Dienstag, 19.11.2019

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Theilenhofen: Den "Todes-Winkel" erlebbar gemacht

Ungewöhnlicher Verkehrsunterricht des ADAC Nordbayern an der Grundschule - 06.10.2018 18:12 Uhr

Was genau ist eigentlich der tote Winkel? Dank der ADAC-Aktion wissen diese Theilenhöfer Grundschüler das nun genau. © Sophia Raab


Immer wieder kommt es zu Verkehrsunfällen, weil Lkw-Fahrer einen Fahrradfahrer oder Fußgänger übersehen. Häufig sind davon Schulkinder betroffen, die auf ihrem Schulweg aufgrund ihrer geringen Größe und ihres unausgereiften Gefahrenbewusstseins einen Unfall erleiden. Dafür möchte der ADAC das Bewusstsein der Kinder schärfen. Für Klassenleiterin Uta Dünkelmeyer ist diese Präventionsmaßnahme "mehr als notwendig". Die Schüler sollen schon auf ihre Radfahrprüfung vorbereitet sein, bei der sie ein aufmerksames Verhalten im Straßenverkehr mitbringen sollten.

Für den Besuch des ADAC versammelten sich die 32 Schüler der dritten und vierten Klasse unter der Leitung von Uta Dünkelmeyer und Beatrix Rodde-Eggers an der Bushaltestelle der Grundschule Theilenhofen. ADAC-Moderator und Fahrsicherheitsinstruktor André Helwig stellte die Schulkinder vor die Frage: "Was ist ein toter Winkel?". Darauf kamen Antworten, wie "Wenn man hinter dem Bus ist zum Beispiel" oder "Da wo der Fahrer einen nicht sehen kann". Wie Helwig aufklärte, lautet die genaue Definition: "Der Bereich, der vom Fahrer des Fahrzeugs nicht eingesehen werden kann."

Situation mit Seil nachgestellt

Nach fragenden Blicken der Kinder erklärte Helwig das Ganze bildlich und ließ die Schüler Pylonen um einen Bus herum aufstellen, und zwar dort, wo sie einen toten Winkel vermuteten. Die Pylonen wurden unter dem Bus, dahinter und daneben platziert. Darauf folgte die Probe mit dem Seil. Ein Schüler musste ein am Bus befestigtes Seil spannen und sich so lange nach rechts oder links bewegen, bis der Busfahrer ihn im Spiegel sehen konnte.

Als für alle klar war, was genau der tote Winkel ist, zeigte sich, dass ein Kind den Pylon genau richtig positioniert hatte. Daneben wurde dann eine gelbe dreieckige Plane gelegt, auf der "toter Winkel" stand. Darauf durften sich die Schüler gesammelt stellen und nach und nach in den Bus steigen und auf dem Fahrersitz Platz nehmen. Im Bus konnten die Kinder mit erstaunten Blicken dann selbst sehen, welche toten Winkel es gibt und ob sie ihre Klassenkameraden sehen können. "Das ist eine Einsicht, die sie nur Ersehen können", betonte Klassenleiterin Dünkelmeyer.

Zum Schluss wiederholte Helwig nochmals, wie gefährlich es ist, direkt vor, hinter oder neben dem Bus zu stehen und verteilte Arbeitshefte und Gummibärchen an die Kinder, die nun gut vorbereitet die Jugend-Verkehrsschule absolvieren können.

Sophia Raab E-Mail

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