Bilanz Verkehrspolizei Ansbach

Kontrollen zum Schulbeginn: Mit 94 km/h an der Schule vorbei

Bei Tempokontrollen vor Schulen und Kitas erwischte die Polizei in der Region zahlreiche Autofahrer, die zum Teil deutlich zu schnell unterwegs waren.

Bei Tempokontrollen vor Schulen und Kitas erwischte die Polizei in der Region zahlreiche Autofahrer, die zum Teil deutlich zu schnell unterwegs waren. © Foto: Angelika Warmuth/dpa

An 19 Werktagen haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 54 Messstellen im Nahbereich von Schulen und Kindertagesstätten sowie an stark frequentierten Schulwegen in Westmittelfranken eingerichtet und betrieben, heißt es in der Pressemitteilung dazu.. Dabei fielen laut Polizei rund 420 Stunden Messbetrieb an und insgesamt wurden 37.600 Fahrzeuge von einem der drei Lichtschrankengeräte der Spezialdienststelle ins Visier genommen. Die so genannte Ahndungsquote lag dabei in der Gesamtschau bei 5,36 Prozent. Das heißt, dass etwa jeder zwanzigste Geblitzte schneller als erlaubt unterwegs war.

Bei rund 1600 Geschwindigkeitsüberschreitungen lag die gemessene Geschwindigkeit noch in einem Bereich, der mit einem Verwarnungsgeld geahndet werden kann. Etwa 450 Geblitzte erwartet allerdings ein Bußgeldverfahren, 40 davon sogar ein Fahrverbot. Der unrühmliche Spitzenreiter und Schnellste fuhr mit 94 km/h an einer Schule vorbei, statt der dort maximal zulässigen 50 km/h.

Während sich die Verkehrsteilnehmer in den ersten drei Wochen wohl auf den Beginn des neuen Schuljahres eingestellt hatten und sich weitestgehend an die Geschwindigkeitsbeschränkungen hielten, ließ die Moral in der vierten Woche dann auffällig und deutlich nach, wie die statistische Auswertung der Polizei ergeben hat. Denn in diesen fünf Tagen war bei insgesamt 20 Geschwindigkeitskontrollen im Durchschnitt mehr als jeder Zehnte zu schnell unterwegs (Ahndungsquote 10,11 Prozent).

Nur elf Verstöße gegen die Gurtpflicht

Neben den Geschwindigkeitskontrollen war die Verkehrspolizei im Aktionszeitraum aber auch bei 38 Einsätzen im Bereich vor Schulen und Kindergärten tätig.

Dort überprüften die Ordnungshüter, ob sich die Fahrer an die Gurtpflicht hielten und Kinder in ihren Autos während der Fahrt geeignet sicherten. Hier zieht die Verkehrsdienststelle ein positives Fazit: Denn es wurden nur elf Verstöße gegen die Gurtpflicht und acht Verstöße gegen die Kindersicherungspflicht beobachtet und entsprechend sanktioniert.

Abschließend kündigt der Leiter der Verkehrspolizei Ansbach, Polizeioberrat Helmut Gollrad, eine Wiederholung dieser Kontrolltätigkeiten im Zuständigkeitsbereich seiner Dienststelle (Stadt und Landkreis Ansbach, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) in absehbarer Zeit an. Der Grund: So solle die Problematik um die schwächsten Teilnehmer im Straßenverkehr im Bewusstsein der Kraftfahrer bleiben.

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