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Gunzenhausen: Schutzwagen für Waldkindergarten

Unterhalb des Lehnershügel scheint nun ein Standort gefunden zu sein - 21.05.2020 07:57 Uhr

Unterhalb des Lehnershügels soll der grüne Schutzwagen für die Waldkindergruppe des evangelischen Kinder- und Familienzentrums Wilhelm Löhe nun seinen festen Standort bekommen. © Marianne Natalis


Der neue Waldkindergarten des evangelischen Kinder- und Familienzentrums Wilhelm Löhe hat bereits ungewollt eine etwas längere Geschichte geschrieben. Zunächst war das Projekt, das vor rund eineinhalb Jahren erstmals im Ausschuss für Bildung und Soziales zur Sprache kam, im Burgstall geplant, dort fand sich aber keine geeignete Fläche. Zwischen der Staatsstraße 2222 und dem Überleiter wurde man dann endlich fündig, doch schon tauchte das nächste Problem auf: Der Brandschutz. Die Kinder brauchen ja einen irgendwie gearteten Schutzraum und die evangelische Kirchengemeinde als Träger der Einrichtung hat dazu auch einen sehr schönen Wagen in Auftrag gegeben.

Der ist nun seit geraumer Zeit fertiggestellt und musste runter vom Hof der Schreinerei, da dort der Platz benötigt wurde. Doch einfach in den Wald stellen ging wegen der fehlenden Rettungswege nicht, erläuterte Bürgermeister Karl-Heinz Fitz in der Sitzung, dort hätte extra eine Zufahrt gebaut werden müssen. Eine Lösung tut sich nun auf einem Grundstück des Wasserwirtschaftsamts zu Füßen des Lehnershügels auf. Die Ansbacher Behörde erklärte sich damit einverstanden, dass die Wiese als Stellplatz für den Schutzwagen genutzt wird – er steht auch bereits dort.

Damit der 9 Meter lange und 2,50 Meter breite Wagen dort auch dauerhaft bleiben kann, ist eine Baugenehmigung notwendig und für den entsprechenden Bauantrag erteilten die Gremiumsmitglieder das gemeindliche Einvernehmen. Zwar gibt es auch hier laut Simone Teufel noch Brandschutzfragen zu klären, doch angesichts des bereits vorhandenen Wegs scheint das lösbar

In der Seckendorffstraße in Gunzenhausen soll auf einem Grundstück ein Mehrfamilienhaus mit sieben Wohneinheiten entstehen, auch an sieben Stellplätze ist gedacht. Grundsätzlich, betonte Stadtbaumeisterin Simone Teufel, gebe es gegen Nachverdichtung nichts einzuwenden, im Gegenteil. Bei diesem Projekt allerdings hat die Fachfrau "etwas Bauchschmerzen", denn die vorgeschriebenen Abstandsflächen zu dem bereits auf dem Grundstück vorhandenen Gebäude werden bei weitem nicht eingehalten.

Zwar sei es nicht Aufgabe der Stadt Gunzenhausen, diese zu prüfen – die letztendliche Baugenehmigung erteilt das Landratsamt –, dennoch sei es nicht verkehrt, auf dieses Problem hinzuweisen, sollte das gemeindliche Einvernehmen erteilt werden.

Sigrid Niesta-Weiser (FDP) merkte an, dass die Stadt schon darauf achten sollte, dass ein Vorhaben nicht zu groß für ein Grundstück sei und vor allem die Wohnqualität der benachbarten Häuser bestehen bleibe. Der Sinn von Abstandsregeln ist es unter anderem, für gesunde Wohnverhältnisse zu sorgen, also "Belichtung, Belüftung und Besonnung", so heißt es im Beschluss, in ausreichendem Maße zu gewährleisten. Die Bauausschussmitglieder erteilten das gemeindliche Einvernehmen unter Verweis auf das Problem einstimmig.

Ein neuer Versuch

Für eine mögliche Bebauung eines Grundstücks hinter dem "Chilli’s" (früher "Leuchtturm") in der Ansbacher Straße wurden schon diverse Ideen beim Bauamt eingereicht. Nun hat ein neuer Investor einen neuen Versuch gewagt und der scheint erfolgversprechend: Gegen den dort geplanten Neubau eines Mehrfamilienhauses mit zehn Wohneinheiten hatte der Bauausschuss nichts einzuwenden, zumal 16 Garagen und 10 Stellplätze wohl ausreichend Parkraum garantieren.

Ebenfalls einstimmig Grünes Licht erhielt ein in Schlungenhof geplantes Einfamilienhaus mit Carport und Industriehalle. Der Bauherr hat einen Handel für Meerwasseraquaristik und Zierfische und will dort selbst einziehen. 

Die Chancen auf schnelles Internet für Cronheim steigen, denn nun ist ein Standort für den Versorgungsmasten gefunden. Der rund 40 Meter hohe Mobilfunkmast soll bei der Biogasanlage errichtet werden und ist damit – wie es der Wunsch der Cronheimer war – nicht mehr unmittelbar im Bereich der Wohnbebauung.  Zurückgestellt wurde ein Antrag, in der Elsa-Brandström-Straße Stellplätze zu überdachen.

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