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Dienstag, 07.07.2020

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Auto flog bei Ottensoos in Getränkehalle: War es versuchter Mord?

Eine Verfolgungsjagd im Nürnberger Land wird nun weiter untersucht - 18.06.2020 09:35 Uhr

Nachdem die Täter auf ihrer Flucht vor einer Polizeistreife über einen Erdwall gefahren waren, flog ihr Auto 30 Meter durch die Luft und krachte in ein Getränkelager. © Foto: privat


Es war der spektakuläre Schlusspunkt einer filmreifen Verfolgungsjagd im Nürnberger Land. Der geraubte Wagen flog 30 Meter durch die Luft, durchbrach die Metallwand eines Getränkelagers und blieb zwischen Bier- und Limokisten liegen. Nun wird gegen die beiden jungen Männer, die bei dem Unfall schwer verletzt wurden, unter anderem wegen versuchten Mordes ermittelt.

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Räuber krachen mit gestohlenem Auto in Getränkehalle bei Ottensoos

Auf der Flucht vor der Polizei haben zwei Männer mit einem geraubten Wagen einen folgenschweren Unfall gebaut. Auf Höhe des Gewerbegebiets Bräunleinsberg bei Ottensoos (Lkr. Nürnberger Wand) verlor der Fahrer die Kontrolle über das Auto, der Wagen hob ab, schleuderte durch die Luft und durchbrach die Wand einer Lagerhalle für Getränke. Das Wrack kam im Inneren zum Liegen. Die beiden Räuber erlitten schwere Verletzungen und mussten von der Feuerwehr befreit werden.


Den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth zufolge hatten die mutmaßlichen Täter, die beide aus der Nähe von Köln stammen, über das Internet einen jungen Mann aus Hersbruck kennengelernt. Und dabei hatte das Duo mitbekommen, dass dieser Internetfreund Streit mit seinem Vater, dem späteren Geschädigten, hat.

Flucht mit dem Fahrzeug

An Silvester 2019 wollten sie dem Vater deshalb eine Abreibung verpassen und gaben sich als Polizisten aus, um in dessen Wohnung zu kommen. Dort sollen sie laut Staatsanwaltschaft "erhebliche Gewalt" angewendet haben, um an dessen Autoschlüssel zu kommen. Schließlich fesselten sie ihr Opfer und dessen minderjährige Tochter und flohen mit dem Fahrzeug.

Als dann eine Polizeistreife die Täter verfolgte, kam es zu dem besagten Unfall. Inzwischen sitzen die beiden Männer in Untersuchungshaft.

nn

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