Donnerstag, 06.05.2021

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Gunzenhausen: Friseurtermine locken die Menschen in die Schnelltest-Zentren

Die Corona-Lage in Altmühlfranken scheint sich etwas zu stabilisieren - 29.04.2021 17:09 Uhr

Aber er bleibe vorsichtig mit Prognosen mit Blick auf die Zahlen der vergangenen Woche, dennoch gebe es "gewisse Zeichen". Warum die Neuinfektionen nach unten gehen, begründet Rank mit dem "Bündel aus Maßnahmen", das langsam greift und zu dem das Impfen zählt.

In Schulen und Altenheimen traten in letzter Zeit vereinzelte Fälle auf, diese führten aber zu keinem Ausbruchsgeschehen. "Eine Impfung gewährleistet keinen hundertprozentigen Schutz, aber die Verläufe sind dadurch weit weniger dramatisch und auch die Übertragbarkeit nimmt ab", sagt Rank. Am Donnerstag meldete das Robert Koch-Institut einen Inzidenzwert von 129,8.


Corona in Weißenburg-Gunzenhausen: Deutlicher Sprung nach unten


Im Impfzentrum in Gunzenhausen wurden bis zum 28. April 17.173 Personen erst- und 6077 Personen zweitgeimpft. Die Hausärztinnen und -ärzte konnten bisher 5539 Menschen gegen das Coronavirus immunisieren. Damit sind 23,9 Prozent der Landkreisbevölkerung einmal geimpft, informiert das Landratsamt.

Schwerpunkt liegt auf Zweitimpfungen

Seit Donnerstag verabreicht das Personal im Impfzentrum hauptsächlich die zweite Dosis, an die Menschen, die bisher das Vakzin von Astrazeneca erhalten haben. 430 Personen hatten an diesem Donnerstag einen Termin und konnten wählen, welchen Wirkstoff sie haben möchten. "Wir beraten intensiv und es sind auch mehr Ärzte vor Ort", sagt Christoph Schneidewin, der das Klinikum Altmühlfranken und somit das hiesige Impfzentrum leitet.

Unter den 100 ersten Impflingen entschieden sich 40 Prozent für den Wirkstoff von Biontech beziehungsweise Moderna, die übrigen 60 Prozent noch mal für Astrazeneca. "Das erstaunt mich jetzt ehrlich gesagt ein bisschen", sagt er angesichts der Furore und der medialen Aufmerksamkeit, die es um Astrazeneca gab.

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Die ersten erhielten ihre Spritze im Gunzenhäuser Impfzentrum

Das Corona-Impfzentrum für den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen hat in Frickenfelden im ehemaligen Altmühl-Center seinen Betrieb aufgenommen. Zunächst können aber nur 200 Menschen geimpft werden, da nicht mehr Vakzin vorhanden ist. Die erste Aktionen fand am Dienstag, 12. Januar statt. Betreiber ist das Klinikum Altmühlfranken.


Nächste Woche erwartet der Landkreis eine Lieferung mit rund 3700 Impfdosen. Die Immunisierung der Priorisierungsgruppe 2, also insbesondere der Über-70-Jährigen, sind am Impfzentrum nahezu abgeschlossen. Termine für die dritte Gruppe, neben Personen mit speziellen Vorerkrankungen oder bestimmten Berufen die 60- bis 69-Jährigen, wird es aber erst frühestens in zwei Wochen geben, da sich derzeit auf die Zweitimpfungen konzentriert wird, so Schneidewin.

Fünf Personen auf der Intensivstation

In den beiden Häusern des Klinikums Altmühlfranken werden derzeit 26 Personen in Verbindung mit Covid-19 behandelt, fünf davon liegen auf der Intensivstation, weiß Schneidewin. "Mit unseren Kapazitäten kommen wir derzeit zurecht, der Regelbetrieb findet weitestgehend statt", fügt er an und weist auf die nach wie vor große Belastung für das Krankenhaus-Personal hin.


Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen: Hier gibt's Schnelltests


Das Klinikum ist ebenfalls der Betreiber von vier Schnelltest-Zentren in Altmühlfranken, das jüngste ging erst am Donnerstag in Weißenburg an den Start. An den drei Standorten wurden bisher im Schnitt täglich 600 Schnelltests durchgeführt. "Da fischen wir natürlich Leute raus. Etwa jeder Hundertste ist positiv", sagt der Klinikchef. Die darauf folgenden PCR-Tests bewiesen auch, dass die Schnelltests gut funktionierten.

Seit für einen Friseurbesuch ein negativer Coronatest erforderlich ist, stellt Schneidewin fest, dass sehr viele deswegen kämen: "Für Gunzenhausen habe ich das mal ausgerechnet. Da kommen täglich über 100 Termine zusammen, nur wegen der Friseure."

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