Pandemie im Landkreis

So sieht das Filtergerät im Städtischen Kindergarten aus

In der Hochgerichtsstraße fand sich in jedem der fünf Räume Platz für einen Luftfilter, der etwa so groß wie ein Kühlschrank ist.

In der Hochgerichtsstraße fand sich in jedem der fünf Räume Platz für einen Luftfilter, der etwa so groß wie ein Kühlschrank ist. © Foto: Milena Kühnlein

Das weiße Gerät der Firma "Miele" (PAC 1045 AirControl) sieht aus wie ein Kühlschrank und ist auch in etwa so groß wie ein kleines Modell davon. Er ist bereits eingestellt und gebrauchstauglich, in jedem Gruppenraum des Kindergartens steht einer davon.

Leiterin Gisela Meyer ist froh, dass das Gerät jetzt schon da ist. "Es geht um die Wintermonate. Da sollen die Kinder immer und ganz regulär in den Kindergarten kommen können." Das lange Wegbleiben habe den Kindern nicht gut getan, erzählt die Leiterin. Da seien Freundschaften kaputt gegangen und Entwicklungen nicht weitergegangen.

Nun schaue man hoffnungsvoll auf den Herbst und hoffe Gegebenheiten wie zur gleichen Zeit 2020 nicht noch einmal durchmachen zu müssen. Auch Bürgermeisterin Kristina Becker (CSU) ist froh, dass die Geräte jetzt da und installiert sind. Scherzhaft meint das Treuchtlinger Stadtoberhaupt, dass das kleine Aquarium ja lauter sei als der Filter.


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Die Positionierung eines Luftfilters entscheidet dabei auch über seine Wirksamkeit: Denn dieser muss mit etwas Abstand zu Gegenständen und der Wand stehen und verträgt keine pralle Sonne. Der gewählte Luftreiniger reinigt sich einmal pro Stunde selbstständig mit 100 Grad heißer Luft. So soll auch beim Warten des Geräts keine Ansteckungsgefahr bestehen.

Lauter, wenn man das Gerät hochschaltet

Einmal die Stunde wird von nun an mithilfe dieser Technik die Luft im Raum umgewälzt. Viren und Bakterien sollen so beseitigt werden. Momentan läuft der Filter auf 30 Prozent Leistung und ist deshalb verhältnismäßig leise. Stellt man die Leistung hoch, wird es allerdings lauter.

Das Gerät soll dazu beitragen, dass der Kindergartenbesuch sicher ist und bleibt, auch wenn es kälter wird. Ganz preisgünstig war die Anschaffung mit fast 2000 Euro pro Stück nicht, es wird jedoch zu 50 Prozent vom Bayerischen Staatsministerium für Familien, Arbeit und Soziales bezahlt.

Für die städtischen Kindergärten wurden insgesamt zehn Luftreinigungsgeräte angeschafft. Im Kindergarten Treuchtlingen stehen nun fünf, im Kindergarten Wettelsheim drei und in Gundelsheim zwei Stück. Für die Grundschule Treuchtlingen wurden indessen 20 Luftreinigungsgeräte von der Firma Trotec (TAC V+) beschafft. Dabei entfallen zwölf auf Treuchtlingen, sechs auf Wettelsheim und zwei auf Schambach. Die Anschaffungskosten betrugen dabei jeweils rund 3000 Euro. Auch hierfür gab es einen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent.

Ein Trugschluss ist allerdings, dass die Geräte das regelmäßige Lüften ersetzen können. Das ist nicht der Fall: Um für Frischluft in den Klassenräumen und Spielzimmern zu sorgen, ist das Öffnen der Fenster weiterhin regelmäßig nötig. So oft wie im vergangenen Herbst muss das nun aber nicht mehr passieren.

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