14°

Dienstag, 17.09.2019

|

Hechlinger Kapellfest im Schatten der Ruine

Veranstaltung war gut besucht und für die Gäste einiges geboten - 15.08.2019 17:41 Uhr

Mitarbeiter der Metallbaufirma Rebelein aus Heidenheim zeigten den Gästen die Kunst des Schmiedens. © Foto: Rosemarie Meyer


Bereits zum dekanatsweiten Gottesdienst in der Katharinenkapelle, der von Pfarrer Rüdiger Schild und Pfarrerin Isabelle Wuschig gehalten wurde, füllten die Besucher nicht nur den Innenraum der Kirchenruine, sondern ließen sich rund um das frühere Gotteshaus auf den aufgestellten Bänken nieder und verfolgten den Gottesdienst dank der Lautsprecheranlage akustisch.

Beim Gottesdienst gab es eine besondere Premiere: Der "Projektchor Hahnenkamm" hatte unter der Leitung von Walter Pöferlein seinen ersten öffentlichen Auftritt. Rund 40 Sängerinnen und Sänger aus den Kirchengemeinden am Hahnenkamm waren dem Aufruf Pöferleins gefolgt, eigens für das Kapellfest einen Projektchor zu bilden. Bei den insgesamt drei gemeinsamen Singstunden in Degersheim gelang es, trotz der kurzen Vorbereitungszeit einen harmonischen Chor zu formen, der mit seinen Liedbeiträgen die Andacht bereicherte. Die Mitwirkenden waren von dem Projekt ebenso begeistert wie das Publikum, sodass eine Wiederholung des Auftrittes vorstellbar ist. Für die weitere musikalische Ausgestaltung war der Posau-nenchor der Gesamtkirchengemeinde Hechlingen am See, Degersheim und Hüssingen unter der Leitung von Erhard Reulein zuständig.

Eröffnet wurde das Fest von Vereinsvorsitzendem Ernst Högner. Er dankte allen, die wieder mitgeholfen hatten, die Veranstaltung zu organisieren. Das Kapellfest fällt im Zeitalter der "Events" aus dem Rahmen, stellte er fest, da es im Grunde noch so durchgeführt wird, wie in den Anfängen vor rund 40 Jahren. Es gebe weder große technische Spielereien noch eine aufwendige Bespaßung der Gäste. Der Besuch ist sehr gut, das Fest aber nicht überlaufen. Zur Unterhaltung gibt es ein abwechslungsreiches Programm, aber es blieb auch genügend Zeit zum Gespräch mit den anderen Festbesuchern. Die Kinder konnten auf der Kapell wieder ausgiebig spielen und sich bewegen.

Der „Projektchor Hahnenkamm“ hatte beim Gottesdienst zur Kapellfest-Eröffnung seinen ersten öffentlichen Auftritt. © Foto: Rosemarie Meyer


Der Kapellbuck und die Kapelle sind in der Marktgemeinde Heidenheim, zu der Hechlingen gehört, ein touristisches Glanzlicht, das viele Gäste anzieht. Schon seit Jahren können hier kirchliche Trauungen abgehalten werden. Dass die Marktgemeinde nun auch standesamtliche Trauungen in der Kapell abhält, freut Ernst Högner sehr.

Bürgermeisterin Susanne Feller, die zugleich Schirmherrin des Fests war, übermittelte die Grüße der Gemeinde. Neben einem Scheck für den Verein hatte sie eine besondere Überraschung dabei: Eine Urkunde für Ernst Högner, der laut Gemeinderatsbeschluss Anfang des Jahres zum Ehrenbürger der Marktgemeinde Heidenheim ernannt wurde (Bericht folgt).

Nach der offiziellen Eröffnung übernahm der Posaunenchor das Zepter und spielte beim Frühschoppen bekannte Lieder, während der Metallbaubetrieb Rebelein aus Heidenheim schon anfing, heiße Eisen aus dem Feuer auf dem Amboss zu schmieden. Am Nachmittag hatte dann der Schmied aus Nennslingen einen Auftritt, er unterhielt die Gäste hervorragend mit seinem Akkordeon und Gesang.

Der Enduropark Hechlingen am See war mit einem Stand vertreten, an dem sich die Gäste über das Angebot und die unterschiedlichen Trainingsveranstaltungen informieren konnten. Dazu zeigte einer der Instruktoren vor zahlreichen Zuschauern einige Übungen auf dem hügeligen Gelände. Am Abend endete das beliebte Fest früher als vorgesehen, da ein Gewitter die Gäste vom Fest vertrieb. 

Rosemarie Meyer

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Gunzenhausen, Hechlingen a See