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Gunzenhausen: Prächtige Linden werden versetzt

19 Alleebäume in der Altmühlaue müssen der Hochwasserschutzwand weichen. - 04.06.2020 16:27 Uhr

Mit Hilfe der größten Rundballenmaschine Europas wurden jetzt die ersten von insgesamt 19 Lindenbäume in der Altmühlaue von Gunzenhausen verpflanzt.

© Alfred Müller


Die 1995 gepflanzten Linden mit einem Baumumfang von 70 bis 130 Zentimeter und einer Höhe von 10 bis 15 Meter werden von der Firma Großbaumverpflanzung Opitz aus Heideck versetzt. Dabei kommt die größte Rundballenmaschine Europas zum Einsatz. Mit einem Ballen Erde werden die etwa 15 Tonnen schweren Bäume ausgehoben und in das vorgesehene neue Loch eingestellt. "Die ganze Aktion für eine Baumversetzung dauert etwa eine Stunde", so Bauleiter Bernd Küster von der Firma Opitz, sodass die ersten 14 Bäume nach drei Tagen ihren neuen Standort hatten.

Anschließend wird die Baumkrone zurückgeschnitten, der Baum bewässert und insgesamt drei Jahre lang von der Pflanzfirma betreut. "Die Kosten für diese Maßnahme belaufen sich auf rund 121 000 Euro", bestätigte Projektleiterin Kerstin Klein vom Wasserwirtschaftsamt (WWA) Ansbach.

Der Hochwasserschutz wird durch den Freistaat Bayern, vertreten durch das Wasserwirtschaftsamt Ansbach, geplant und gebaut. Die Umsetzung erfolgt in zwei Etappen. Aktuell zwischen der Oettinger Straße und der Stadthalle sowie anschließend im Bereich der Spitalstraße bis zur Jugendherberge an der Oettinger Straße.

Die Arbeiten an den Hochwasserschutzwänden schreiten zügig voran, bestätigten Projektleiterin Kerstin Klein (rechts) und Abteilungsleiterin Heidi Böttcher vom WWA Ansbach.

© Alfred Müller


Der Hochwasserschutz im Bauabschnitt 1 besteht im Wesentlichen aus einer 600 Meter langen und rund 90 Zentimeter hohen Hochwasserschutzwand. Sie wird überwiegend durch die im Rahmen einer Bürgerbeteiligung entwickelten, gestalterischen Elemente optisch kaschiert und in das Stadtbild eingefügt.

Die Hochwasserschutzmaßnahme im ersten Bauabschnitt schreitet seit zwei Monaten gut voran. Mitte März begannen die vorbereitenden Arbeiten für den ersten Bauabschnitt mit dem Errichten der Baustelle und der Umverlegung der Stromleitungen mittels einer Spülbohrung. Im Abschnitt Nord des späteren Panoramawegs sind bereits erste Fortschritte beim Bau der Mauer zu sehen.

Wie Abteilungsleiterin Heidi Böttcher vom WWA Ansbach auf Anfrage mitteilte, soll die Fertigstellung mit Verlegung der Altmühl voraussichtlich Ende 2022 erfolgen.

 

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