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Donnerstag, 09.07.2020

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Stoppt das Virus das "Dartsfieber"?

Ob das Turnier in Wassertrüdingen am Karsamstag stattfinden kann, steht wegen Corona aktuell auf der Kippe. - 13.03.2020 06:18 Uhr

Eine rappelvolle Hesselberghalle in Wassertrüdingen (wie hier im Jahr 2018) bei einem schrillen Darts-Spektakel - momentan wohl nicht für alle eine Traumvorstellung . . . © Foto: Mathias Hochreuther


Der Kartenvorverkauf wurde Mitte dieser Woche vorsorglich gestoppt. Knapp 1000 Zuschauer darf Daniel Fickel in die Hesselberghalle lassen, in den Vorjahren war das Kontingent bei den Auftritten des amtierenden Weltmeisters Michael van Gerwen und Rekordweltmeister Phily Taylor relativ zackig vergriffen. Auch 2020 befand sich der Organisator diesbezüglich auf einem guten Weg, vergangene Woche waren rund 80 Porzent der Tickets weg. Doch das Corona-Virus und die damit verbundenen Auflagen des Bayerischen Gesundheitsministeriums beziehungsweise der lokalen Behörden könnten Daniel Fickel einen Strich durch die Rechnung machen.

Mehrere Optionen

"Noch nicht abgesagt, aber gefährdet", so formulierte der Röckinger gestern die aktuelle Hängepartie. Mit den Spielern habe er gesprochen, diese würden am 11. April ins Mittelfränkische kommen. Die Entscheidung, ob das Spektakel stattfinden kann, wird aber beim Landkreis Ansbach und vor allem der Stadt Wassertrüdingen fallen.

Organisator Daniel Fickel wartet auf Anweisungen der lokalen Behörden. © Foto: Mathias Hochreuther


Für Daniel Fickel und die Darts-Fans in der Region ergeben sich nun folgende Optionen. Sollte sich die Lage entspannen, bleibt alles wie gehabt und es gibt eine Abendkasse – wovon man aktuell aber selbst als kühnster Optimist nicht ausgehen kann. "Ich würde es auch eine Nummer kleiner machen", sagt der 37-Jährige zu einer "Dartsfieber"-Ausgabe mit weniger Zuschauern, sprich mit dem aktuellen Vorverkaufsstand, der ja ziemlich deutlich unter der momentan geltenden "magischen" Zahl von 1000 Zuschauern liegt.

"Da bin ich viel zu zäh"

Als dritte Variante – und die darf momentan wohl als die wahrscheinlichste angesehen werden – bliebe die Absage der Veranstaltung, sollte Daniel Fickel die entsprechende Empfehlung oder Anweisung der Behörden bekommen. Besser gesagt, eine Verschiebung; Daniel Fickel tüftelt für den Fall der Fälle (Fickel: "Da bin ich viel zu zäh") schon an "Dartsfieber IV" zu einem späteren Zeitpunkt, wenn sich denn die Lage rund um das Virus entspannt. Die aktuellen Karten sollen dann übrigens ihre Gültigkeit behalten.

Doppelt bitter für den Darts-Enthusiasten: Ursprünglich hätte die vierte Auflage des Turniers für Profis und Amateure ja am 29. Februar stattfinden sollen, doch diesen Termin konnte Fickel wegen einer mehr oder weniger kurzfristig angesetzten Veranstaltung der PDC (Professional Darts Corporation) nicht halten. Nun droht auch der zweite Termin am Karsamstag zu platzen. "Es läuft nicht rund", sagt Daniel Fickel dazu, "aber ich kann mich ja jetzt nicht narrisch machen." Was aktuell ohnehin kein guter Ratgeber ist . . .

Weitere Informationen zu "Dartsfieber IV" gibt es unter www.level180.de oder auf der Facebookseite von "Dartsfieber".

Mathias Hochreuther Altmühl-Bote E-Mail

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