem wurde ihm der Ehrenteller der Gemeinde verliehen. Ansbachs Landrat Jürgen Ludwig hielt die Laudatio auf den am 30. April 2020 ausgeschiedenen Maul.

Er erinnerte daran, dass dieser im Januar 2001 im Alter von 31 Jahren zum Bürgermeister gewählt wurde. Die Neuwahl außerhalb des Wahlturnus war nötig gewesen, weil Bürgermeister Erich Zabold verstorben war. Drei weitere Male wurde Maul mit großen Mehrheiten im Amt bestätigt.

Ludwig sagte, dass Stefan Maul nach einer Ausbildung als Industriemechaniker und dem Grundwehrdienst als Diplom-Verwaltungsfachwirt im Landratsamt Nürnberger Land in Lauf tätig war. Er würdigte besonders, dass Maul die Aufgabe als Bürgermeister im Ehrenamt neben seinem Hauptberuf beim Bezirk Mittelfranken ausgeübt habe.

In seiner Amtszeit wurde eine Reihe von Projekten in Mitteleschenbach verwirklicht. Als Beispiele nannte der Landrat die Sanierung des Rathauses, die Erweiterung und Sanierung der Kindertagesstätte, die Sanierung der Mönchswaldhalle und des Feuerwehrgerätehauses sowie die Ausweisung von Baugebieten.

Auch in der kommunalen Allianz Altmühl-Mönchswald-Region habe er sich eingebracht. Seit 2002 ist Stefan Maul auch Mitglied des Ansbacher Kreistages und immer noch, so betonte Ludwig, im Arbeitsausschuss des Kreisjugendhilfeausschusses federführend tätig. Mauls Nachfolger Stefan Bußinger sagte, dass das Bürgermeisteramt eine "Herzensangelegenheit" für Stefan Maul war. Er dankte seinem Vorgänger für "vorbildliche Tüchtigkeit".

Mit Sachverstand, Herzblut, Gelassenheit und auch einer Prise Humor steht er seit vielen Jahren als ehrenamtlicher Bürgermeister im Dienste der Gemeinde Mitteleschenbach, will 2020 für den Posten aber nicht mehr kandidieren: Stefan Maul.

Mit Sachverstand, Herzblut, Gelassenheit und auch einer Prise Humor steht er seit vielen Jahren als ehrenamtlicher Bürgermeister im Dienste der Gemeinde Mitteleschenbach, will 2020 für den Posten aber nicht mehr kandidieren: Stefan Maul. © Foto: Margit Schachameyer

Das Wohl der Gemeinde sei bei all seinen Überlegungen im Vordergrund gestanden. Bereits im Juli 2020 habe der Gemeinderat die Verleihung des Titels "Altbürgermeister" an Maul, den Bußinger als "Bürgermeister aus Berufung" bezeichnete, beschlossen. Zusammen mit der Zweiten Bürgermeisterin Kerstin Seitz-Knechtlein überreichte Bußinger nicht nur die Ernennungsurkunde, sondern auch den Ehrenteller der Gemeinde.

Es war ihm eine Ehre

Der katholische Ortspfarrer Michael Harrer dankte Maul für die "schöne und wunderbare Zeit", die er in siebeneinhalb Jahren mit ihm in Mitteleschenbach haben durfte. Wolframs-Eschenbachs Bürgermeister Michael Dörr, der derzeit der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Wolframs-Eschenbach vorsitzt, zu der auch Mitteleschenbach gehört, erinnerte, dass Stefan Maul von 2002 bis 2008 und von 2014 bis 2020 der VG vorsaß. In der über 19-jährigen Amtszeit Mauls habe sich die Einwohnerzahl der VG von 4300 auf über 4800 Bürger erhöht. Der Merkendorfer Altbürgermeister Hans Popp würdigte den Einsatz Mauls für die kommunale Allianz Altmühl-Mönchswald-Region.

Maul sei stets ein Motor der Allianz gewesen. Seinem Nachfolger habe Maul, so Popp, "einen sauberen Stall" hinterlassen. Frederic Rockefeller vom Karnevalsverein Mönchswaldfüchse würdigte, als "Mutter Bavaria" verkleidet, im Namen der Vereine Mitteleschenbachs den Einsatz Stefan Mauls für das gesellschaftliche Leben in der Gemeinde. Der Geehrte selbst betonte in seiner Dankesrede, dass er das Bürgermeisteramt mit Leidenschaft ausgeübt und seine "Kraft so gut es ging" eingesetzt habe. Die Zuschauer lauschten gebannt. Mit den Worten "Es war mir eine Ehre" trat er von der Bühne ab, und die Teilnehmer der Abschiedsfeier spendeten Stefan Maul minutenlangen stehenden Applaus.

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