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Markt Berolzheim: Kleine Brücke ist durchaus wichtig

Neubau über die Altmühl wurde nun eingeweiht — "Schlanke" Konstruktion - 22.10.2017 18:02 Uhr

Gute Gründe sah die Gemeinde Markt Berolzheim für den Beibehalt der Altmühlbrücke. Diese hat eine Fahrbahnbreite von 3,5 Metern. © Uli Gruber


"Es war eine langwierige Geschichte", umschrieb der Markt Berolzheimer Bürgermeister Fritz Hörner den Weg zur Umsetzung. Die alte Brücke war im Lauf der Jahrzehnte zunehmend marode geworden. Vor allem das Fundament sei sehr schlecht gewesen, so der Hinweis des Rathauschefs. Nachdem Fördermittel über die Regierung von Mittelfranken nicht hatten generiert werden können, klappte es nach sorgfältiger und ausführlicher Beratung im Gemeinderat mit dem Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) im Zug des Kernwegebauprogramms. Das mit einem förderfähigen Kostenvolumen von knapp 320 000 Euro veranschlagte Projekt wurde so vom Freistaat Bayern mit einem Satz in Höhe von 67,5 Prozent bezuschusst.

"Wir hatten auch gute Gründe für den Fortbestand der Brücke", hob Hörner hervor. Die Verbindung über die Altmühl diene eben nicht nur als "kleiner Grenzverkehr" zwischen Markt Berolzheim und Trommetsheim, sondern insbesondere auch zahlreichen Pendlern auf dem Weg nach Weißenburg sowie den vielfältigen Belangen der Landwirtschaft. Der Dank des Kommunalpolitikers richtete sich an den Meinheimer Landtagsabgeordneten Manuel Westphal, der sich maßgeblich für das Zustandekommen eingesetzt hatte.

Des Weiteren lobte Hörner die Kooperation mit den zuständigen Behördenvertretern Gerhard Jörg und Josef Roßkopf vom ALE, Bauoberleiter Marco Satzinger vom Spalter Ingenieurbüro Klos, Robert Scherb von der Firma Antritt-Bau (Arberg) sowie die wohlwollende Unterstützung der benachbarten Bürgermeisterkollegen.

MdL Westphal gab die Komplimente gern zurück. Auch er begrüße diese Form interkommunalen Zusammenwirkens, noch dazu wenn es um die Förderung und Entwicklung der hiesigen Region und seiner Infrastruktur gehe. Das ALE erfülle in diesem Zusammenhang eine überaus wichtige Funktion, sagte der Stimmkreisabgeordnete.

Dessen Leiter Gerhard Jörg unterstrich die Bedeutung der kontinuierlichen Erweiterung des Kernwegenetzes. Mit dem Neubau der Altmühlbrücke konnte ein weiterer Mosaikstein im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen hinzugefügt werden. Laut Jörg verstehe sich das ALE als Dienstleistungsbehörde mit dem Ziel der Förderung und Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse im ländlichen Raum. Um das angestrebte Niveau zu erreichen, werde auf die bewährten Instrumente Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE), Flurordnung und Dorferneuerung gesetzt. Mit dieser Strategie würden zukunftsfähige, attraktive und vitale Lebensräume geschaffen.

Über die einzelnen Phasen und technischen Details des Brückenneubaus informierte Marco Satzinger die anwesenden Bürger und Ehrengäste. Demnach sei der Ausbau der beidseitigen Straßenrampen zur Brücke auf einer Länge von 100 Metern und Breite zwischen 3,5 und 4,5 Metern durchgeführt worden. Erneuert wurde die Brücke in Stahlbetonbauweise, die Gründung erfolgte mittels 8,5 Meter langen Spundwänden (Schneidelagerung).

Der Überbau besteht aus zwei Fertigteilträgern und wurde mit Ortbeton ergänzt. Wie der Experte weiter ausführte, konnte auf Basis der Förderung eine "schlanke einstreifige Brücke" mit einer Fahrbahnbreite von 3,5 Metern realisiert werden. Diese Ausführung werde dem Charakter des Altmühltals in diesem Abschnitt gerecht. Um auf zwei Meter breite Betonkappen mit Schutzplanken verzichten zu können, wurde eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 50 Kilometern pro Stunde installiert.

 

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