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Freitag, 18.10.2019

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Großalarm in Haundorf - zu Übungszwecken

Über 200 Helfer von Feuerwehr, BRK und Hubschrauberstaffel probten den Ernstfall - 07.10.2019 06:02 Uhr

Wasser marsch: Am Nachmittag übten die Feuerwehrkräfte, beobachtet von vielen Schaulustigen (links im Hintergrund) einen Löschangriff. © Andreas Seegmüller


Grund des Großeinsatzes war eine angenommene Verpuffung in einem Jugendzeltlager im Waldgebiet zwischen Haundorf und Leidingendorf. Die sehr realitätsnahe Lage forderte den Hilfsorganisationen ihr ganzes Können ab und beschäftige die Helfer für rund zwei Stunden.

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Haundorf: Einsatzkräfte probten den Ernstfall

Über 200 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr, des Bayerischen Roten Kreuzes und der Polizeihubschrauberstaffel Bayern probten in und um Haundorf den Ernstfall. Angenommen wurde eine Verpuffung in einem Jugendzeltlager, das in einem Waldgebiet zwischen Haundorf und Leidingendorf.


Geplant und organisiert hatte die Übung Peter Herchenröther, der seit Jahren selbst Mitglied mehrerer Hilfsorganisationen ist und daher seine Kontakte bei der Vorbereitung nutzen konnte. Für seine aufwendige Ausarbeitung erntete er Lob von allen Verantwortlichen. Kreisbrandrat Werner Kastner würdigte dies vor versammelter Mannschaft, die auch aus Einsatzkräften der FFW Mitteleschenbach und den Flughelfern der Feuerwehren Schwabach und Herzogenaurach bestand.

Neben der örtlich zuständigen FFW Haundorf waren die Wehren aus Eichenberg, Gräfensteinberg, Igelsbach, Kalbensteinberg, Obererlbach und Seitersdorf vor Ort. Die Freiwillige Feuerwehr Absberg übernahm am Nachmittag in Vertretung für die Ortsfeuerwehr die Absicherung des Hubschrauberlandeplatzes. Daneben waren auch die landkreiseigene IuK-Einheit zur Unterstützung des Einsatzleiters und die ABC-Einheit für den Aufbau einer Atemschutzsammelstelle im Einsatz, ebenso Kräfte der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) zur Betreuung der Einsatzkräfte und der betroffenen Personen.

Bereits am Vormittag übten zwei Maschinen der Polizeihubschrauberstaffel sehr öffentlichkeitswirksam im Bereich des Haundorfer Weihers zusammen mit den Flughelfern die Waldbrandbekämpfung mit verschiedenen Löschwasseraußenlastbehältern. Das benötigte Löschwasser nahmen die Piloten abwechselnd aus dem Altmühlsee und beim kurzen Absetzen der Behälter am Boden im Schwebeflug über eine Schlauchleitung aus den Löschfahrzeugen der Feuerwehren auf.

Brandbekämpfung aus der Luft: Die großen Löschwasserbehälter mussten von der Feuerwehr mit Wasser aus Schlauchleitungen gefüllt werden. © Andreas Seegmüller


Einsatzleiter und Kreisbrandmeister Werner Kastner junior freute sich bei der Abschlussbesprechung am späten Nachmittag, dass mit der schnellen Versorgung der lebensecht geschminkten Verletztendarsteller und der umfassenden Waldbrandbekämpfung "das Übungsziel voll erreicht" wurde.

Diese Einschätzung teilten auch BRK-Bereitschaftsleiter Paul Pfeifer und BRK-Einsatzleiter Fabian Eisenmeier, die unter anderem mit den BRK-Bereitschaften Gunzenhausen und Hahnenkamm an der Übung mitwirkten: "Die Menschenrettung stand an erster Stelle und wurde zielgerichtet und schnell aufgenommen." Auch aus ihrer Sicht hat die Übung gut funktioniert und brachte für alle Beteiligten wertvolle Erfahrung für den Echteinsatz.

KBR Kastner, der als 2. Bürgermeister auch Karl Hertlein vertrat, bezeichnete das Szenario als "jederzeit im Echteinsatz vorstellbar". Er dankte den beteiligten Kräften sowie Martin Rieger aus dem Sachgebiet Brand- und Katastrophenschutz des Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen für die hervorragende Unterstützung.

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