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Hans Popp tritt 2020 nicht mehr an

Merkendorfs Bürgermeister will aus Altersgründen nicht noch mal kandidieren - 31.12.2018 17:10 Uhr

Merkendorfs Bürgermeister Hans Popp kündigte an, dass er bei der nächsten Wahl 2020 nicht mehr zur Verfügung steht. © Margit Schachamayer


Diese Entscheidung sei ihm "nicht ganz leicht gefallen", räumte der jetzt 61-jährige Bürgermeister ein, der sein Amt seit dem Jahr 2002 innehat. Doch es sei ein Gebot der Fairness, sie rechtzeitig bekanntzugeben und damit den Gruppierungen die Chance einzuräumen, eigene Kandidaten zu finden. Der Stadtrat solle nun aber weiter "mit Nachdruck" an den anstehenden Themen arbeiten.

Eines dieser Themen ist das neue Naturfreibad, bei dem es gilt, die Erfahrungen der ersten Sommersaison auszuwerten. Dazu gehören auch die Parkgebühren. So müssen in der nächsten Saison diejenigen, die mit dem Auto oder Motorrad ins Bad fahren wollen, tiefer in die Tasche greifen: Eine Tageskarte kostet demnach fünf Euro statt bisher drei, das Saisonparkticket wird zehn Euro teurer und kostet dann 35 Euro. Wer einen bayerischen Ehrenamtsausweis hat, muss nur 30 Euro zahlen.

Auch auf dem Wohnmobilstellplatz sind höhere Gebühren fällig. Hier müssen zum Beispiel für eine Tageskarte sieben Euro statt bisher fünf gezahlt werden.

Neue Informationen gab es kürzlich in der Ratssitzung auch zur Verlagerung der B13. Hier liege die Genehmigung der Regierung vor, derzeit werde das Planfeststellungsverfahren vorbereitet, so Popp. Beim Amt für Ländliche Entwicklung wird laut Ratsbeschluss nun ein vereinfachtes Verfahren zur Neuordnung der betroffenen Grundstücke beantragt. Die Bedingung dafür ist allerdings, dass auf die Grundstückseigentümer weder Kosten noch Flächenabzüge zukommen. Die Teilnahme am Verfahren ist freiwillig.

In diesem Zusammenhang soll im Flächennutzungsplan auch die Ausweisung der Fläche an der Heglauer Straße geändert werden, auf der früher eine Gärtnerei war. Dieser Bereich ist im Plan als allgemeines Wohngebiet gekennzeichnet, doch ein solches wurde nie realisiert. Jetzt soll das Areal wieder Mischgebiet werden.

Vorgestellt hat sich im Ratsgremium jetzt offiziell die neue Grundschulleiterin Annerose Hirsch. Sie berichtete kurz über ihren beruflichen Werdegang und kam dann auf das Thema der Digitalisierung in Schulen zu sprechen. Eine allzu aufwendige Technik hielt sie dabei in ihrem Grundschulbereich nicht für nötig: "Unser Schwerpunkt liegt auf dem Lernen von Rechnen und Lesen." Zudem sei diese Technik auch zu wartungsintensiv. Hirsch wünscht sich vielmehr einen Beamer, Laptops für jedes Klassenzimmer und eine Dokumentationskamera.

Wie andere Bürgermeister auch, beendete Stadtoberhaupt Popp das Sitzungsjahr im Stadtrat mit einem kurzen Rückblick und erinnerte dabei an die großen Bauprojekte, wie etwa das Freizeitzentrum Weißbachmühle oder das Bürgerzentrum. Mit drei Millionen Euro habe es ein hohes Maß an Investitionen gegeben. Dennoch habe die Stadt keine Schulden, sondern eine Rücklage von rund drei Millionen Euro.

Das sei eine gute Grundlage für weitere zukunftsträchtige Investitionen.  

Petra Mai E-Mail

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