Dienstag, 18.02.2020

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Gunzenhäuser bei TT-Thriller dabei

Bei der Fünf-Stunden-Begegnung Hilpoltstein-Jena war Martin Herzog der Schiedsrichter - 06.02.2020 06:12 Uhr

In der Tischtennis-Hochburg Hilpoltstein ist Martin Herzog (hier bei einem Zweitligaspiel gegen Fulda im vergangenen Jahr) oftmals im Einsatz. Am vergangenen Wochenende erlebte der Gunzenhäuser in der Regionalliga beim Spiel der Hilpoltsteiner Zweiten gegen Jena aber einen besonderen Thriller. © Foto: Salvatore Giurdanella


Immer wieder leitet er dort auch Partien in der 2. Bundesliga, diesmal stand das Topspiel der Regionalliga – die vierte Liga "von oben" – zwischen dem TV Hilpoltstein II und dem SV Schott Jena auf dem Plan.

"Ein Kampf auf Biegen und Brechen vor einer Rekordkulisse, aber bis auf eine Gelbe Karte sportlich fair", berichtet Herzog über das Match im südlichen Landkreis Roth, das sich zu einem wahren Thriller entwickeln sollte. "Schon die beiden Eröffnungsdoppel gingen über die volle Distanz und dauerten 45 Minuten. Insgesamt wurden die Hälfte aller Spiele im Entscheidungssatz entschieden", erzählt der Gunzenhäuser weiter.

Die Gastgeber, die mit den drei überaus talentierten Jugendspielern Johannes Hörmann, Matthias Danzer und Sebastian Hegenberger und drei ausländischen Akteuren antreten, lagen schließlich im Entscheidungssatz des Schlussdoppels mit 1:5 im Rückstand. Ein dann wie entfesselt aufspielender Johannes Hörmann schaffte zusammen mit dem polnischen Spitzenspieler Frantisek Krcil noch die Wende, die Verlängerung des Entscheidungssatzes endete mit 12:10 und der Hilpoltsteiner 9:7-
Erfolg gegen die bis dato verlustpunktfreien Thüringer war perfekt. Und das nach exakt fünf Stunden, Spielbeginn war um 16 Uhr, Ende um 21 Uhr, wie der Offizielle Martin Herzog anmerkt.

Dabei wurden die Regeln im Tischtennissport ja extra geändert. Über Jahrzehnte wurden die Sätze in der Regel bis zum 21. Punkt gespielt. Da die Spielzeit bei knappen Spielen oft zwischen drei und vier Stunden lag, schritt der Verband – unter anderem deshalb – im Jahr 2001 ein und verkürzte einen Satz auf elf Punkte.

Trotz dieser Änderung lieferten sich aber Hilpoltstein und Jena diesen Fünf-Stunden-Krimi. Auch wenn der Samstagabend damit gelaufen war, Schiedsrichter Martin Herzog war froh, dabei gewesen zu sein: "Ein Fünfstundenspiel hat es wahrscheinlich in Bayern oder sogar in Deutschland noch nicht gegeben", behauptet der Tischtennis-Enthusiast.

MATHIAS HOCHREUTHER E-Mail

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