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Freitag, 06.12.2019

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Tanzen soll Spaß machen und der Gesundheit dienen

Veronika Bernhard und Stefan Meyerhöfer sind die Nachfolger von Peter Pohl — In Ansbach und Gunzenhausen präsent - 06.02.2019 14:27 Uhr

Tanzschule Meyerhöfer & Bernhard Ansbach und Gunzenhausen vormals Peter Pohl, Februar 2019 Stefan Meyerhöfer und Veronika Bernhard © Tanzschule


Was war das für ein Wechsel?

Stefan Meyerhöfer: Zum 1. Januar haben meine Kollegin Veronika ("Vroni") Bernhard und ich die Tanzschule von Peter Pohl übernommen. Das Ehepaar Pohl hat sich nach 33 erfolgreichen Jahren entschlossen, sich zur Ruhe zu setzen und die Geschicke der Tanzschule in unsere Hände zu geben. Nachdem Vroni und ich immer wieder einmal signalisiert hatten, die Tanzschule eines Tages weiterführen zu wollen, wählten die beiden nun diesen Zeitpunkt. Ganz aus dem Tanzschul-Alltag ist das Ehepaar Pohl aber noch nicht raus. Sie unterstützen uns noch in ein paar Tanzkursen und stehen mit Rat und Tat zur Seite, wenn es um die ganzen Verwaltungsaufgaben geht, die für uns ja zum großen Teil Neuland sind. Außerdem begleitet uns Peter Pohl weiterhin bei der Ausbildung von neuen Tanzlehrern.

Können Sie sich selbst und ihre Partnerin kurz vorstellen?

Meyerhöfer: Wir sind Tanzschul-Kinder seit vielen vielen Jahren. Ich habe im Januar 1997 meinen eigenen Anfänger-Tanzkurs in der Tanzschule Pohl absolviert und habe die Tanzschuhe seitdem nicht wieder in den Schrank gestellt. Mir hat das Tanzschul-Leben so gut gefallen, dass ich 2002 beschloss, Tanzlehrer zu werden. Seitdem habe ich in der Tanzschule Pohl alle Altersgruppen von klein bis groß unterrichtet und viele tolle Veranstaltungen mit unseren Gästen in Ansbach und Gunzenhausen durchgeführt. Veronika Bernhard kam 2001 als Tanzschülerin zu uns in die Tanzschule. Auch für sie war die Tanzschule Pohl von dann an ihr zweites Zuhause. Sie wurde dann meine Kursassistentin, ab 2007 meine Kollegin und nun meine Geschäftspartnerin. Wir haben also alle Stationen in der Tanzschule schon gemeinsam durchlebt, auch viele Tanzshows.

Ändert sich jetzt irgend etwas beim Angebot in Gunzenhausen? Bleibt Gunzenhausen das zweite Standbein der Tanzschule?

Meyerhöfer: Die Tanzschule in Gunzenhausen war für Vroni und mich schon immer der Ort an dem wir das "Chef-Sein" ein bisschen üben durften. Peter Pohl hat uns schon seit längerer Zeit viele Freiheiten gegeben, in der Planung oder auch im Veranstaltungsbereich und auch wenn es darum ging, neue Trends auszuprobieren. Das Angebot in Gunzenhausen trägt also auch schon jetzt ein bisschen unsere Handschrift, und wir werden das sehr gut funktionierende Angebot auch so weiterführen. Sicherlich sind wir auch weiterhin neuen Trends hin aufgeschlossen und werden immer ein Auge darauf haben, dass das, was wir anbieten, auch zum Zeitgeist und vor allem zu unseren Tanzschülern passt.

Stefan Meyerhöfer und Veronika Bernhard sind Tanzlehrer und kennen sich als langjährige Mitarbeiter von Peter Pohl in Ansbach und Gunzenhausen gut aus. Ihre Ausbildung ging weit über das Vermitteln der Schritte hinaus, umfasste etwa Rethorik und Unterrichtsmethodik. © Foto: Tanzschule


Liegt eigentlich der Paartanz allgemein weiterhin im Trend? Und wenn ja, warum eigentlich?

Meyerhöfer: Der Paartanz war schon immer ein Bereich, der in den ganzen Jahren Schwankungen in der Beliebtheit durchlebt hat. Im Moment ist der Paartanz wieder mehr gefragt als in vergangenen Jahren. Das freut uns natürlich sehr. Paartanz ist nach wie vor ein Teil unserer Gesellschaftskultur. Nicht nur für Hochzeiten, auch bei Bällen und privaten Feiern wird das Tanzbein zu zweit geschwungen, und da möchte man natürlich nicht am Rand der Tanzfläche stehen und nur zusehen. Zudem rückt immer mehr der gesundheitliche Aspekt des Tanzens in den Vordergrund. Tanzen ist die beste Methode, um zum Beispiel Alzheimer vorzubeugen. Immer mehr Studien belegen die positive Wirkung auf die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden die das Tanzen, vor allem mit einem Partner, hat. Das Umsetzen und Merken von Tanzschritten lässt unser Gehirn überkreuz arbeiten, und es bleibt somit für lange Zeit fit. Es ist also nie zu spät, mit dem Tanzen zu beginnen und somit auch etwas für seine Gesundheit zu tun.

Wie kann man heutzutage die Jugend für diese Freizeitbeschäftigung interessieren? Gibt es ein Geheimrezept?

Meyerhöfer: Die Jugend für das Tanzen zu begeistern, ist tatsächlich schwieriger geworden, als es früher war. Das ein Tanzkurs gemacht wird, ist nicht mehr selbstverständlich und hängt auch viel vom Umfeld der Jugendlichen ab. Wir versuchen immer, den Jugendlichen eine tolle Zeit bei uns in der Tanzschule zu bieten. Tanzschule ist nicht gleich Schule! Wir wissen alle, dass Jugendliche nicht sehr gerne freiwillig in eine Schule gehen, deswegen gestalten wir unseren Unterricht auch ganz anders, als es die Schüler von Montag bis Freitag in der regulären Schule gewohnt sind. Tanzen lernen ist Freizeit mit Freunden verbringen. Gemeinsam tanzen und dabei auch Spaß haben, das ist unser Ziel. Ein Tanzkurs ist keine strenge Unterrichtseinheit, sondern lockerer Unterricht, bei dem man das Tanzen so ganz nebenbei lernt. Wir sind auch als Tanzlehrer nicht die eingestaubten Schritte-Vermittler, die so mancher im Kopf hat, sondern können uns sehr gut noch an unsere eigene Jugend erinnern und den Jugendlichen einen modernen und stets aktuellen Unterricht bieten.

 

Interview: WOLFGANG DRESSLER

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