Mittwoch, 03.03.2021

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Leckerer Apfelsaft: In Kalbensteinberg läuft die Mostpresse wieder

Bis November können Kunden ihre Ernte vorbei bringen - 11.09.2020 06:00 Uhr

Stefan Müller (links) hat an der Apfelpresse alle Hände voll zu tun. Aus 100 Kilogramm Äpfel lassen sich erfahrungsgemäß 60 bis 70 Liter Saft herauspressen.

10.09.2020 © Foto: Daniel Ammon


Es herrscht reger Betrieb an diesem Samstagnachmittag an der Mosterei des OGV am Ortsrand des Kirschendorfs Kalbensteinberg. Fast könnte man meinen, alles sei wie immer; wie die Jahre zuvor, Mostsaison für Mostsaison. Wenn man jedoch genauer hinsieht, fällt schnell auf, dass gar nichts so ist wie noch vor Jahresfrist. Alle Menschen, die sich auf dem Areal des Obstbauvereins aufhalten, egal ob Kunden oder Mitarbeiter, tragen eine Mund-Nasen-Bedeckung. Den Mindestabstand von anderthalb Metern versuchen sie ebenfalls einzuhalten. Das gilt bei jedem Arbeitsschritt. Schilder weisen die Obstanlieferer auf die Schutzmaßnahmen hin.


Kalbensteinberg: Idyllisches Kleinod im Seenland


Gerade füllt ein Kunde seine mitgebrachten Äpfel, die in Kisten vor der Saftpresse stehen, in einen Bottich. Dort wird das Obst zuerst gewaschen. Anschließend wird es gemahlen, kalt abgepresst und dann auf ungefähr 80 Grad erhitzt. An der Presse steht heute Stefan Müller.

Das Mosthaus des Obst- und Gartenbauvereins Kalbensteinberg wurde vor sechs Jahren saniert, um mehr Kapazität und reibungslosere Abläufe zu schaffen.

10.09.2020 © Foto: Daniel Ammon


Neben dem Mosthaus existiert als weiteres Standbein eine Brennerei. Diese besteht seit über 100 Jahren. Dort destilliert Brennmeister Jürgen Wiesinger Edelbrände wie den "Original Kalber" und den "Brombachseer Bergkirsch". Abgefüllt in dekorative Flaschen lässt sich das Edelprodukt exzellent vermarkten.

Als nächsten Arbeitsschritt füllt jetzt Michael Barthel den erhitzten Saft im Nebenraum in Fünf-Liter-Bags aus Plastik ab. Seine Frau Silke unterstützt ihn tatkräftig dabei. In diesen Beuteln hat der Süßmost eine lange Haltbarkeitsdauer. Ungeöffnet hält er sich zwei Jahre, angebrochen ein viertel Jahr. Erfahrungsgemäß ergeben 100 Kilo Äpfel um die 60 bis 70 Liter Saft. Die Ausbeute sei dabei abhängig von Sorte und Reifegrad. Je mehr verschiedene Apfel- und Birnensorten in einer Abfüllung seien, desto aromatischer wird am Ende der Saft, wissen die Mostexperten.

Mostpresse läuft jetzt jeden Samstag

Nicht erst seit dem Virus wird Hygiene und Sauberkeit groß geschrieben, machen die Verantwortlichen des Vereins deutlich. Dass es auch in diesem Jahr wieder eine Mostsaison geben wird, stand für alle im Verein selbstredend fest. Und so riefen bereits viele interessierte Leute an, um nach einem Mosttermin für ihr Obst zu fragen. Denn ohne Voranmeldung geht es nicht. So wird nun an jedem Samstag die Mostpresse angeworfen.

Nach der grundlegenden Sanierung der Mosterei in den Jahren 2013 und 2014 sind bessere Abläufe geschaffen worden, die die Verarbeitung von größeren Kapazitäten ermöglichen.

Genauso ist es auch an diesem Septembersamstag: Kaum ist der eine Kunde mit dem Pressen seines Obstes fertig, wird die Ernte des nächsten in die Presse geschüttet. Nebenan füllen derweil die vorherigen "Obstbauern" ihre nun flüssige Ernte ab.

Bis November werden Michael Barthel mit seiner Frau Silke und Stefan Müller weiter an der Presse und der Abfüllanlage stehen, um regionales Obst in hundertprozentigen Direktsaft zu verwandeln – auch und gerade in Zeiten von Corona.

Erkennen Sie diese Lebensmittel im Naturzustand?

Wie sehen die Lebensmittel, die wir täglich konsumieren, eigentlich im Naturzustand aus? Manches erkennt man als Blüte oder Pflanze nur sehr schwer. Testen Sie hier Ihr Wissen!

Frage 1/11:

Zu welcher Planze gehört diese Blüte?

Gewusst? Das Gewürz Safran wird aus einer Blüte gewonnen, die zu den Krokussen gehört. Sie blüht im Herbst violett und kann dann geerntet werden.

Frage 2/11:

Was wächst hier Leckeres heran?

Pistazienbäume können hunderte Jahre Früchte tragen. Dabei wechseln sich ertragsarme mit Mastjahren ab. Im September können die Pistazien geerntet werden.

Frage 3/11:

Wo wächst die Ananas?

Die Ananas gehört zu der Familie der Bromeliengewächsen. Nach dem Anbau trägt die Pflanze nach etwa 14 bis 16 Monaten zum ersten Mal Früchte.

Frage 4/11:

Was wird an diesen Bäumen geerntet?

Die Früchte des Mandelbaums sind nicht nur unbehandelt sehr beliebt: Man kann sie außerdem für Mus, Mehl, Öl oder Marzipan nutzen.

Frage 5/11:

Was wird aus diesen Pflanzen hergestellt?

Der Ursprung des Zuckerrohrs liegt in Polynesien. Die Pflanzen enthalten einen süßen Saft, der für die Zuckerproduktion ausgepresst wird.

Frage 6/11:

Was wächst auf diesem Feld?

Die Früchte der Erdnuss sind botanisch gesehen eigentlich Hülsenfrüchte. Sie gehören zu derselben Unterfamilie wie beispielsweise Erbsen.

Frage 7/11:

Was entsteht aus diesem Orchideengewächs?

Die Vanille ist ein Gewürz, das aus den fermentierten Schoten verschiedener Arten der Orchideen-Gattung Vanilla gewonnen wird.

Frage 8/11:

Welches Lebensmittel wächst hier?

Übrigens: 80 % der Weltreisernte werden im Nassreisanbau erzeugt. Dafür braucht es zwischen 3000 und 5000 Liter fließendes Wasser für ein Kilogramm Reis.

Frage 9/11:

Was kann man mit diesen Früchten herstellen?

Kaffee ist die richtige Antwort! Für eine gute Ernte benötigten die Kaffeesträucher übrigens ein ausgeglichenes Klima ohne Temperaturextreme - das heißt, ohne zu viel Sonnenschein und Hitze.

Frage 10/11:

Was blüht hier so schön?

Übrigens: Die Artischocke wurde 2003 zur Arzneipflanze des Jahres gewählt, weil ihr beispielsweise eine appetitanregende, verdauungsfördernde und cholesterinsenkende Wirkung zugeschrieben wird.

Frage 11/11:

Wo wächst die Kakaobohne?

Im ursprünglichen Zustand haben die Kakaobohnen einen scharfen und bitteren Geschmack. Das ändert sich erst durch die weitere Verarbeitung. 

Lust auf ein weiteres Quiz?

Dann hier entlang!

Daniel Ammon

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