Samstag, 25.05.2019

|

Seenland bekommt eine zusätzliche Attraktion

Große Anlage für Wasserski und Wakeboard entsteht — Arbeiten kamen wegen des milden Wetters gut voran - 27.12.2018 16:28 Uhr

Aufwendig gestaltet sich auch die Montage der Ausleger. Sie sind jeweils acht Meter lang. © Fotos: Wakepark Brombachsee GmbH & Co. KG


2014 hatten die beiden Freunde in einem Zeitungsbericht die Ausschreibung des Zweckverbands Brombachsees (ZVB) für eine Wakeboardanlage am Kleinen Brombachsee gelesen und waren sofort begeistert. Sie sind leidenschaftliche Wakeboarder und träumten schon lange von einer eigenen Anlage. Seitdem ist viel Zeit vergangen, doch im Vergleich zu anderen Wakeboardanlagen waren sie noch recht schnell, wie Jonas Wörrlein verrät: "Viele andere Wakeboardanlagen brauchen für einen Neubau oft acht bis zehn Jahre Vorlauf. Es müssen unglaublich viele Stolpersteine gemeistert werden."

Allein die spezifische artenschutzrechtliche Prüfung, damit die Seilbahn bestmöglich naturverträglich gestaltet werden kann, dauerte über ein Jahr. Nach Änderung des Flächennutzungsplans stellte der ZVB den vorhabenbezogenen Bebauungsplan auf, der dann die Grundlage für den Bauantrag der Wakeboardanlage samt Betriebsgebäude war. Dazu kamen Verhandlungen für den Pacht- und Nutzungsvertrag, Planungen mit Architekten und Anlagenplaner und vieles mehr. Wörrlein weiter: "Man braucht wirklich einen langen Atem, aber ich bin unglaublich froh, dass wir so lange an unserem Traum festgehalten haben."

Blick auf die Baustelle im Kleinen Brombachsee. Die Investoren meinen, das Fränkische Seenland sei geradezu prädestiniert für eine Wakeboardanlage.


Anfang Oktober musste das Wasserwirtschaftsamt Ansbach im Langlauer Hafen eine Spundwand sanieren und den Kleinen Brombachsee um 50 Zentimeter absenken. Der Zeitpunkt der Maßnahme konnte im Vorfeld abgestimmt werden, so dass beim Wakepark in diesem Zeitraum die Erdarbeiten durchgeführt werden konnten. Der See musste an mehreren Stellen ausgebaggert und vertieft werden. Das entnommene Erdreich wurde für die Gestaltung der neuen Landzunge verwendet, auf der sich der zukünftige Startplatz befindet. Dafür war auch die Installation einer 25 Meter lange Spundwand notwendig, deren sechseinhalb Meter lange Dielen über zwei Tage hinweg in den Boden gerammt wurden. Die neue Landzunge wurde schlussendlich mit tonnenweise Wasserbausteinen umbaut .

Um die Masten abzuspannen, mussten zwölf massive Fundamente an Land und ins Wasser gebaut werden. Dafür wurden 40 vorgefertigte, drei Tonnen schwere Betonplatten verwendet. Mit einem Montagefloß transportierten sie die Monteure an die richtige Position und stapelten sie innerhalb mehrerer Tage aufeinander.

Aus über 35 Einzelteilen wurden die sechs Masten mit einer Länge von jeweils 13 Meter zusammengeschraubt. Mit einem Kettenbagger wurden die Masten auf das Montagefloß gehoben und an die mit GPS bestimmte Position transportiert. In der Absberger Bucht ist der Wasserstand nur wenige Meter tief, was die Arbeiten erleichterte. Von den Masten wurden die Abspannseile zu den vorinstallierten Ankern gespannt und mithilfe eines Greifzugs Zentimeter für Zentimeter hochgezogen.

Als alle sechs Masten montiert waren, folgte die Montage der Ausleger. In zehneinhalb Meter Höhe mussten die acht Meter langen Ausleger an den Masten befestigt werden. Ebenfalls mithilfe des Greifzugs wurde durch reine Muskelkraft der Ausleger auf die richtige Höhe gepumpt und verschraubt. Im letzten Schritt wurde das 600 Meter lange Umlaufseil eingezogen und gespannt.

Die neue Sechsmast-Wasserski- und Wakeboardanlage ist 600 Meter lang. Bis zu acht Wassersportler können gleichzeitig ihre Runden drehen. Wakeboarden ist laut den Bauherren der Trendsport schlechthin, keine andere Sportart habe in den letzten Jahren mehr Zulauf verzeichnet. Das Fränkische Seenland sei geradezu prädestiniert für eine Wakeboardanlage.

Die Bauarbeiten wurden zum Großteil durch das Team der Firma Wakepark Brombachsee durchgeführt. Der milde Herbst und das gute Wetter spielten dem Team stark in die Karten. So konnten schon viele Arbeiten erledigt werden, die eigentlich erst zu einem späteren Zeitpunkt geplant waren. Unterstützt wird das Team von verschiedenen Handwerkern.

Mit dem Aufstellen der Wasserski- und Wakeboardanlage endet nun die erste Bauphase, und es geht in die Winterpause. Der Beginn des zweiten Bauabschnitts ist für Anfang März geplant. Im Fokus steht dann das neue Betriebsgebäude mit Gastronomie und großer Sonnenterrasse. Die Eröffnung der neuen Anlage ist für Anfang Juni, also kurz vor den Pfingstferien geplant. Nähere Infos unter www. wakepark-brombachsee.de. 

ab

1

1 Kommentar

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Absberg, Spalt