Mittwoch, 25.11.2020

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Narren in Westmittelfranken kapitulieren vor Corona

Die Faschingssession 2020/2021 ist auch in den Hochburgen der Region abgesagt. - 31.10.2020 12:37 Uhr

Die Garden der „Mönchswaldfüchse“ trainieren zwar noch unter Corona-Bedingungen, aber Auftritte wird es erst in der übernächsten Session wieder geben.

30.10.2020 © Foto: Margit Schachameyer


Es ist schade, aber verständlich: Nicht nur Weihnachtsmärkte und andere Veranstaltungen, sondern auch die "Fünfte Jahreszeit" in der Session 2020/2021, die ja schon in wenigen Tagen Fahrt aufnehmen würde, wird coronabedingt praktisch vollständig abgesagt.

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Jubel, Trubel, Heiterkeit: Dank angenehmer Temperaturen lockte der Mitteleschenbacher Faschingsumzug wieder rund 12.000 Schaulustige in die Mönchswaldgemeinde.


Diesmal also keine Bälle, keine Feten und keine Umzüge in den Faschingshochburgen der Region. Darüber bestehe auch Einigkeit und Solidarität unter den Faschingsgesellschaften und Veranstaltern der Region, sagt Otto Hausmann, der nicht nur Präsident der KaGe Spalt ist, sondern auch Brauchtumsvorsitzender beim Fastnachtsverband Franken.

In Ornbau, wo normalerweise fünf Faschingsbälle und ein Umzug stattfinden, ist zwar die Entscheidung noch nicht offiziell gefallen; die wird am kommenden Mittwoch bei der ersten offiziellen (und womöglich virtuell abgehaltenen) Faschingssitzung getroffen, an der Vertreter der Stadt und der Hauptvereine teilnehmen. Aber im Gespräch mit dem Altmühl-Boten deutet Bürgermeister Marco Meier schon mal zart die Richtung an: "Der Gesundheitsschutz muss über allem anderen stehen."

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Das hat schon lange Tradition: Die Spalter setzen am Faschingsdienstag mit ihrem Umzug den närrischen Schlusspunkt hinter die fünfte Jahreszeit. Angeführt von den "Spalter Fleckli" zogen insgesamt 900 teilnehmenden Narren durch Straßen der Hofpenstadt, die trotz Regenwetter von Tausenden Schaulustigen gesäumt waren.


Abstands- und Hygieneregeln wären bei größeren oder Großveranstaltungen einfach unkontrollierbar, auch bei Veranstaltungen im Freien. Darüber ist man sich in den anderen Hochburgen einig – und die Verantwortung einfach viel zu groß. Der andere Aspekt ist die Sache mit dem Spaß: Wenn man immer nur Regeln im Blick haben müsse und beispielsweise nur zwei Personen an einem Tisch sitzen dürften – da käme einfach keine ausgelassene Faschingsstimmung auf, wie man es gewohnt ist und normalerweise mit den Faschingsveranstaltungen ja erreichen möchte.


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So wird im Moment zwar – unter Einhaltung aller Regeln selbstverständlich – zum Teil weiter geprobt und, beispielsweise bei den "Mönchswaldfüchsen" in Mitteleschenbach, auch weiter gebaut beziehungsweise die Wagenflotte überarbeitet, aber das alles zielt schon auf die übernächste Saison. Die Verantwortlichen hoffen, dass ihre Aktiven "bei der Stange bleiben" und dass der Fasching in der Session 2021/2022 dann wieder umso prächtiger gefeiert werden kann.

Margit Schachameyer

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