Freitag, 26.02.2021

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"Wald-O-Mat": In Wald gibt's jetzt rund um die Uhr regionale Lebensmittel

Der regionale Kühlschrank soll das Angebot des dortigen Dorfladens ergänzen - 26.10.2020 06:01 Uhr

Stefanie Schwarz kümmert sich um den Wald-O-Mat. Bezahlen kann man mit Münzen ab zehn Cent sowie Fünf- und Zehn-Euro-Scheinen.

25.10.2020 © Foto: Isabel-Marie Köppel


Ganz oben stecken die Steaks, der Schinken und die Grillwürste der Gunzenhäuser Metzgerei Arnold, darunter warten die Gummibärchen und ein Müsli aus der Kräutleinsmühle in Wiesethbruck, der Käse der Schmalzmühle aus Röckingen, das Merkendorfer Kraut, die Eier vom "Altmühltaler Wiesen Ei" aus Dittenheim, der Hesselberger Saft und mehr. Die Preisspanne liegt zwischen 7,30 Euro für die Steaks bis 1,50 Euro für die Getränke.


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Drei Fächer sind noch leer. "Wir wollten Honig anbieten, aber die gängigen 500-Gramm-Gläser passen nicht", erklärt Stefanie Schwarz. Sie ist die 1. Vorsitzende des Walder Dorfladens, der ehrenamtlich von einem Verein betrieben wird, und zu dem auch der "Wald-O-Mat" gehört. Gekauft haben sie ihn von der Firma Zoells aus Langenzenn. Für die Konfiguration mussten sie alle Produkte in dreifacher Ausführung hinschicken. Dabei wurde schnell klar, manches geht – und manches nicht.

Extra Verpackungen für den "Wald-O-Mat"

Vieles wird deshalb jetzt extra abgepackt, damit es in den regionalen Kühlschrank passt wie die Moarbauer-Milch aus Pfofeld in 0,5-Liter-Flaschen oder der Käse, damit er immer vier Euro kostet: "Im Laden wiegen wir den. Das kann der Automat nicht", sagt Schwarz. Der Honig soll nun auch in kleinere Gläser kommen. Zudem überlegt sie, Fassbutter anzubieten. "Wir nehmen aber auch gerne Anregungen entgegen", sagt die Maschinenbautechnikerin.

Von Gunzenhausen kommend weist dieses Schild den Weg.

25.10.2020 © Foto: Isabel-Marie Köppel


Praktisch ist, dass Schwarz, die sich als technikversiert beschreibt, den "Wald-O-Mat" selbst anpassen kann, wenn etwa ein neues Produkt einzieht. "Das ist total interessant. Ich mag den Automaten jetzt schon so gern", schwärmt sie während sie die Glastür aufsperrt und das Innenleben erklärt. Der "Wald-O-Mat" liefert ihr sogar Statistiken, was zum Beispiel wie oft verkauft wurde. Diese Daten kann sich Stefanie Schwarz auf einen USB-Stick ziehen, um sie in Ruhe auf dem Laptop auszuwerten.

Aktuell kümmert sie sich gemeinsam mit ihrer Mutter Renate um den Automaten: Sie kontrollieren das Haltbarkeitsdatum, füllen ihn auf, bestellen Ware, reinigen ihn. Die 33-Jährige achtet darauf, dass die Fächer immer gefüllt sind: "Gerade am Anfang ist das wichtig. Die Leute sind vielleicht ein, zwei Mal kulant, aber wenn jetzt nie Eier da wären, dann merken die Leute sich das." Momentan schauen sie deshalb einmal pro Tag in das Häuschen, denn es zeigt sich ja erst noch, wie gut welches Produkt verkauft wird.

Aktuelle Neuigkeiten zum Walder Dorfladen auf Instagram

Damit jeder weiß, wie der regionale Kühlschrank bedient wird, hat Schwarz auf Leinwand eine Anleitung gemalt, die dekorativ daneben hängt. Zudem warnt ein weiteres Schild, Eier und Gläser einzeln ausgeben zu lassen, damit sie sich nicht gegenseitig beschädigen. Es gibt nämlich die Option, sich einen Warenkorb anzulegen. Aktuelles postet die Vorsitzende gerne auf dem Instagram-Account "walderdorfladen".

