Sonntag, 15.12.2019

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In Wassertrüdingen gibt es jetzt ein eigenes Bier

Oliver und Patrick Lindenberg haben im eigenen Keller angefangen zu brauen - 30.09.2019 05:56 Uhr

Patrick Lindenberg, Mario Fickel und Oliver Lindenberg (von links) bei der Bierpremiere im Wassertrüdinger Regionalladen. © Peter Tippl


Die Tradition wurde mit der letzten aktiven Brauerei "Zum Hirschen" vor über 80 Jahren beendet, im Ortsteil Fürnheim mit einer Schaubrauerei vor etlichen Jahren wiederbelebt, und nun kommt in der Stadtmitte nach Abschluss der Gartenschau ein echtes "Trüdinger Bier" hinzu.

Regionalität und kurze Wege sind die Philosophie vom Regionalladen "KostBar" am Marktplatz und "kurze Wege" hatte auch das "Trüdinger Bier" von den Gebrüdern Lindenberg. Oliver und Patrick Lindenberg haben vor etwa sechs Jahren im Keller ihres Hauses an der Danziger Straße mit einem Einkochtopf das Bierbrauen ausprobiert. Das "Know-how" haben die Brüder. Beide sind Brau- und Malzmeister, haben ihr Diplom an einem Ausbildungsinstitut in Gräfelfing im Landkreis München absolviert und sind in festen Arbeitsverhältnissen. Patrick Lindenberg bei einer großen Brauerei im schwäbischen Landkreis Donau-Ries, Oliver Lindenberg ist Qualitätsprüfer in der Lebensmittelindustrie.

Aus Spaß am Hobby Bierbrauen hätten beide das "Trüdinger Bier" kreiert und wurden auf den im April eröffneten Regionalladen in ihrer Heimatstadt Wassertrüdingen aufmerksam. In Kooperation mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises Ansbach und der Stadt Wassertrüdingen wurde der Regionalladen mit Blick auf die Gartenschau initiiert. Mit Mario Fickel aus Röckingen, der mit seiner Familie den Munninger-Hof in Röckingen führt, wurde ein Betreiber gefunden. Aus 300 Interessenten, die ihre Waren zum Verkauf ausstellen wollten, wurden rund 60 Anbieter ausgewählt, die Brot, Fisch, Wild, Marmeladen, Essig und Öl, Mehl, Edelbrände und Liköre, Honig, Kunsthandwerk, Nudeln, Eier, Obst, Gemüse, Käse und vieles mehr anbieten.

Jetzt kommt also noch das selbstgebraute Bier der Gebrüder Lindenberg hinzu. Damit wird laut Mario Fickel der Regionalgedanke verstärkt. Von der "Braustätte" in der Danziger Straße bis zur Stadtmitte sind es nur 500 Meter – ein "optimaler ökologischer Fußabdruck".

Etwa 60 Liter Weizenbier pro Sud wird in der kleinen Brauanlage der Lindenbergs erzeugt, von Hand in Flaschen abgefüllt, mit Kronkorken versehen und etikettiert. Es wird also laut Patrick und Oliver Lindenberg mit viel Liebe und Leidenschaft ein richtig handgemachtes Produkt erzeugt.

Einmal pro Woche wird gebraut und etwa 150 Flaschen des Trüdinger Biers abgefüllt. Eine Gewerbeanmeldung wurde auch schon vollzogen. Erstmals öffentlich wurde das Bier am Abschlusstag der Gartenschau angeboten und fand bei den Gästen im Regionalladen reißenden Absatz. "Sehr gut" lautete das Qualitätsurteil für das Lindenberg-Weizen, das auch in Zukunft im Wassertrüdinger Regionalladen angeboten wird.

Peter Tippl E-Mail

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