Dienstag, 12.11.2019

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Gunzenhausen: Pausenhof ist fertig

Der Sport- und Spielbereich an der Stephani-Schule wurde komplett neu gemacht - 08.11.2019 17:21 Uhr

Jubel über ein Tor: Das 150 Quadratmeter große Spielfeld ist für alle Fußballer optimal. © Wolfgang Dressler


Die Außenanlagen der größten städtischen Schule sorgten schon immer für Gesprächsstoff. Sie waren, wie die Schule selbst, erkennbar in die Jahre gekommen. Sie wirkten nicht mehr attraktiv, wenngleich die Nutzer das anders gesehen haben mögen. Schließlich erlangte der "Käfig" für die Grundschüler eine zweifelhafte Berühmtheit, obwohl er rein funktional das tat, was er sollte, nämlich den Kindern einen eigenen Raum zu bieten, wo sie sich sorglos aufhalten und austoben konnten.

Dass Sanierungsbedarf an vielen Stellen bestand, war den Stadträten und Verwaltungskräften schon vor Jahren klar. Den Anfang machte die Stadt innen, nämlich mit der kompletten Erneuerung der Stephani-Turnhalle für 3,2 Millionen Euro. Es sollte dann nahtlos weitergehen mit dem Außenbereich, so die Marschrichtung des Stadtrats. Der Planungsauftrag dazu ging an die Landschaftsarchitektin Lucia Ermisch (Roth).

In diesem Fall band das Rathaus die Beteiligten vor Ort mit ein, also die Rektoren, die Lehrer, die Eltern und deren Sprösslinge. Es wurde viel gesprochen, die Liste der Wünsche war lang, und nicht alle konnten verwirklicht werden. Insgesamt gesehen zeigten sich Planerin und Verwaltung aber aufgeschlossen und flexibel bei dieser Art der "Bürgerbeteiligung". Es galt das Motto: Wenn wir schon fragen und Antworten erhalten, dann müssen wir sie auch ernst nehmen und nach Möglichkeit erfüllen.

Wie der Bürgermeister darlegte, hatte die Sanierung ein beachtliches Finanzvolumen – das Vorhaben wurde teurer als gedacht. Gut 1,4 Millionen Euro brachte die Stadt auf und erhielt ihrerseits staatliche Zuschüsse in Höhe von über 300 000 Euro. Die 5754 Quadratmeter teilten sich in drei Bauabschnitte auf. Der erste (610 000 Euro) hat den Schwerpunkt Schulsport und befindet sich vor der Fensterfassade der Sporthalle. Der zweite Abschnitt (101 000 Euro) betrifft den früheren "Käfig".

Trommler aus den Klassen 5aG und 6aG der Stephani-Schule, hier ein Teil der Gruppe, eröffneten die Einweihungsfeier. Die Leitung hatte Cordula Salomon. © Wolfgang Dressler


Der große Zaun ist weg, dafür fällt eine Kletterpyramide ins Auge. Der dritte und größte Teil, der zentrale Bereich für die Mittelschüler, sollte eigentlich mehr Grün enthalten. Im Lauf des Verfahrens drängten die "Betroffenen" aber auf mehr Möglichkeiten für die Schüler, sich zu bewegen und Sport zu treiben. Daraufhin wurde der Pflasterbereich immer größer. Auch von daher erklären sich die Kosten von 710 000 Euro. Zur "Möblierung" des Schulhofs gehören jetzt ein Fußballspielfeld (150 Quadratmeter) und ein Basketballkorb. Einige Bäume wurden gepflanzt. Diese Platanen wirken noch klein, doch das wird sich ändern und sie werden stattliche Kronen bilden. Der so entstehende Schatten wird im Sommer willkommen sein. Neu ist außerdem ein Tor am Eingang des Pausenhofs. Es wird vorwiegend an Wochenenden geschlossen sein.

Karl-Heinz Fitz drückte seinen Dank aus an alle Beteiligten. Das waren in erster Linie die beteiligten Firmen: Konrad Müller Landschaftsgartenbau aus Nürnberg, Stefan Wagner Pflasterbau aus Unterwurmbach, Bouda Blitzschutzbau aus Schwanstetten, Schnabel Einfahrtstore aus Wassertrüdingen, Hittmeyer Hoch- und Tiefbau aus Unterschwaningen, IPG Fachingenieure aus Gunzenhausen, KP Ingenieurgesellschaft aus Gunzenhausen sowie Geißelmeier-Schmoll Metallinstallation aus Gunzenhausen.

Die Rektorinnen Sandra Wißgott (Mittelschule) und Cornelia Klaus (Grundschule) erinnerten an Lärm und enorme Erdbewegungen in der Bauzeit. Umso froher könne man nun feststellen, dass der Pausenhof "ein Traum" geworden sei. Man könne spielen wie auch chillen. Der Stadt gebühre dank für dieses "sagenhafte Ergebnis". Nicht anders sah es Schülersprecherin Pelin Kayis.

Lucia Ermisch hatte in den Akten nachgeschaut und dort gelesen, dass sie erstmals 2014 mit dem Vorhaben befasst war. Es sei ihre Aufgabe gewesen, die zahlreichen Ideen und Wünsche zu etwas Sinnvollem zu vereinen. Der erste und zweite Bauteil hätten sich bereits bewährt und würden gut angenommen. Dass die Baustelle gut lief, sei nicht zuletzt Hausmeister Jochen Pölloth zu verdanken, bei dem man immer ein offenes Ohr finden konnte.

Die Einweihung wurden von der Trommelgruppe der Klassen 5aG/6ag und der singenden Klasse 4cG mitgestaltet. Und die Zwickten der Metzgerei Fischer kamen gerade recht.

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