Rudi Büttner hat 538 Sorten

Praktische Tipps: So blüht und gedeiht Ihr Rosengarten prächtig

3.8.2021, 06:09 Uhr
Rudi Büttner aus Sammenheim hat in seinem Garten 538 verschiedene Rosensorten. Hier sieht man ihn mit seiner englischen

Rudi Büttner aus Sammenheim hat in seinem Garten 538 verschiedene Rosensorten. Hier sieht man ihn mit seiner englischen "Graham Thomas". © Babett Guthmann, NN

Einen grünen Daumen hatte Rudi Büttner aus Sammenheim schon immer. So gedeihen in seinen beiden Treibhäusern 38 verschiedene Tomatensorten, und 24 unterschiedliche Paprikapflanzen stehen da wie eine Eins. Im Hausgarten grünt und blüht eine bunte Staudenvielfalt und wer das Anwesen aus der Ferne sieht, dem fallen zuerst die prächtigen Geranien an Balkon und Fenstern auf.

Rudi Büttner vermehrt seine Geranien alle selber und ist in Sachen Sortenauswahl wohl besser aufgestellt als so mancher größere Gärtnereibetrieb. Aber erst vor sechs Jahren hat der frühere Geschäftsführer der Raiffeisenbank Dittenheim seine wahre Passion entdeckt: Die Rosen. Mittlerweile versammelt er in seinem Garten 538 verschiedene Rosensorten – und alle blühen um die Wette.

Normale Gartenerde genügt

Für diejenigen, die im eigenen Garten auch gerne ein paar Rosen anpflanzen wollen, hat Rudi Büttner viele Tipps auf Lager:

Gerline Büttner hat in ihrem Sammenheimer Rosengarten einen gemütlichen Zeitungsleseplatz mitten im Blütenmehr.

Gerline Büttner hat in ihrem Sammenheimer Rosengarten einen gemütlichen Zeitungsleseplatz mitten im Blütenmehr. © Babett Guthmann, NN

Mit der Boden-Aufbereitung mischen Rosen-Anfänger meist jede Menge Torf unter die Erde. Aber Rosen sind mit ganz normaler Gartenerde – womöglich mit ein bisschen Sand-Beimischung zufrieden. Denn Staunässe macht sie krankheitsanfällig.

Einkaufen sollte man seinen ersten Rosenstock beim Fachmann in einer Gärtnerei. Er wird dann eine pflegeleichte und wenig krankheitsanfällige Sorte empfehlen. Rosenstöcke vom Fachbetrieb sind meist schon drei Jahre alt und robuster als einjährige Billigware.


Den Garten sollte man niemals abends gießen


Rosen mögen einen sonnigen Standort – es muss aber nicht den ganzen Tag die Sonne herunterbrennen. Wichtig ist auch der Abstand zu anderen Rosen. Eine Strauchrose kann schon einen Umfang von 1,50 Meter einnehmen und wächst auch ordentlich in die Höhe. Andere Rosen kann man auch in Pflanzkübeln zum Blühen bringen.

Am besten im Herbst einpflanzen

Optimale Pflanzzeit ist im Herbst, am besten im Oktober. Wer im März oder Anfang April pflanzen möchte, muss im ersten Jahr gießen. Ansonsten werden Rosen im Garten nicht gegossen. Wichtig ist ein gut aufbereiteter Untergrund – bei der Neupflanzung mindestens 50 Zentimeter tief auflockern.

Diese Rose der Sorte

Diese Rose der Sorte "Gebrüder Grimm" hat es einer Biene offensichtlich angetan.   © Babett Guthmann, NN

Rosen brauchen einen Frühjahrsschnitt. Alle Triebe mit Frostschaden müssen zurückgeschnitten werden. Edelrosen sollte man besonders stark herunterkürzen, während Kletterrosen keinen Schnitt brauchen. Bei Strauchrosen empfiehlt es sich, etwas auszudünnen.

Wer eine zweite Blüte im August haben möchte, schneidet die Blütentriebe 10 bis 15 Zentimeter tief ab auf ein gesundes Blattpaar.

Kranke Triebe abschneiden

Im Herbst sollten kranke Triebe und abgeblühte Blüten abgeschnitten werden. Auch ein Formschnitt ist möglich, wobei man keine Bedenken haben sollte: Meist schneidet man zu wenig weg, selten zu viel.


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Rosen brauchen Dünger. Im März ist ein organischer Dünger (Hornspäne oder Hornmehl) anzuraten. Im Sommer dann ein Kalibetonter Mineraldünger, dieser sorgt dafür, dass die Rosen nicht so leicht krank werden.

Unkraut jäten und den Boden hacken ist optimal. Rosen sind auf eine gute Bodenbelüftung angewiesen und sie mögen es gar nicht, wenn man sie mit Rindenmulch traktiert. Wer mulchen möchte, sollte lieber Rasenabschnitt verwenden.

Pflanzenschutz sollte so wenig wie möglich verwendet werden. Bei einzelstehenden Rosen ist das meist nicht notwendig und man kann auch einzelne Blätter mit Rostbefall abreißen. Auch einen moderaten Läusebefall muss man nicht unbedingt bekämpfen. Es gibt allerhand Nützlinge und Vögel, die da helfen. Der Fachmann kann beim Kauf schon unempfindliche Sorten empfehlen.


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