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In Gunzenhausen gibt's Schutzmasken aus dem Automaten

Der Folienspezialist Verpa bietet sein Top-Produkt rund um die Uhr an - 21.01.2021 17:29 Uhr

Der Maskenautomat als Azubi-Projekt: Daniele Altomari, die Azubis Lea Lennemann und Jennifer Böhme sowie Verpa-Werksleiter Marco Stenglein (von links).

15.01.2021 © Foto: Jürgen Eisenbrand


Zumal er überzeugt ist, dass die dreilagigen Masken seines Unternehmens, Typ2 genannt, die nach DIN 14683 mit nachgewiesener Filterwirkung zertifiziert sind, "genauso wirksam, aber bequemer sind", vor allem für Menschen mit Atembeschwerden. Außerdem seien sie wesentlich günstiger – und seit Kurzem sogar rund um die Uhr per Automat auf dem Firmengelände zu erwerben.


"Ob Beutel oder Maske": Folienexperte Verpa stellt recyclebaren Mundschutz her


Die Idee dazu hatte die Firmenleitung, sagt Stenglein, aber die habe daraus schnell ein interessantes Azubi-Projekt gemacht. Insgesamt sieben kaufmännische Auszubildende arbeiten seitdem unter Anleitung des dafür verantwortlichen Daniele Altomari (27) daran, den Automaten stets gefüllt und in Schuss zu halten, für Sauberberkeit und Hygiene zu sorgen sowie das Kassenbuch zu führen. "Es ist cool, auch mal so ein gemeinsames Projekt zu machen", sagt eine von ihnen, die 22-jährige Lea Lennemann, über ihre Übungsfirma.

Auch für Gefrierbeutel nutzbar

Derzeit sind die 40 Fächer des Automaten ausschließlich mit den Großpackungen der Mund-Nase-Masken made in Gunzenhausen bestückt: 50 Stück für 20 Euro. Für die Zukunft denken die Azubis daran, auch mal Gefrierbeutel anzubieten – oder auch FFP2-Masken, vorausgesetzt, die bestellten Mengen kommen auch tatsächlich bei Verpa an.

Das Unternehmen hat nämlich größere Stückzahlen made in Germany für seine Mitarbeiter geordert. Überzählige Masken sollen über den Automaten vertrieben werden – "aber nicht zu diesen utopischen Preisen, die momentan dafür aufgerufen werden", versichert Marco Stenglein.

Der Verkauf der in Gunzenhausen produzierten hochwertigen 3-lagigen Mund-Nase-Masken läuft langsam an. Es ist bereits gelungen, die aus einem Grundstoff gefertigte und deshalb gut recycelbare Maske bei Bestandskunden im Sortiment zu platzieren, neue Vertriebspartner zu gewinnen ist das Ziel, so der Diplom-Betriebswirt.

Künftig vielleicht auch kleinere Verpackungen

Just in dem Moment, als zwei Azubis zusammen mit Daniele Altomari und Stenglein vor dem Automaten für ein Foto Aufstellung nehmen, fährt ein potenzieller Kunde vor. Er habe gerade festgestellt, dass er seine Maske zu Hause vergessen habe, und wolle nun schnell einen Ersatz aus dem Automaten ziehen, sagt der Mann.

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Als er freilich feststellt, dass er die Verpa-Masken nur im 50er-Pack erwerben kann, steckt er den bereits gezückten Geldbeutel wieder weg: "Das sind mir zu viele", murmelt er. Womit er der Übungsfirma gleich einen neuen Impuls gegeben hat: Verpa-Schutzmasken made in Gunzenhausen in kleineren Gebinden abzupacken und so im Automaten anzubieten.

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