Die Idee zum Automaten wurde während einer Vereinssitzung im Frühjahr geboren, nachdem das Regionalbudget des ILE-Zusammenschluss (Integrierte Ländliche Entwicklung) "Fränkisches Seenland-Hahnenkamm" ausgeschrieben war. Damit soll eine eigenverantwortliche Entwicklung unterstützt und die regionale Identität gestärkt werden, schreibt das Landwirtschaftsministerium. Der Dorfladen bewarb sich und erhielt Mitte April den Zuschlag und damit eine Förderung von 80 Prozent. Als "herausragendes Projekt" bezeichnet die kommunale Allianz den "Wald-O-Mat" und gab dies an das Ministerium weiter.

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Die Kosten von rund 13.000 Euro musste der Verein vorschießen, wovon 11.000 Euro auf den Automaten fallen. Planung und Vorbereitungen wie das Pflastern oder der Bau des Häuschen erfolgte ehrenamtlich. Hier halfen Bewohner aus Wald, Streudorf, Ober- und Unterhambach zusammen. Die laufenden Kosten wie den Strom muss der Dorfladen tragen, das Grundstück ist von der Stadt Gunzenhausen gepachtet.

"Vom ,Wald-O-Mat‘ profitieren alle umliegenden Dörfer und auch Touristen, die hier in Ferienwohnungen sind", ist Stefanie Schwarz überzeugt. Dass die Öffnungszeiten des Dorfladens von 6 bis 10 Uhr nicht perfekt sind, weiß sie: "Das geht ehrenamtlich aber nicht anders." Deshalb ist der neue Lebensmittel-Automat ein gute Ergänzung dazu.

Erkennen Sie diese Lebensmittel im Naturzustand?

Wie sehen die Lebensmittel, die wir täglich konsumieren, eigentlich im Naturzustand aus? Manches erkennt man als Blüte oder Pflanze nur sehr schwer. Testen Sie hier Ihr Wissen!

Frage 1/11:

Zu welcher Planze gehört diese Blüte?

Gewusst? Das Gewürz Safran wird aus einer Blüte gewonnen, die zu den Krokussen gehört. Sie blüht im Herbst violett und kann dann geerntet werden.

Frage 2/11:

Was wächst hier Leckeres heran?

Pistazienbäume können hunderte Jahre Früchte tragen. Dabei wechseln sich ertragsarme mit Mastjahren ab. Im September können die Pistazien geerntet werden.

Frage 3/11:

Wo wächst die Ananas?

Die Ananas gehört zu der Familie der Bromeliengewächsen. Nach dem Anbau trägt die Pflanze nach etwa 14 bis 16 Monaten zum ersten Mal Früchte.

Frage 4/11:

Was wird an diesen Bäumen geerntet?

Die Früchte des Mandelbaums sind nicht nur unbehandelt sehr beliebt: Man kann sie außerdem für Mus, Mehl, Öl oder Marzipan nutzen.

Frage 5/11:

Was wird aus diesen Pflanzen hergestellt?

Der Ursprung des Zuckerrohrs liegt in Polynesien. Die Pflanzen enthalten einen süßen Saft, der für die Zuckerproduktion ausgepresst wird.

Frage 6/11:

Was wächst auf diesem Feld?

Die Früchte der Erdnuss sind botanisch gesehen eigentlich Hülsenfrüchte. Sie gehören zu derselben Unterfamilie wie beispielsweise Erbsen.

Frage 7/11:

Was entsteht aus diesem Orchideengewächs?

Die Vanille ist ein Gewürz, das aus den fermentierten Schoten verschiedener Arten der Orchideen-Gattung Vanilla gewonnen wird.

Frage 8/11:

Welches Lebensmittel wächst hier?

Übrigens: 80 % der Weltreisernte werden im Nassreisanbau erzeugt. Dafür braucht es zwischen 3000 und 5000 Liter fließendes Wasser für ein Kilogramm Reis.

Frage 9/11:

Was kann man mit diesen Früchten herstellen?

Kaffee ist die richtige Antwort! Für eine gute Ernte benötigten die Kaffeesträucher übrigens ein ausgeglichenes Klima ohne Temperaturextreme - das heißt, ohne zu viel Sonnenschein und Hitze.

Frage 10/11:

Was blüht hier so schön?

Übrigens: Die Artischocke wurde 2003 zur Arzneipflanze des Jahres gewählt, weil ihr beispielsweise eine appetitanregende, verdauungsfördernde und cholesterinsenkende Wirkung zugeschrieben wird.

Frage 11/11:

Wo wächst die Kakaobohne?

Im ursprünglichen Zustand haben die Kakaobohnen einen scharfen und bitteren Geschmack. Das ändert sich erst durch die weitere Verarbeitung. 

Lust auf ein weiteres Quiz?

Dann hier entlang!


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