Aufgeregte Abc-Schützen

Lebkuchenherzen und Schutzengel zum Schulstart

14.9.2021, 16:27 Uhr
FOTO: 14.9.2021; Marianne Natalis MOTIV: Schulanfang; Einschulung; Stephani-Grundschule; Gunzenhausen;  BU: Welcher fliegt am weitesten? Das wird sich erst im Laufe der nächsten  Wochen herausstellen. Die Frickenfelder Schulkinder erhielten direkt nach der  Einschulungsfeier in der Stephani-Turnhalle einen Luftballon mit ihren Daten,  den sie noch im Schulhof steigen ließen. Für die anderen Kinder ging es  zunächst in die Klassenräume und anschließend gab es auch für sie die  Luftballons vom Elternbeirat.

FOTO: 14.9.2021; Marianne Natalis MOTIV: Schulanfang; Einschulung; Stephani-Grundschule; Gunzenhausen; BU: Welcher fliegt am weitesten? Das wird sich erst im Laufe der nächsten Wochen herausstellen. Die Frickenfelder Schulkinder erhielten direkt nach der Einschulungsfeier in der Stephani-Turnhalle einen Luftballon mit ihren Daten, den sie noch im Schulhof steigen ließen. Für die anderen Kinder ging es zunächst in die Klassenräume und anschließend gab es auch für sie die Luftballons vom Elternbeirat. © Marianne Natalis, NN

Das waren ungewohnte Bilder für den Schulanfang: Vor der Turnhalle der Gunzenhäuser Stephani-Schule bildeten sich lange Schlangen. Denn zur Einschulungsfeier ihrer Kinder mussten die Eltern zunächst eine "Eintrittskarte" vorlegen: einen negativen Corona-Test.

Teils voller Stolz, teils noch recht schüchtern zogen die Kinder mit ihren Schultüten und nagelneuen Ranzen in die große Turnhalle ein, wo für sie und ihre Eltern jeweils drei Sitzplätze reserviert waren. Auch bis dahin ungetestete Kinder mussten übrigens nicht draußen vor der Tür warten, die Schule hatte ein eigenes "Schnelltestzentrum" in einer der Umkleiden eingerichtet, so dass auch wirklich jedes Kind seine Einschulungsfeier live miterleben konnte.

Eine besondere Schultüte gepackt

Insgesamt 72 Abc-Schützen - 26 von ihnen werden in Frickenfelden zur Schule gehen - hieß Schulleiterin Silvia Feld schließlich willkommen, unterstützt wurde sie dabei von den Kindern der Klasse 4cg, die ein Bilderbuch um einen Löwen, der nicht lesen und schreiben konnte, vorbereitet hatten. Doch zunächst packte Feld für ihre neuen Schützlinge eine ganz besondere Schultüte mit lauter Dingen, die sie für diesen neuen Lebensabschnitt sicher gut brauchen können. Das reichte von Süßigkeiten gegen bittere Stunden über Malfarben, die für die Fülle der Welt, die die Kinder an ihrer Schule erfahren werden, bis hin zu einer Lupe, mit deren Hilfe sie auch die kleinen Dinge des Lebens sichtbar machen können. Ein ganz wichtiges Utensil ist laut Feld der Radiergummi, der verdeutlicht, dass Neuanfänge immer möglich sind.

Wohlfühlen sollen sich die Kinder in ihrer neuen Schule und nie die Lust am Lernen verlieren, so Feld. An die Eltern gewandt warb die Schulleiterin um Vertrauen und Unterstützung. Sie sollten ihren Kindern dort, wo es nötig ist, helfen, sie aber auch in die Selbstständigkeit entlassen.

