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Grüne wettern gegen Center Parcs

Der Kreisverband lehnt das Ferienprojekt auf dem Muna-Gelände einstimmig ab - 05.09.2020 17:32 Uhr

Hier will Center Parcs ein Ferienparadies für bis zu 5000 Menschen schaffen: die Zufahrt zum Muna-Gelände.

04.09.2020 © Foto: Jürgen Eisenbrand


Eine Teilnehmerin habe demnach ein anschauliches Bild verwendet: "Stellt euch ein Kreuzfahrtschiff mit 4000 Urlaubern vor, das sind mehr als doppelt so viele Menschen, wie in der Gemeinde Pfofeld leben." Die Folgen für die Bevölkerung, die Umwelt und die Infrastruktur stellten, so Eschrich, eine nicht akzeptable Belastung dar.


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"Um das Klimaziel bis 2050 zu erreichen, können wir uns keine Projekte erlauben, die gewachsene Natur – Wald, verschiedene Arten von Pflanzen und Tieren – zerstören beziehungsweise einschränken, knappe Ressourcen wie Trinkwasser verbrauchen, das Verkehrsaufkommen erhöhen und damit den CO2-Ausstoß erhöhen anstatt zu reduzieren", argumentieren die Grünen. Stattdessen fordern sie die Erstellung eines nachhaltigen Tourismuskonzepts für das Fränkische Seenland unter Einbeziehung der Öffentlichkeit, der Umweltverbände und unabhängiger Sachverständiger.

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Was derzeit als Fakten präsentiert werde, sei eine "werbewirksame Präsentation von Center Parcs, deren schön klingende Aussagen wir nicht überprüfen können, da es bisher kein unabhängiges Gutachten über das Muna-Gelände gibt".

Die Aussage, wonach man froh sein solle, dass die Altlasten endlich beseitigt würden, greife nicht, denn: "Es gibt einen Verursacher und Behörden, die für die naturgerechte Instandsetzung des Geländes zuständig sind. Wir fordern daher den Bund beziehungsweise die Bayerische Staatsregierung auf, ihrer Verantwortung nachzukommen, damit eine Nutzung möglich ist."


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Der Umgang mit der Öffentlichkeit sowie die Art und Weise der politischen (Nicht-)Information der Mandatsträger während der Planung des Ferienprojekts seien einer lebendigen Demokratie nicht würdig, meinen die Landreis-Grünen: "Entscheidungen diesen Ausmaßes müssen transparent unter Wahrung der Informationspflicht erfolgen", fordern sie.

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