Das Kunstforum präsentiert

Gunzenhausen: Großer Kabarettabend in der Stadthalle

26.9.2021, 08:03 Uhr
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Als "Staats-Trainer" sinniert Comedian Ingo Appelt über schwache Männer, Wirtschaft, Kinder, Klima, Fußball und rücksichtslose Machos. © Ava Elderwood, NN

Los geht es am Donnerstag, 21. Oktober, 20 Uhr mit Ingo Appelt. Der Comedian präsentiert sein neues Programm. Er hat ein Geheimrezept gegen die deutsche Depression gefunden: Es gibt so lange auf die Zwölf, bis die Sonne wieder scheint. Schmerzen werden weggelacht.

Ersatz für Therapie

Schon ein einziger Besuch seines neuen Programms „Der Staats-Trainer“ ersetzt mehrere Jahre Therapie, und zwar für Männer wie für Frauen, schreibt das Kunstforum in seiner Ankündigung. Appelt will für alle Überforderten und Unterbezahlten, alle Angestrengten und Ausgebeuteten da sein und sprechen. Anders gesagt: „Für alle, die ohne Videotutorial nicht mal mehr eine Dose vorgekochte Nudeln aufkriegen, keine gerade Tapetenbahn an die Wand geklebt bekommen und deren Hunde zuhause längst das Kommando übernommen haben.


Im Oktober startet in der Gunzenhäuser Stadthalle auch das Theaterprogramm


Han’s Klaffl, pensionierter (Musik-)Lehrer aus Leidenschaft, ist am Freitag, 22. Oktober, 20 Uhr zu Gast in der Altmühlstadt. Er geht in seinem kabarettistischen Soloprogramm über Lehrer, Schüler und Eltern den weitverbreiteten Klischees über die Zunft der Pädagogen auf den Grund. „Das tut man nicht“, meinten vorab die kollegialen Bedenkenträger. Aber dann macht es ein Kabarettist eben besonders gerne.

Ein unerforschtes Biotop

Schließlich geht es um eines der letzten gänzlich unerforschten Biotope unserer Gesellschaft: die Schule. Als „Oberstudienrat K.“ deckt er unter dem Motto „40 Jahre Ferien – ein Lehrer packt ein“ schonungslos auf, was wirklich hinter den verschlossenen Türen des Lehrerzimmers geschieht. Er taucht ein in die komplizierte Psyche von Lehrern und Lehrerinnen, gibt wertvolle Tipps für die Gestaltung von Elternsprechstunden und weiht in die Geheimnisse des stressfreien Unterrichts ein.

Über Constanze Lindner heißt es, dass sie mit ihrem wilden Schabernack das Publikum begeistert - und das mit Hintersinn und Tiefgang.

Über Constanze Lindner heißt es, dass sie mit ihrem wilden Schabernack das Publikum begeistert - und das mit Hintersinn und Tiefgang. © Bildrechte beim jeweiligen Künstler, NN

Constanze Lindner und Ludwig W. Müller geben sich am Samstag, 23. Oktober, 19.30 Uhr die Ehre. Sie kommt als „Miss Verständnis“ daher. Diese Frau hat viel durchgemacht., vor allem Nächte. Und in diesen dunklen Stunden hat sie aufgeschrieben, was in ihrem Leben falsch verstanden wurde und werden wird.

Alles gerät in den falschen Hals

Sie ist zu dem Schluss gekommen: Alles. Vom ersten Schrei bis zum letzten Witz, nichts kommt so an, wie es gemeint war. Die Beschimpfungen im Sandkasten, die Schwüre der ersten großen Liebe, die Fummeleien der zweiten bis elften, das gepunktete Kleid bei der Verlobung und sogar die derben Späße bei Beerdigungen – alles gerät in falsche Hälse und schlägt dann auf die Mägen.

Ludwig W. Müller, der charmante Oberösterreicher mit dem legendären Wortwitz, hat gerade seinen runden Geburtstag gefeiert. Für eine Midlife-Crisis fehlt ihm aber leider die Zeit, denn jetzt geht es erst einmal an die Inventur seines umfassenden kabarettistischen Werks. Er will „Licht ins Dunkel“ bringen. Den Griff in die alte Truhe scheut der bekennende Alt-Truhist Ludwig Müller bestimmt nicht, wäre doch schade um den ersten Heimatroman des Internetzeitalters, die multilinguale Sparvereinssitzung aus dem Mühlviertel oder manche Perle des Vereins der Freunde des Schüttelreims mit Sitz in Vaduz.

Schöpfer zeitloser Pointen

Man kennt Ludwig W. Müller als Schöpfer zeitloser Pointen und legendärer Sprachwitz-Nummern. Das ist Kabarett ganz auf die österreichische Art: sprachverliebt, satirisch, schräg. Er ist seit vielen Jahren auf renommierten Kabarettbühnen zu sehen.

Tickets für die drei Veranstaltungen gibt es an allen Reservix-Vorverkaufsstellen, in Gunzenhausen unter anderem Altmühl-Bote, Tourist Information und Buchhandlung Fischer. Weitere Informationen erhält man auf www.kunstforum-fraenkisches-seenland.de.