Ehrenamtliches Engagement

Für schnelle Erste Hilfe auf der Gunzenhäuser Kerwa ist gesorgt

13.9.2022, 06:00 Uhr
Kurz vor der Gunzenhäuser Kerwa liefen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren.

© Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit Kurz vor der Gunzenhäuser Kerwa liefen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren.

Bereits vor Wochen hat Bereitschaftsleiter Paul Pfeifer mit den ersten Planungen für den Sanitätsdienst begonnen. "Für uns ist dieser Dienst der längste des Jahres und bedeutet auch einen großen logistischen Aufwand", so der Notfallsanitäter. An insgesamt neun Tagen werden die Ehrenamtlichen bis spät in die Nacht vor Ort sein, denn wenn der Festplatz und die Fahrgeschäfte laufen, sind die Sanitäter auch da.

Und dabei bekommt keiner der Ehrenamtlichen für diese Arbeit Geld. Der Bereitschaftsleiter erklärt, dass "für die gesamte Leistung der Bereitschaften keine Aufwandsentschädigung oder ähnliches gezahlt wird. Die Mitglieder machen das zu hundert Prozent freiwillig."

Vorplanung essenziell

Umso bemerkenswerter ist es, dass am Wochenende - an den einsatzreichsten Tagen - bis zu zwölf Sanitäter gleichzeitig im Dienst sind. Dies ist aber auch notwendig, denn es können sich an einem gut besuchten Abend bis zu 8500 Besucher gleichzeitig am Platz und in den Bierzelten aufhalten.

Bei einem solchen großen Einsatz muss aber auch alles durchdacht und vorgeplant sein. Die Verpflegung und die Getränke müssen organisiert werden, das Sanitätszelt muss aufgebaut und bestückt werden, der Nachschub muss organisiert werden. "Ohne ein tatkräftiges Team im Hintergrund geht das gar nicht", hebt Pfeifer hervor. "Corona hat auch bei uns seine Spuren hinterlassen, deswegen sind wir über jede helfende Hand dankbar", so die Leitungskraft weiter.

Die Bereitschaft Gunzenhausen kann zwar den Dienst aus eigener Kraft stemmen, dabei ist die Einheit aber an ihrer Grenze. Bereits über den Sommer mussten bei den Sanitätsdiensten immer wieder Sanitäter aus anderen Städten in Gunzenhausen aushelfen.

Auch das ist einer der Gründe, warum das Rote Kreuz dieses Jahr keinen Glückshafen auf der Kirchweih dabei hat. Aus organisatorischen, aus technischen Gründen, aber auch aus personellen Gründen können die Rotkreuzler keinen Glückshafen mehr stellen. Die Sanitäter vor Ort freuen sich aber trotzdem über eine kleine Spende.


Wer Interesse an der Arbeit der Ehrenamtlichen hat kann sich hier informieren - oder lässt sich vor Ort auf der Kirchweih mal die Arbeit genauer erklären. Auch neue Helfer sind jederzeit gesucht.

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