Wasserversorgung

Haag und Möhren: Woher kommt das Trinkwasser?

MK
Milena Kühnlein

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14.10.2021, 05:10 Uhr
Der Brunnen in Möhren wurde lange Zeit von der Hirschberggruppe betrieben, die aufgelöst worden ist. Die Trinkwasserversorgung der Zukunft in den beiden Ortsteilen Haag und Möhren soll ab 2024 die Treuchtlinger Stadtwerke übernehmen.

Der Brunnen in Möhren wurde lange Zeit von der Hirschberggruppe betrieben, die aufgelöst worden ist. Die Trinkwasserversorgung der Zukunft in den beiden Ortsteilen Haag und Möhren soll ab 2024 die Treuchtlinger Stadtwerke übernehmen. © Foto: Patrick Shaw

Dafür haben die Stadtwerke mit dem Wasserzweckverband rechts der Altmühl (WZV r. d. A.) einen Wasserlieferungsvertrag abgeschlossen, der bis zum 31. Dezember 2023 datiert ist. Hintergrund dieser Maßnahme ist, dass die alten Rohre des aufgelösten Zweckverbands Hirschberggruppe teilweise bis zu 30 bis 40 Prozent ihres Wassers verloren hatten. Das Netz war also dringend sanierungsbedürftig.


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Im jüngsten Werk- und Bäderausschuss der Stadt Treuchtlingen wurde nun diskutiert, wie es nach der "Zwischenlösung" für Möhren und Haag weitergehen soll.

Zwei Optionen zur Wahl

Zwei Varianten wurden durch die Stadtwerke vorgestellt: Zum einen die direkte Leitungsanbindung von Haag und Möhren an das Trinkwassernetz der Stadtwerke Treuchtlingen, was voraussichtliche Investitionskosten von 650 000 Euro mit sich bringen würde, oder aber es bleibt bei einer Versorgung durch den WZV r. d. A., indem der Vertrag über das Jahr 2023 hinaus verlängert wird. Bei der zweiten Variante stünden Investitionskosten von 1,1 Millionen Euro im Raum.

In der Kostenberechnung für Variante eins sind die Wasserleitungsanbindung von Möhren an die Stadtwerke und der Bau eines Zwischenpumpwerks in Haag sowie die hydraulische Trennung von Haag/Steingasse enthalten.

Bei Variante zwei setzen sich die Kosten unter anderem aus der Sanierung der Leitung Schacht Steingasse bis Haag und der anteiligen Instandsetzung des Übergabebauwerks des Zweckverbands Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum (WfW) zusammen.

Vor- und Nachteile der Optionen

Stadtwerksleiter Max Filser stellte dem Ausschuss sogleich die Nachteile der zweiten, teureren Variante vor. Einer davon sei, dass die Stadtwerke hierbei zur anteiligen Finanzierung von Sanierungsmaßnahmen der Infrastruktur des WZV r. d. A. verpflichtet sein würden. Auch müsste der Wassergrundpreis der WfW beim WZV r. d. A. anteilig von den Stadtwerken getragen werden. Dies fiele bei der ersten Option weg.

Bei der Realisierung der Variante eins würde man hingegen ebenfalls weiterhin eng mit dem WZV r. d. A. zusammenarbeiten und sich gegenseitig im Notfall mit Wasserverbundversorgungen helfen.

Auch die Einbeziehung des "Notbrunnens" in Möhren sei ein künftiges Konzept. Dadurch sei eine Verbesserung der Sicherheit und Zuverlässigkeit der gesamten Treuchtlinger Trinkwasserversorgung gegeben. Ohne große Diskussionen folgte der Ausschuss schließlich den Ausführungen der Stadtwerke und stimmte einstimmig für die Realisierung der ersten Variante ab.

Ab dem 1. Januar 2024 wird Haag und Möhren somit mit Trinkwasser von den Stadtwerken Treuchtlingen versorgt. Die Werkleitung und die Technische Leitung für Gas, Wasser und Wärme sind damit beauftragt.

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