Sonntag, 15.12.2019

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Merkendorf hat neues Vorzeigeobjekt

Bürgermeister Hans Popp übergab gestern das Bürgerzentrum seiner Bestimmung - 21.10.2019 06:19 Uhr

Für verschiedenste Anlässe genutzt werden kann die neue, schmucke Veranstaltungshalle in Merkendorf, die zur Einweihung bis auf den letzten Platz gefüllt war. © Foto: Erich Neidhardt


Einem Gottesdienst, bei dem Stadtpfarrer Detlef Meyer das Gebäude unter den Schutz und Segen Gottes stellte, folgte die offizielle Übergabefeier, zu der Hans Popp ein volles Haus begrüßte. Mit John Miles’ sinfonischem Rock-Klassiker "Music" vom Orchester der Musikschule Rezat-Mönchswald unter Leitung von Kerstin Egelkraut eindrucksvoll auf die Feierstunde eingestimmt, sprach der Bürgermeister von einem "großen Tag für die Stadt". Nach mehrjähriger Planung und Ausführung könne nun Einweihung gefeiert werden. "Mit der Generalsanierung der ehemaligen TSV-Halle haben wir ein modernes, vorzeigbares und zukunftsfähiges Bürgerzentrum geschaffen", zeigte sich der Rathauschef glücklich mit dem Erreichten.

Wie Popp herausstrich, wird das Gebäude mit seiner gelungenen Architektur den Bürgern und Vereinen nun über Jahrzehnte hinweg für vielfältigste Aktivitäten offenstehen. Es erfülle den Wunsch nach einer zeitgemäßen Begegnungs- und Veranstaltungshalle am Ort. Gleichsam werde man den Erfordernissen einer modernen Daseinsvor- und -fürsorge in einer Kleinstadt wie Merkendorf "in besonderer Weise gerecht". Hans Popp zufolge war eine Generalsanierung der 1929 eingeweihten Halle unumgänglich. Zu groß waren nach seinen Worten die Mängel im Bereich Brandschutz und die Schäden und Schwachstellen im Tragwerk. Auch die Anforderungen der Veranstaltungsverordnung und die heutigen energetischen Maßstäbe seien nicht erfüllt gewesen. Nichts zu tun, hätte die kurzfristige Schließung und den Abriss bedeutet. Wegen der besonderen Fördersituation im Rahmen einer umfassenden Sanierung habe sich der Stadtrat letztlich dafür entschieden, das Gebäude von Grund auf wieder herzurichten und den heutigen Erfordernissen anzupassen.

Vom Mauerblümchen zum schmucken Vorzeigeobjekt: Die marode TSV-Halle wurde einer Generalsanierung unterzogen und präsentiert sich heute als modernes und zukunftsorientiertes Bürgerzentrum. © Foto: Erich Neidhardt


Die Kosten für die Generalsanierung bezifferte Popp auf rund drei Millionen Euro. Er zeigte sich dankbar, dass Bund und Freistaat aus dem Fördertopf "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" der Städtebauförderung einen Zuschuss in Höhe von etwa 1,4 Millionen Euro bereitstellten. Im nächsten Schritt, kündigte Popp an, erfolgt die Umgestaltung der Außenfläche zu einem Stadtpark mit Festplatz. Auch hier rechne man mit Fördermitteln aus dem Programm "Zukunft Stadtgrün". "Damit wäre die zukunftsfähige Sanierung der früheren TSV- oder Turnhalle sowie die Umgestaltung des gesamten Bereichs ehemaliger Fußballplatz, früher ,Gänswasen‘, abgeschlossen", sagte Popp. Er ließ nicht unerwähnt, dass in Merkendorf unter dem Leitgedanken "Auspendler binden – Einpendler gewinnen" bereits kräftig in die sogenannten "weichen Standortfaktoren" investiert worden ist, etwa mit dem Treffpunkt Stadtgraben, den neuen Plätzen für Jugendfußball, dem Freizeitzentrum Weißbachmühle, dem Steingruberhaus und der Tagespflege sowie nun mit dem Bürgerzentrum mit Stadtpark. "Die Stadt Merkendorf hat sich damit zukunftsfähig ausgerichtet", resümierte Popp.

Das Orchester der Musikschule Rezat-Mönchswald mit seiner Dirigentin Kerstin Egelkraut bei seinem beeindruckenden Auftritt im neuen Bürgerzentrum. © Foto: Erich Neidhardt


Für den Bürgermeister verbindet fast jeder Merkendorfer mit der früheren Turnhalle unterschiedliche Erinnerungen, ob als Mitwirkender bei einer Theateraufführung oder als Teilnehmer an einer der vielfältigenAktivitäten wie dem Kinderfasching oder den legendären Tanzveranstaltungen des TSV. Er wünschte auch für die Zukunft "viele vergnügliche, erinnerungsreiche und angenehme Stunden" im neuen Bürgerzentrum und im in Kürze entstehenden Stadtpark. Sein Dank galt allen, die zum Gelingen des Projekts und der Einweihungsfeier die Ärmel hochgekrempelt haben. Dem Ehepaar Hilterhaus aus Ansbach und der Gunzenhäuser Sparkasse dankte er für die finanzielle Unterstützung.

Nach einem musikalischen Beitrag des Merkendorfer Vokalensembles, das wie der Posaunenchor und das Orchester der Musikschule den Vormittag gekonnt umrahmte, würdigte Landrat Dr. Jürgen Ludwig das in Merkendorf Geschaffene. Seinen lobenden Worten schlossen sich in ihren Grußworten die beiden Landtagsabgeordneten Manuel Westphal und Gerhard Eck, letzterer in seiner Funktion als Staatssekretär im bayerischen Innenministerium für Sport und Integration, an. Es sei wichtig, Begegnungsstätten zu schaffen, um den Zusammenhalt vor Ort zu stärken, und den ländlichen Raum für die nachkommenden Generationen attraktiv zu gestalten. Für die Sparkasse grüßte Direktor Jürgen Pfeffer, bevor Architekt Michael Immler das Haus aus gestalterischer Sicht präsentierte und Künstler Jess Walter die beiden von ihm geschaffenen Aquarelle vorstellte, die das Foyer des Hauses zieren.

ERICH NEIDHARDT E-Mail

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