Donnerstag, 29.10.2020

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Von "Bares für Rares" zu einer Stiftung angeregt

Arberger Pfarrer kaufte "Prager Jesulein", das in der TV-Sendung gehandelt wurde. - 18.07.2020 17:51 Uhr

Kunsthändler Julian Schmitz-Avila überbrachte Pfarrer Reinhold Pasel (links) persönlich das Prager Jesulein, das einen festen Platz in der Arberger Kirche erhalten soll.

© Walter Oberhäußer


Der Geistliche verfolgte vor einiger Zeit eine Folge der ZDF-Sendung "Bares für Rares", bei der den Kunsthändlern ein Prager Jesulein angeboten wurde. Der Antiquitätenhändler Julian Schmitz-Avila aus Bad Breisig ersteigerte das Gnadenbild Jesu für 800 Euro.

Pasel Interesse war erwacht, er nahm Kontakt mit dem Kunsthändler auf – und konnte die Statue für 1100 Euro erwerben, die er nun im Beisein von Mesner Max Schlecht in Empfang nahm. Der Geistliche stiftet die überaus gut erhaltene Figur der Pfarrei Arberg. Sie wird einen besonderen Platz im Gotteshaus erhalten.

Bei dem Prager Jesulein handelt es sich weltweit um eines der bekanntesten wundertätigen Gnadenbilder Jesu. Das Original befindet sich in der Kirche des Karmeliterklosters in Prag. Es ist das Werk eines unbekannten Künstlers aus dem 16. Jahrhundert. Die nun von Pfarrer Pasel gestiftete Figur ist dem berühmten Prager Jesulein nachempfunden und stammt vermutlich von einer Wallfahrt aus der Zeit um 1880.

Der Leib ist ein Stoffkörper. Kopf, Hände und Füße sind aus Wachs gefertigt, der Umhang war ursprünglich blau. Der Sockel ist mit Silberborden eingefasst. Den Kopf ziert eine Glasperlenkrone. Die Statue, die mit hoher Wahrscheinlichkeit aus einer Prager Werkstatt stammt, wird von einer Glasglocke geschützt.

Walter Oberhäußer E-Mail

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