Ähnliches legte 2. Bürgermeister Peter Schnell den Eltern in Form eines indischen Sprichwort ans Herz: Solange die Kinder klein sind, sollten sie ihnen Wurzeln geben, wenn sie größer werden, Flügel. Den frischgebackenen Abc-Schützen wünschte er eine ebenso erfüllende Schulzeit, wie er selbst sie an eben der Stephani-Schule erlebt hatte. Zwar habe sein Opa immer vom "Ernst des Lebens gesprochen", ihm aber habe die Schule vor allem viel Spaß gemacht. "Bleibt neugierig, geht aufeinander zu", appellierte Schnell und wünschte ihnen vor allem "Freude am Leben".

Wichtigste Grundlage

Elternbeiratsvorsitzender Dr. Martin Sobota erinnert sich noch gut, wie fasziniert er war, dass eine Töchter innerhalb nur eines Jahres Lesen und Schreiben gelernt haben. Zusammen mit Rechnen schaffe die Grundschule hier "die wichtigste Grundlage" für das weitere Leben. Die Eltern lud er dazu ein, sich an der Stephani-Schule zu engagieren.


Schulanfang an der Stephani-Schule: Corona und Lehrermangel


Wie jedes Jahr erhielten die Erstklässler anschließend ein Lebkuchenherz von der Stadt Gunzenhausen samt einen von den Stadtwerken gestifteter Gutschein für das Juramare. Die Sparkasse steuerte neongelbe Turnbeutel bei. Der Elternbeirat hatte Luftballons vorbereitet, die die Kinder zum Schulstart fliegen ließen.

In Heidenheim mit Gottesdienst gestartet

In Heidenheim startete die Schule für die Abc-Schützen mit einem Gottesdienst und der anschließenden Einschulungsfeier in der alten Turnhalle. Rektorin Cornelia Klaus begrüßte die 40 Erstklässler, auf die nun viel Neues zukomme. Schulverbandsvorstand und Polsinger Bürgermeister Heinz Meyer hatte für jedes Kind einen kleinen Schutzengel mitgebracht. Zum Abschluss gab es noch eine Bildergeschichte. Für die offene Ganztagsbetreuung sprach Mona Bauer einen Willkommensgruß. In Heidenheim sind es drei Gruppen und in Döckingen eine Gruppe.

FOTO: 14.9.2021; Tina Ellinger MOTIV: Schulanfang; Einschulungsfeier; Schulverband Absberg-Haundorf; in der  Kirche Obererlbach BU: Am Kirchenausgang in Obererlbach gab es für die Kinder noch eine süße  Überraschung aus den Händen von Schulleiterin Kerstin Seitz-Knechtlein.

FOTO: 14.9.2021; Tina Ellinger MOTIV: Schulanfang; Einschulungsfeier; Schulverband Absberg-Haundorf; in der Kirche Obererlbach BU: Am Kirchenausgang in Obererlbach gab es für die Kinder noch eine süße Überraschung aus den Händen von Schulleiterin Kerstin Seitz-Knechtlein. © Tina Ellinger, NN

An der zur Hahnenkamm-Schule gehörenden Außenstelle der Döckinger Grundschule wurden heuer 14 Kinder eingeschult. Alle Erstklässler werden in sogenannten Flexklassen, also zusammen mit den Zweitklässlern, unterrichtet. Erstmals gibt es an der Hahnenkamm-Schule eine Deutschlernklasse mit aktuell 15 angemeldeten Schülern, wobei sich die Anzahl im Laufe des Schuljahres noch erhöhen wird.

Für 35 aufgeregten Abc-Schützen des Schulverband Absberg-Haundorf begann das Schulleben mit einem Gottesdienst in der Obererlbacher Kirche. Aufgeteilt in zwei Klassen lauschten zunächst die einen den Worten der beiden Religionspädagoginnen Simone Heinrichmeier und Maria Haas, während die anderen schon mal das Schulhaus in Beschlag nahmen. Dann wurde getauscht. „Die Sonne lacht heute nur für euch“, freute sich am Ende Schulleiterin Kerstin Seitz-Knechtlein mit den Kindern und verteilte nach dem Gottesdienst Lebkuchenherzen.

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