Lichtmess wie anno dazumal gefeiert

5.2.2018, 06:03 Uhr
Die „Drei lustigen Zwei“ brachten beste Stimmung in den Saal des „Frankenhofs“.

Die „Drei lustigen Zwei“ brachten beste Stimmung in den Saal des „Frankenhofs“. © Ludwig Göttler

Als die Bauern, Bäuerinnen und Dienstboten in alter ländlicher Tracht ankamen, wurden sie von der "Walder Dorfmusik" unter Leitung von Maritta Gulden musikalisch in Empfang genommen. Wenngleich der diesjährige Besuch etwas "magerer" ausfiel, bedingt wohl durch die TV-Traditionssendung "Fasching in Franken", zeigte sich Heimatvereinsvorsitzende Marion Schwarz mit der Gästezahl durchaus zufrieden. Sie machte klar, dass der Lichtmesstag bis 1912 ein gesetzlicher Feiertag war und zugleich das Ende des Bauernjahres bedeutete. An diesem markanten Tag bestand für Knechte und Mägde die Chance, den Arbeitsplatz zu wechseln. Oftmals meinte jedoch der Bauer: "Von mir aus und vom Knecht aus, kann die Magd noch bleiben."

Zum Genuss einer kräftigen Mahlzeit — "a Ebbirn und a boor Broudwescht mit Kraut" — spielte die Dorfmusik kräftig auf. Die Stimmung stieg noch, als die "Walder Gmabüschsänger" unter Leitung von Gerhard Herrmann sich mit einem speziellen Lichtmesslied, dem "Gasanstaltsdirektor", und mit dem allseits bekannten "Die Baa, die Baa" in die Herzen der Gäste sangen. Reichlich Applaus gab es auch für die "Drei lustigen Zwei" Andreas Frey, Martin Link und Maria Stark, die eine heitere Darbietung ablieferten.

Die Dorfmusik stellt sich allen Herausforderungen, sogar dem kalten Wasser in Zusammenhang mit der „Cold-Water-Challenge“.

Die Dorfmusik stellt sich allen Herausforderungen, sogar dem kalten Wasser in Zusammenhang mit der „Cold-Water-Challenge“. © Ludwig Göttler

Im Vorgriff auf den "Cold Water Grill Challenge" unterhielten die Musiker der Dorfmusik die Gäste aus einer mit kaltem Wasser gefüllten Badewanne. Mit dem Beitrag "Der Bauer auf dem Lande" erfreuten Walter Fleichaus aus Hechlingen und seine Frau die Lichtmessgäste. Reichlich Beachtung bei den Brauchtumsgästen fanden auch die vielen selbst gebackenen Köstlichkeiten wie Striezel und "Feierspootzn".

Nach reichlich Essen und Trinken und prächtiger Unterhaltung machten sich die Bauern mit ihren Bäuerinnen zu vorgerückter Stunde auf den Heimweg in ihre Gemächer.

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