Montag, 16.12.2019

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Zu viele Besucher am Gelben Berg

Müll, Radler, Hunde, Wildparker: Infotafeln sollen zu einem verträglicheren Verhalten animieren. - 29.10.2019 17:03 Uhr

Mit den neuen Tafeln möchten der Landschaftspflegeverband und die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Naturschutz und Freizeitnutzung wieder besser in Einklang bringen. © LPV Mittelfranken


Distelfalter, Karthäuser-Nelke und viele weitere Tier- und Pflanzenarten finden hier einen Platz zum Leben. Dies liegt an den besonderen Magerrasenflächen, welche mit Schafen beweidet werden. Dem Besucher bietet sich zudem ein toller Blick ins Altmühltal. Beide Faktoren machen den Berg zu einem Besuchermagneten. In den vergangenen Jahren hat das aber auch zu Problemen geführt. So findet sich Müll auf dem Gelben Berg, Fahrradfahrer stören die Rückzugsräume für Tiere, freilaufende Hunde verursachen Panik bei den Schafen.

Um diesen Problemen entgegenzuwirken und das Miteinander von Mensch und Natur wieder ins Gleichgewicht zu bringen, wurden nun Infotafeln aufgestellt. Sie führen die Besucher entlang der Trampelpfade und erklären die Bedeutung des Gelben Bergs. Zudem geben sie Hinweise, worauf die Besucher achten sollen, und erläutern auch die Gründe.

Ein Problem sind auch wild parkende Autos, vor allem eine kleine Wiese im Westen des Berges in Richtung Sammenheim leidet darunter. Die Wiese ist ökologisch sehr hochwertig. Auf ihr wachsen Orchideen und Enzian. Das Gewicht parkender Autos zerstört dieses Refugium. Mit Hilfe von Verkehrsschildern und einer Informationstafel werden Besucher auf den offiziellen Wanderparkplatz in direkter Nähe verwiesen.

"Der Reiz des Gelben Berges liegt in seinem Reichtum an Tier- und Pflanzenarten zusammen mit dem schönen Blick ins Tal. Damit die Schönheit und Vielfalt erhalten bleiben, müssen ein paar Punkte beachtet werden. Auf den Tafeln wird erklärt, weshalb dies wichtig ist", so Diana Schmidt vom LPV Mittelfranken. Der Verband kümmert sich schon seit Jahren zusammen mit dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen im Rahmen des BayernNetzNatur-Projekts Biotopverbund Hahnenkamm um die wertvollen Magerrasenflächen am Hahnenkamm.

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