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Ultsch nun offiziell Wassertrüdinger Bürgermeister

SPD-Mann wurde in der jüngsten Stadtratssitzung vereidigt — Amt des 3. Bürgermeisters kommt auf den Prüfstand - 15.11.2018 06:43 Uhr

In der jüngsten Sitzung des Wassertrüdinger Stadtrats wurde Stefan Ultsch (rechts) vom dienstältesten Stadtrat Otto Würth als Bürgermeister der Hesselbergstadt vereidigt. © Foto: Peter Tippl


Die Sitzung des Stadtrats, in der die Vereidigung auf der Tagesordnung stand, leitete dritter Bürgermeister Klaus Schülein, der nach dem Rücktritt der zweiten und bislang amtierenden Bürgermeisterin Monika Breit am Tag nach der Bürgermeisterwahl für einen Tag in erster Verantwortung für die Stadt stand. Ihr dankte Schülein für ihr Engagement in einer schwierigen Zeit, der zweieinhalbjährigen Erkrankungsphase des vor sechs Wochen in den vorzeitigen Ruhestand verabschiedeten Günther Babel.

Beispielhaft nannte Schülein Probleme wie die Finanzkrise und städtische Herausforderungen wie den Bau der Grundschule oder Maßnahmen bei der Landesgartenschau, denen sich Monika Breit mit großem Engagement gestellt habe. Er übergab einen Blumenstrauß und ein Präsent, begleitet vom Applaus der Stadträte und einer großen Publikumsschar.

Ebenso würdigten die beiden Fraktionsführer Dieter Schröder (CSU) und Karl Dorsch (SPD) die große Leistung der Bürgermeister-Stellvertreterin. Breits Stadtratsmandat bleibt vom Rücktritt ihres Amts als zweite Bürgermeisterin unberührt.

Zu Beginn der Sitzung stellte Matthias Reichenberg (SPD) den Antrag auf Streichung des Amts für einen dritten Bürgermeister. Der bisherige dritte Bürgermeister sollte zum zweiten Bürgermeister gewählt werden. Diese Einsparmaßnahme soll für die nächste Stadtratssitzung auf Antrag der SPD auf die Tagesordnung gesetzt werden.

Vor der Vereidigung des neuen Bürgermeisters ließ Sitzungsleiter Schülein angesichts "einer Zäsur für die Stadtgeschichte" die vergangenen 16 Jahre Revue passieren und verglich die Situation mit einem Generationswechsel und mit Säen und Ernten. Der ehemalige Bürgermeister Hugo Pelczer habe in seiner Ägide mit Projekten wie Tangenten, Neugestaltung des Marktplatzes, Sonnenuhrenpark oder Betty-Staedtler-Mittelschule gesät und Günther Babel habe geerntet, mit dem städtischen Radl-Hotel, dem Altstadtzentrum, der neuen Grundschule und der erfolgreichen Bewerbung um die Gartenschau "Natur in Wassertrüdingen" aber auch selbst entscheidende Meilensteine der Stadtentwicklung gesetzt. Der neue Bürgermeister Stefan Ultsch könne vieles ernten, müsse aber auch Akzente setzen und neue Dinge bewegen.

Wichtig war Schülein noch der Hinweis auf die Streichung freiwilliger Leistungen für Kindergartenplätze aufgrund gesetzlicher Vorgaben, über die sich zuvor viele Familien gefreut hätten. Die Finanzlage der Stadt sei "angespannt, aber nicht dramatisch" und dabei dürfe ein zufriedener Blick auf die vielen in Wassertrüdingen geschaffenen Werte geworfen werden.

Gutes Miteinander zugesichert

Eine uneingeschränkte Zusammenarbeit mit dem neuen Bürgermeister zum Wohle der Stadt sicherte Klaus Schülein für die CSU-Fraktion zu. Das älteste Stadtratsmitglied Otto Würth, in der fünften Periode im Stadtrat, nahm dem neuen Bürgermeister Stefan Ultsch den Diensteid ab. Stefan Ultsch sprach die Formel nach und schloss mit "so wahr mir Gott helfe".

Verknüpft mit dem Amt des Bürgermeisters ist die Funktion des Aufsichtsratsvorsitzenden der "Natur in Wassertrüdingen 2019". Nach der Vereidigung und Amtsübernahme mittels der Amtskette bedankte sich Ultsch und lud zu einem Umtrunk in eine Gaststätte ein. Ultschs Gegenkandidat Rainer Breit ging aus dem Publikum auf den neuen Bürgermeister zu und gratulierte. In die nächste Sitzung des Stadtrats, voraussichtlich am Montag, 26. November, wurde der Tagesordnungspunkt "Festsetzung der Dienstaufwandsentschädigung für den Ersten Bürgermeister" wegen mangelnder Vorbereitungszeit verschoben. 

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